The Da Vinci Code - Sakrileg

  • Informationen zum Film
  • The Da Vinci Code - Sakrileg

  • Originaltitel:
    The Da Vinci Code
    Genre:
    Thriller, Mystery
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2006
    Kinostart Österreich:
    19.05.2006
    Kinostart Deutschland:
    18.05.2006
    Kinostart USA:
    19.05.2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ron Howard
    Drehbuch:
    Akiva Goldsman, Dan Brown
    Musik:
    Hans Zimmer
    Darsteller:
    Alfred Molina, Seth Gabel, Jürgen Prochnow, Etienne Chicot, Ron Howard, Tom Hanks, Jean-Pierre Marielle, Jean Reno, Paul Bettany, Denis Podalydès, Ian McKellen, Harry Taylor, Tonio Descanvelle, Rita Davies, Audrey Tautou, Francesco Carnelutti, Jean-Yves Berteloot, Seretta Wilson, Marie-Françoise Audollent, Shane Zaza, Andy Clark, Fausto Maria Sciarappa, Joe Grossi, Clive Carter, Garance Mazureck, Daisy Doidge-Hill, Lilli Ella Kelleher, Crisian Emanuel, Charlotte Graham, Xavier De Guillebon, David Bark-Jones
  • Inhalt
  • Nachdem Robert Langdon ( Tom Hanks ), ein Harvard Professor für Symbolik, eine Vorlesung über verschiedenste Allegorien hielt und bereitwillig in sein neues Buch Autogramme verteilt, wird er von der Polizei um Hilfe gebeten. Im Louvre befindet sich der leblose Leichnam des Jagues Sauniere. Mit letzter Kraft schreibt dieser alte Mann mit eigenen Blut Nachrichten für Robert Langdom nieder und malt sich eine Art Pentagramm an seinen Körper. Robert wird zum Tatort gebracht. Angekommen wird er von Capitaine Fache ( Jean Reno ) mit Fragen bombardiert, denn ohne seines Wissens wurde Robert zum Hauptverdächtigen in diesem Fall. Die Verschlüsselungsexpertin Sophie Neveu ( Audrey Tautou ), die ebenfalls zum Einsatzort beordert wurde, vermittelt Robert das er Fache keinesfalls trauen kann und es besser wäre zu flüchten. Sie verhilft ihm die Polizei zu überlisten und sein Vertrauen zu gewinnen. Sophie erklärt Robert das sie die Enkelin des getöteten Jaques Sauniere ist und er einer Bruderschaft angehörte. Dieses Bündnis schütze Geheimnisse mit enormer Tragkraft vor der Kirche. Diese könne sich die Wahrheit nicht leisten, denn sie würde die Weltanschauung aus der Balance bringen. Ohne das Wissen der Beiden wurde von einer radikalen Gruppierung namens Opus Dei ein Mönch ( Paul Bettany ) gesendet um den Flüchtenden auf den Leib zu rücken. Ihr Weg nach der Wahrheit führt sie zu dem englischen Gralexperten Sir Leigh Teabing ( Ian McKellen ), der sich sein halbes Leben mit diesen Verschwörungstheorien beschäftigt und sich nun erneut enthusiastisch zeigt als er neues Material vorfindet. Viel Zeit die Wirklichkeit zu entdecken bleibt ihnen nicht denn Faches Männer sind ihnen auf den Fersen und der Mönch in Engelsgestalt plant Unheil, mit Gottes Segen.
  • Filmkritik
  • Gläubige und Gottesfürchtige haben es Dan Browns Novelle “ Das Sakrileg “ zu verdanken das dieser Film so viel Aufsehen bei ihnen erregt. Von heuchlerischen Darstellungen, Unwahrheiten und Ketzerei ist die Rede und die Aufregung ist enorm. Obwohl Dan Browns Theorien glaubhaft dargestellt werden, sie erscheinen nicht absurd, sind sie doch eines; Fiktion ! Dieser Schriftsteller hat bei seinen Nachforschungen keine neuen Theorien gefunden, er hat sich alles ausgedacht. Und genau so sollte man sich THE DAVINCI CODE auch ansehen, als fiktive Geschichte. So funktioniert die Story wesentlich besser. Man sollte sich auf keinen Fall pausenlos fragen ob es sich augenscheinlich so zugetragen haben könnte. Die Wahrheit spielt im Gehirn des Betrachters und das für 149 Minuten, nicht länger.

    Regisseur Ron Howard ( A beautiful Mind, The Grinch ) versteht es mit bestimmter Hand diesen heiklen Stoff stilsicher zu inszenieren. Seine Herangehensweise lässt auf einen ambitionierten reifen Regisseur schließen der diesen Film mit Klasse zu führen versteht. Beeindruckend schöne Bilder mit perfekt eingesetzten Licht ergeben ein zusagendes Produkt. Speziell jene Sequenzen, die uns die Vergangenheit zeigen, sind in kaltblauen fast zu hellen Farben imposant anzusehen. Der Score von Hans Zimmer passt sich der schweren Thematik beigemessen an. Die Geschwindigkeit einzelner Szenen könnte man möglicher Weise als kleines Manko ansehen. Nicht das der Film mit knapp 150 Minuten zu lang wäre, einzelne Dialoge jedoch werden zu sehr in die Länge gezogen. Ein paar Worte der vielen Erklärungen weniger hätten nicht geschadet. Die Bilder zu den Lösungen allein würden genügen um einem jeden Zuseher die Geschichte verständlich zu machen.

