Der Tiger und der Schnee

  • Informationen zum Film
  • Der Tiger und der Schnee

  • Originaltitel:
    La tigre e la neve
    Genre:
    Komödie, Romanze, Drama, Krieg
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Deutschland:
    30.03.2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Roberto Benigni
    Drehbuch:
    Vincenzo Cerami, Roberto Benigni
    Musik:
    Tom Waits, Nicola Piovani
    Darsteller:
    Israel Aduramo, Francesco De Vito, Emilia Fox, Roberto Benigni, Jean Reno, Nicoletta Braschi, Giuseppe Battiston, Andrea Renzi, David Birkin, Steven Beckingham, Alexis Conran, Abdelhafid Metalsi, Donato Castellaneta, Gianfranco Varetto, Lucia Poli, Chiara Pirri, Anna Pirri, Amid Farid, Mohmed Hedi Bahri, Franco Barbero, Mohamed Malek Bchatnia, Ahmed Ben Massoud, Jorge Luis Borges, Spartaco Calanchini, Simone Carella, Francesca Cutolo, Wahjda Dridi, Stefania Frangipani, Simone Gandolfo, Tom Waits
  • Inhalt
  • Attilio de Giovanni ist Dichter und unterrichtet an einer Universität in Rom. Das Leben und die gesamte Liebe widmet er seiner Madonna, einer wunderschönen Fremden. Vittoria, so ihr Name, verschmäht diese Zuneigung immer wieder auf das Neue. Obwohl Vittoria auch durch seine Träume wandert, versichert sie Attilio das ihr nur wahre Liebe widerfährt wenn ihr in Rom ein Tiger im Schnee begegnet. Als der traurige Dichter der Liebe ein Ende setzt, erfährt er, das Vittoria auf einer Reise im Irak einem Selbstmordanschlag zum Opfer fiel und nun todkrank in einem brüchigen Krankenhaus irgendwo im Kriegsgebiet von Bagdad liegt. Ohne einen Gedanken zu verschwenden nimmt Attilio das nächste Flugzeug um in die Nähe seiner “ geträumten “ Geliebten zu kommen. Eine Reise nach Sehnsucht, Hoffnung und Bangen beginnt.
  • Filmkritik
  • Roberto Benigni ist ein Talent der eine besondere Gabe besitzt. Er versteht es wie kein Anderer sein Publikum zum Weinen und gleichzeitig zum Lachen zu bringen. In der traurigsten Situation wandelt der Schauspieler seine Posen und seine Mimik so gekonnt um das der Betrachter nicht um ein Lächeln mit Träne im Auge herum kommt. Genau so schafft er eine groteske Konstellation innerhalb einer Sekunde in ein herzzerreißendes Drama zu verwandeln. Roberto Begnini ist ein Talent mit einer besonderen Gabe, direkt aus dem Herzen.

    Der Tiger und der Schnee ist Benigni`s neunte Regiearbeit. Vergessen sei die verunglückte Version des Pinocchio. Dieser Film lehnt sich stilistisch wieder an seine wahren Stärken an die sich in La Vita e Bella hervor heben. Ähnlich dem Oscargekrönten Film “ Life is Beautiful “, so der englische Originaltitel, bietet sein neuestes Werk eine erst umschwänglich leichte Liebesromanze. Mit weiterer Fortdauer wird dieses “ Unbeschwerte “ immer ernster und nimmt allmählich eine dramatische Wende. Nicht das Krisengebiet und nicht das Land, es würde genug Stoff für ein weiteres ernstes Thema bieten, ist der Grund für die aufkommenden Schwere. Nein, es ist das Leid des Protagonisten. Und mit genau der selben unglaublichen Energie entstand “ Der Tiger und der Schnee “. Roberto Benigni zeichnet hier als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller verantwortlich. Bagdad bietet nur die Kulisse im Hintergrund. Seine Bomben erleben wir nur am Rande, seine Ruinen nur als Schauplatz. Die Blitze der Raketen könnten genau so gut Sternschnuppen am Horizont sein, der Zuschauer nimmt den Krieg nur peripher wahr. Im Hauptinteresse steht immer die unmenschliche Liebe des Attilio de Giovanni. Der Tiger und der Schnee bietet nur in zweiter Weise einen Anti - Kriegs Film, vordergründig ist dieses Werk ein Liebesdrama. Wahrlich wieder eine Oscarreife Leistung des Roberto Benigni. Seine Performance scheint für gewisse Allergiker als “ to much “, jedoch für Liebhaber seines Meisterwerks “ Das Leben ist schön “ eine unbedingte Empfehlung !

    Großartig zum schauspielerischen Können des Herrn Benigni bietet auch das restliche Ensemble Höchstleistungen auf. Vittoria, gespielt von Nicoletta Braschi, glänzt im Hintergrund. Ihre Leistung bietet Bescheidenheit und ihr Können strahlt im Lichte hinter dem Großmeister. Auch im wahren Leben sind die Beiden ein unzertrennliches Ehepaar. Jean Reno verkörpert Fuad, einen Poeten aus Irak. Seine Darbietung weist sich als jederzeit Glaubwürdig und Professionell aus. Als weiterer Höhepunkt dient der extra für den Film neu komponierte Song “ You can never hold back spring “ von Altmeister Tom Waits. Ein großartiges Stück Musikgeschichte verpackt in einem wahrlich großartigen Film. Als einzig kleines Manko wäre das Drehbuch anzusehen das ab und an mal etwas unrund läuft. Dieser Abstrich ist bei diesem Gesamtpaket absolut zu verzeihen.

    Fazit:

    Ein Film mit Gefühl, Liebe und vielleicht dieser Botschaft: Make Love Not War !!!
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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