Jenseits

  • Informationen zum Film
  • Jenseits

  • Originaltitel:
    Jenseits
    Genre:
    Romanze, Fantasy, Mystery
    Produktionsland:
    Österreich
    Produktionsjahr:
    2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Stefan Müller
    Drehbuch:
    Wolfgang Lukas
    Musik:
    Matthias Erb
    Darsteller:
    Andreas Vitásek, Reinhard Nowak, Andy Posner, Philipp Hezoucky, Christine Artner, Matthias Hoffmann, Benjamin Plautz, Katharina Vana, Stefanie Kammerhofer, Monika Liska, Stefan Müller, Andrea Tatschl, Anna Zissler, Christian Linzbichler, Leopold F.J. Keber, Carola Pojer, Agnes Julia Redl, Thomas Stipsits, Roland Augustin, Sandra Derler, Antonia Fabian, Michael Heidenkummer, Stefanie Kaan, Robert Niessner, Bernadette Pachmajer, Heinz Reicher, Kathrin Schneidhofer
  • Inhalt
  • Thomas führt ein ereignisloses Leben als er eines Tages in einer Videothek die Frau seiner Träume trifft. Tagein tagaus fristet er als Programmierer sein frustriertes normales Leben. Seine Kollegen um ihn begegnet er mit Toleranz, jedoch von Sympathie könnte er nicht sprechen. Also entleiht er eines Abends nach dem selben Trott wie jeden Tag, einen Film. Tamara ist ihr Name und hatte die Absicht genau die selbe DVD ( Legende ) zu borgen. Eine Begegnung aus der Sympathie geboren, erfährt Zuneigung. Als sich Beide verlieben und ihre erste gemeinsame Nacht verbringen, fängt für Thomas ein neues Leben an. Sein Schicksal indessen hatte übles vor, denn genau nach jener Nacht, widerfährt ihm ein furchtbarer Unfall und Thomas verfällt ins Koma. Nachdem er sich einigermaßen erholt hat und erwacht, ist seine Tamara verschwunden. Nichts führt darauf zurück das es Sie jemals gab; das Tamara tatsächlich existierte. Keiner seiner Freunde hatte diese Freundin je gesehen und alle, ausgenommen Thomas, sind sich sicher. Tamara gibt es nicht. Thomas ist auf sich allein gestellt und begibt sich auf die Suche nach seiner Liebe. Er taucht in eine surreale Welt ein und begibt sich auf einen unwirklichen Pfad. Immer mehr stellt er fest das ein uraltes Manifest über seinen Dingen wacht und er zusehends die Herrschaft seines Handelns verliert...
  • Filmkritik
  • Verein LOOM nennt sich eine Bande junger Grazer Filmemacher, die voller Ambitionen, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Das Verwirklichen großer Projekte, Filme in Abendspiellänge. In einem Zeitraum von 13 Monate nützten sie jede freie Minute um ihr Konzept zu realisieren. Sie stellten sich jeder Schwierigkeit und schafften mit ungeheurer Motivation das scheinbar unmögliche. JENSEITS nennt sich ihr, nach LEGENDE, zweites Baby; ihr Endprodukt. Betitelt als Mystery Thriller ist Jenseits im Grunde ein Drama um Leben und der Liebe. Getrieben vom Willen das Lebensgefühl so zu gestalten das es für sich selbst lebbar wird. Eine Parabel über das perfekte Bestehen zu führen, sogar über den Tod hinaus. Wolfgang Lukas der Autor, drang mit seinem Werk in die Tiefgründe des Daseins, und kreierte mit einer dazugehörende Sagenwelt eine tiefgründige Geschichte, die sich erst im Fortlauf zum Übersinnlichen entwickelt. Seine Erzählweise ist nicht einfach strukturiert, seine Geschichten ergeben erst am Ende Sinn. Dennoch bewahrt seine Idee dem “ Leser “ immer das Reizvolle und Interessante. Selten erhebt ein österreichischer Film den Status eines anspruchsvollen Filmes. Jenseits schafft dieses Ergebnis dank der Federführung von Hrn. Lukas und dessen kreativen Vorstellungen.

    Für die filmische Umsetzung zeigt Regisseur Stefan Müller verantwortlich. Diese Publikation glaubwürdig in eine Ultra Low Budget Produktion zu setzen, offenbart sich als ungeheures Problem. Das Endergebnis ist unter diesen Voraussetzungen beachtlich obwohl die Schwächen des Inszenators, speziell bei Dialogszenen, klar ersichtlich sind. Jedoch handelt es sich hier nicht um einen Altmeister der Filmszene, sondern vielmehr um einen Neuling in dieser Sparte. Seine Ansprüche in weiterer Zukunft zu steigern, kann und darf nur seine Prämisse sein. Kreative Ideen und sein Enthusiasmus werden auch hier erkannt und honoriert. Gelungen auch die wirklich innovativen Endcredits. Der erst 21 Jährige Regisseur betritt mit Jenseits absolutes Neuland und er meistert seine Feuertaufe mit Bravour.

    Die Besetzungsliste wird unter anderem auch mit bekannten Namen verziert. Da für diversen Gagen keinerlei Geld zur Verfügung stand, ist die Tatsache um so erstaunlicher, das Andreas Vitasek, Reinhard Nowak und Thomas Stipsitz für dieses Projekt ihre Zusage gaben. Diese Ambition, die all die Verantwortlichen zeigen, muss wohl auch auf die Prominenz übergegangen sein. Zwar werden sie für kleinere Nebenrollen verwendet, jedoch sind Diese nahtlos in Szene gesetzt. Die eigentlichen Hauptdarsteller von Jenseits spielen Philipp Hezoucky als Thomas, Christine Artner als Tamara und Matthias Hoffmann. Obwohl sie diverse Bühnenerfahrungen besitzen, sind ihre Erfahrungen in Sachen Spielfilm begrenzt, ihr Engagement dennoch erkennbar. Insgesamt muss der gesamten Crew Achtung gezollt werden. Mit Jenseits wurde ein Film geboren der im kleinen Lande Österreich höchst ungewöhnlich ist.

    Der größte Respekt aber gebührt dem Schweizer Komponisten Matthias Erb. Seine orchestralen Musikstücke bräuchten keine Vergleiche mit Hollywoods großen Söhne, John Williams, Bill Conti, James Newton Howard und ähnliche Kaliber, zu scheuen. Seine musikalischen Untermalungen würden jeder Zeit in einem Oscar Film passen und Diesen auch tragen ! Gekonnt setzt er seine melodiösen Duftmarken stilsicher ein, mal gefühlsbetont, mal energisch. Eine “ Ohrenweide “ der besonderen Art.


    Fazit:

    120 Minuten außergewöhnliches Kino mit stellenweise hohen Anspruch. Schwächen sind wegen der geringen Budgetierung zu ignorieren. JENSEITS beweist das unser Film nicht tot zu bekommen ist und unsere jungen Talente sehr wohl Talent besitzen. Eine gekaufte Eintrittskarte unterstützt unsere filmische Kinozukunft ! Also reingehen und Förderungsgeld in Form einer Eintrittskarte bezahlen.
  • Wertu
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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