    Die Leistungen der Darsteller, ein Lob an die Castingfirma, komplettieren den gelungenen Kinoabend. Tom Hanks, das Zugpferd wusste als einziger nicht zu glänzen. Das liegt aber mit Sicherheit nicht an seinen schauspielerischen Fähigkeiten, wohl mehr an den belanglosen Charakter, den er zu verkörpern hatte. Oftmals durfte er in einer Szene nur schlau zu gucken um letztendlich die Lösung zu zitieren. Diesmal konnte er nicht durch Amerika laufen, mit einer Raumkapsel fliegen oder abstürzen und auf einer Insel vegetieren. Diesmal hatte der wieder schlanker gewordene Hanks nur seine Mimik zur Verfügung. Seine Mitstreiter hatten jeweils dankbarere Rollen zu besetzen. An erster Stelle sei Ian McKellen erwähnt. Seine Präsenz und seine Körpersprache brilliert auch ohne weißen Bart. Seine Monologe zählen zu den absoluten Highlights des Films. Dazu gehören auch die dunkelsten Augen der Filmgeschichte. Diese Augen darf die fabelhafte Audrey Tautou ihr Eigen nennen. Die niedliche Französin weiß nicht nur in kleinen europäischen Filmen zu überzeugen. Ihr Talent beweist sie hiermit in einem Hollywood Blockbuster. Paul Bettany als Mönch ist für die dramatischen Sequenzen verantwortlich. Sein Erscheinen löst Unbehagen und Angst aus. Doch diese nicht einfache Position liegt dem kühlen Engländer und seine Leistung sei hiermit extra erwähnt. Jean Reno, Jürgen Prochnow und Alfred Molinas Einsätze sind nicht tragbar genug um enthusiastisch davon zu erzählen. In zweifelloser Erinnerung verharren sie selbstverständlich.

    Insgesamt bietet THE DAVINCI CODE auch für nicht religiöse Menschen seriöse und interessante Kinokost. Gelegentlich wurde wegen der Dramaturgie und diversen Dialogszenen zu viel Zeit verwendet um das Wesentliche zu erreichen. Dessen ungeachtet ist THE DAVINCI CODE eine Kinoreise durch das nächtliche Paris allemal wert !
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

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User Kritiken

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Mit "Sakrileg" und "Illuminati" gelangen Autor Dan Brown zweifels ohne zwei der erfolgreichsten Bücher der letzten Zeit. Darin polarisiert er und entfachte somit einige Diskussionen, keine Frage, aber auch genau deswegen musste es auch jeder gelesen haben. Jeder sprach darüber und man will natürlich mitreden können. Wenig verwunderlich also, dass nach wenigen Jahren schon eine Verfilmung dieses Stoffs ansteht, doch eben genau darin liegt auch die Schwierigkeit dieser Umsetzung. Wenn "Sakrileg" auch Schwächen haben mag, handelt es sich dabei um ein spannendes und interessantes Buch, das man nur ungern aus der Hand legt. Das ebenso intensiv auf die Leinwand zu bringen ist bekanntlich schwer, noch dazu, wenn die Erwartungen oder besser gesagt Hoffnungen von unzähligen Fans ungemein hoch waren. Ob sich Regisseur Ron Howard, der u.a. schon für "A beautiful Mind" und "Apollo 13" verantwortlich ist, damit einen Gefallen getan hat? Ich denke nicht...

In diesem Stoff schlummert so unglaublich viel Potential, dass es eine Schwierigkeit ist dieses auch auf Film zu bannen. Dass Bücher von ihren Verfilmungen meist unerreicht bleiben, dürfte bekannt sein, doch in diesem Fall wäre trotz der Vorlage mehr möglich gewesen. Buch-Verfilmung, je nachdem wie sehr sie ins Detail gehen, sind meist sehr lang und ausführlich um der Vorlage nahe zu kommen, doch in diesem Fall war das nicht die Optimallösung. Fast 170 Minuten läuft das Werk, ganz ohne Höhepunkt. Klar, inhaltlich werden die knapp 3 Stunden "benötigt", doch wenn die Inszenierung lieblos wie hier ist, hätte man ihn zumindest kürzer halten müssen. Mit mehr Liebe und vllt. einer halben Stunde weniger, hätte man hier garantiert Tolles zaubern können, so aber ist der Film nicht nur lange, sondern in gewissem Maße auch belanglos. Die Rätsel, die Geschichte, die Fragen die hervorgebracht werden sind einfach faszinierend, aber eben das hatte man auch schon im Buch. Die Darsteller wirken jedoch irgendwie verloren, so groß ihre Namen auch sein mögen, und das beeinträchtigt den Film ungemein.

Der Film gefällt mir mittlerweile besser als beim ersten Mal, da zusätzlich zur Geschichte auch Bilder und Musik einfach beeindruckend sind. Dennoch tut es weh zu wissen, was hier noch alles möglich gewesen wäre. Ich traue mich zu sagen, dass es sicher kein Vorteil für den Film ist, wenn man das Buch zuvor gelesen hat. Da das aber bei mir der Fall war, muss er nun die Konsequenzen tragen.

Kein elends langweiliger Schund, aber auch bei weitem nicht so packend wie seine Vorlage.

6/10

geschrieben am 04.09.2011 um 10:52

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Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 8 | Kritiken: 1