Assault - Anschlag bei Nacht

  • Informationen zum Film
  • Assault - Anschlag bei Nacht

  • Originaltitel:
    Assault on Precinct 13
    Genre:
    Action, Thriller
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1976
    Kinostart USA:
    03.11.1978
  • Cast & Crew
  • Regie:
    John Carpenter
    Drehbuch:
    John Carpenter
    Musik:
    John Carpenter
    Darsteller:
    Charles Cyphers, Nancy Kyes, Tony Burton, Frank Doubleday, Martin West, Henry Brandon, James Johnson, Austin Stoker, Darwin Joston, Laurie Zimmer, Peter Bruni, John J. Fox, Marc Ross, Alan Koss, Kim Richards, Gilbert De la Pena, Peter Frankland, Al Nakauchi, Gilman Rankin, Cliff Battuello, Horace Johnson, Valentine Villareal, Kenny Miyamoto, Jerry Viramontes, Len Whitaker, Kris Young, Randy Moore, Warren Bradley III, Joe Woo Jr., Bill Taylor
  • Inhalt
  • Lt. Ethan Bishop bekommt nach einem Heldeneinsatz den Auftrag ein in Auflösung befindliches Revier zu leiten, bis die letzten Arbeiten erledigt sind. Was nach einer ruhigen Kugel klingt, wird bald zu einer heißen Nacht für Bishop und seine drei Untergebenen. Erst taucht ein Gefangenentransport auf, dann der Vater eines ermordeten Mädchens. Dicht auf dessen Fersen folgt eine Jugendgang, die sowohl mit dem Vater als auch mit der Polizei noch eine Rechnung offen hat. Mit geklauten Waffen bestens ausgerüstet, beginnt die Bande die Polizeistation zu belagern. Derweil müssen sich drinnen die verschiedenen Parteien zusammenraufen.
  • Filmkritik
  • John Carpenters zweite einem größeren Zuschauerkreis zugängliche Regiearbeit ist in mancherlei Hinsicht ein modernes Genrehighlight, obwohl der Veröffentlichung in Amerika wenig Ruhm und Erfolg beschert waren. In Europa war die Rezeption durch Kritik und Publikum positiv; im Hinblick auf die weitere Entwicklung Carpenters erwies sie sich als die richtigere Einschätzung. Obgleich sich Assault gleichermaßen als Actionfilm, Thriller und Kammerspiel beschreiben lässt, ist er in erster Linie ein Paradebeispiel für einen spannungsstarken Actionfilm. Carpenter zeigt gleich zu Beginn die Ursache für den späteren Angriff auf das Polizeirevier. Es vergehen über vierzig Minuten, in denen die handelnden Personen eingeführt und auf der Wache zueinander gebracht werden. Vierzig Minuten, in denen drei Handlungsstränge zusammengeführt werden müssen, neun Menschen sterben werden und die Bedrohung durch die Gang langsam aufgebaut wird. Eine Bedrohung, die sich den ganze Film über hält.

    Das Cruisen der vier Gangführer durch den verlassenen Vorort unterlegt Carpenter mit einem wirkungsvollen, düsteren elektronischen Score-Motiv. Abgesehen von den vier Bandenchefs, die anfangs blutige Rache schwören, sind alle Gangmitglieder anonymisiert und sprechen während des ganzen Angriffs kein Wort. Dies ist die eine Parallele zu Romeros Night of the Living Dead. Sie betrifft die Seite der anonymen, todesverachtenden Angreifer. Die andere Parallele betrifft die Seite der Verteidiger. Wie bei Romero ist der Held kein Weißer, sondern Schwarzer. Eine bunt zusammengewürfelte Truppe muss sich arrangieren und verteidigen. Die Wache wird zum closed space, der belagert wird. Auch hier kommt es zu Konflikten – die freilich weniger ausgeprägt sind als in Night of the Living Dead – und die Charaktere sind in Ansätzen typisiert: der Stoische, der Abergläubische, die Hysterikerin, die Gewandte. Auch bei Howard Hawks schaute sich Carpenter das ein oder andere ab. So ist die Szene, in der Bishop Wilson eine Pump-Gun zuwirft, eine eins zu eins Kopie aus Rio Bravo. Neben namentlichen Referenzen ist auch die Grundkonstellation von Belagerten und Belagernden typisch Western.

    Der sehr gute Cast dieser Low Budget Produktion, allen voran Austin Stoker, Dawin Joston und Laurie Zimmer macht zusammen mit der guten Regie- und Kameraarbeit kleinere Plotholes und unstimmige Verhaltensweisen weg. Die wenigen, wiederkehrenden Score-Themen transportieren die jeweilige Stimmung intensiv und effektiv. Selbst bei ausschließlich akustischer Wahrnehmung erschließen sich durch den Soundtrack Stimmung und Art des kommenden Geschehens.

    Assault ist ein Meilenstein des Thriller-Genres, ein früher Carpenter, der auch heute noch bestens unterhält, für Spannung und fröhliches Filmgeschichteraten sorgt.
  • Wertu
  • Story
    4,5
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Student Slasher

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