Plan B Regisseur Vlado Priborsky zählt zu jenen Talenten auf die das filmische Österreich in Zukunft zählen darf. Unser kleines Land verzeichnet in diesen Monaten einen enormen Zuwachs an Eigenproduktionen, und das eine oder andere Werk wird sogar von diversen Produktionsfirmen in die Kinos gebracht. Davon ist unser Filmschaffender noch etwas entfernt. Realistisch sieht Vlado Priborsky seinen Weg in dem er vorerst eine Reihe seiner selbstgeschriebenen Kurzgeschichten inszeniert. Es ist eine Phase des Lernens, des Ausprobierens, des Versuchens.
Plan B nennt Vlado sein bislang neuester Versuch, einer seiner Storys originell umzusetzen. Dabei wurde sein technisches Verständnis zum Vorgänger Valentins Tag immens weiter entwickelt. Timing und die Liebe zum Detail ist von Beginn an klar ersichtlich. Schon die von effektvollen Bildern unterbrochenen Anfangskredits weisen auf fortgeschrittener Professionalität hin. Die musikalische Untermalung dabei erinnert teilweise an John Carpenters frühere Soundtracks. Komponist und gleichzeitig Kameramann Edgar Moor schafft es gekonnt hohe eindringliche Klaviertöne mit bedrohlichen tiefen Klängen passend zu einem Score zu vermischen. Im Grunde darf sich Vlado Priborsky bei seinem gesamten Team bedanken die ihn aufopferungsvoll bei jedem Konzept intensiv unterstützen. Neben den bereits erwähnten Grafiker und Web Designer Edgar Moor, sollte auch der Hauptdarsteller Mario L.Ross, seine Frau Nicole Priborsky und der für den Ton verantwortliche Michael Bauer extern erwähnt werden. Unterstützung in Form von einem kleinen Betrag bekam diese Produktion auch von der MA 7 - Magistrat der Stadt Wien für Kultur.
Valentins Tag im Vergleich bot Skurriles und erzielte dabei eine gewisse Situationskomik die bei Plan B zur Gänze fehlt. Dieser begibt sich ins Genre des Thrillers und es entstand dabei eine ausgeklügelte Geschichte die bis zuletzt, der Auflösung, interessant bleibt. Leider verkompliziert der Regisseur seine filmische Umsetzung zu sehr. Daher wir Plan B`s Strukturierung eventuell erst beim zweiten Sehen erkennbar. Dies aber sollte bei einer Gesamtlänge von 12 Minuten kein Problem darstellen.
Fazit:
Insgesamt kann man von einem gelungenen ambitionierten Werk eines jungen talentierten Regisseur sprechen, der aber noch etwas Zeit und Reife benötigt um einen Schritt weiter, dem abendfüllenden Spielfilm, zu wagen.
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