Transamerica

  • Informationen zum Film
  • Transamerica

  • Originaltitel:
    Transamerica
    Genre:
    Komödie, Drama, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    16.03.2006
    Kinostart Deutschland:
    16.03.2006
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Duncan Tucker
    Drehbuch:
    Duncan Tucker
    Musik:
    David Mansfield
    Darsteller:
    Carrie Preston, Kevin Zegers, Burt Young, Graham Greene, Elizabeth Peña, Forrie J. Smith, Felicity Huffman, Paul Borghese, Raynor Scheine, Grant Monohon, Fionnula Flanagan, Andrea James, Danny Burstein, Maurice Orozco, Craig Bockhorn, Jon Budinoff, Venida Evans, Kate Bayley, Stella Maeve, Teala Dunn, Jim Frangione, Bianca Leigh, Kelly O'Donnell, Calpernia Addams, Sandi Alexander, Melissa Sklarz, Felicia Kittles, David Harrison, Lynn Laurino, Elayne Stein
  • Inhalt
  • Stanley steht seiner größten Herausforderung bevor. Einer Operation, die ihn unweigerlich zur Frau macht. Aus Stanley soll Bree werden. Das Geld für diesen Einschnitt hat er sich mit kleinen Jobs erarbeitet. Ausgerechnet jetzt erhält Bree einen Anruf aus dem Gefängnis. Stanley soll einen Sohn sein Eigen nennen, der wegen Stricherei hinter Gitter sitzt, und nur mit Kaution wieder auf freien Fuß darf. Brees Therapeutin macht ihr einen Vorschlag. Trifft sie sich mit ihrem Sohn stimmt die Psychologin der Operation zu. Mit ihren gesparten Geld kauft sie ein heruntergekommenes Auto und macht sich auf um den Jungen zu besuchen. Ihn kennen gelernt beschließt sie, ihren Sohn nach Hause zu seinen Stiefvater zu bringen. Dieses Vorhaben scheitert, denn Bree erfährt das sein Stiefvater ihn als Kind missbraucht und misshandelt hatte. So beschließen die Beiden zu Stanleys Familie zu fahren. Schließlich soll auch wieder das Geld für die Operation, die sie für den Wagen und die Reise ausgegeben hat, herbei geschafft werden. Brees Geheimnis steht auf dem Spiel denn ihr Sohn weiß bis jetzt noch nicht das Bree, Stanley sein Vater ist.
  • Filmkritik
  • Transamerica beweist sich als feinfühliger kleiner Film der gekonnt die Dramaturgie mit einem gewissen Charme und der daraus entstehenden Komik vermengt. Er versucht es mit der Aussage das man auch ein ernstes Thema mit einer Portion Humor begegnen kann. Pointiert witzig aber niemals unter der Gürtellinie präsentiert der ausführende Produzent und Gatte der Hauptdarstellerin, William H. Macy eine Welt, die für Stanley den Transsexuellen nicht erschaffen wurde. Schon die Frage ob er glücklich sei, scheint eine Unlösbare zu sein. Ein zögerliches Ja, Nein, Ich werde es, kommt von seinen Lippen. Stanley möchte eine Frau werden, eine kleinere mit größeren Brüsten und vor allem; keinen Penis !

    Desperate Housewifes Star Felicity Huffman spielt Stanley / Bree den Transsexuellen ungemein einfühlsam. Keine großen Gebärden, keine immensen Gefühlsausbrüche. Stanley leidet still. Jede Mimik könnte seine wahre Identität verraten. Jedes Wort seiner tiefen Stimme wird sorgfältig gewählt. Er trägt weite Kleider um sein Gemächt zu verstecken. Die Hormonbehandlung trägt Früchte, denn seine Brüste wachsen. Er trägt hohe Schuhe um das Weibliche in ihm vorzukehren. Obwohl er lieber kleiner wäre. Jederzeit glaubhaft und rührend gespielt von einer großartigen Felicity Huffman.

    In manchen Szenen entsteht Transamerica zu einem exzessiven Drama. Aber genau in diesen Momenten versteht der Regisseur Duncan Tucker die Fahrt aufzunehmen und diese Trauer mit einer Brise Komik zu entgegnen. Angekommen bei Stanleys Verwandten nimmt der seriöse Klamauk die Oberhand und die gemäßigte Stimmung weicht einem Lächeln. Die nicht immer symphatischen Hauptdarsteller wachsen mit Vordauer des Films und daraus entsteht ein bleibender Eindruck, der bis zu den Endcredits und den Oscarnominierten Song “ Travelin` Thru “, geschrieben und gesungen von Dolly Parton, anhält. Den Oscar für die beste weibliche Hauptrolle hat die nominierte Felicity Huffman eventuell nur deshalb nicht gewonnen, weil sie nicht im besseren Film mitwirkt. Den direkten Vergleich als Schauspielerin mit der prämierten Reese Witherspoon hätte sie knapp gewonnen.

    TRANSAMERICA wird trotz des schweren Themas einfach erzählt. Die Komponenten Drama und der skurrilen Komik halten sich die Waage. Daraus wird dieser Film einfach und für den Zuseher leicht verdaulich präsentiert. Eine im ganzen geglückte Aufführung mit leichten Schwächen, speziell im Mittelteil. Ein untypischer amerikanischer Film, der Hollywoods Bosse, einen Schlag ins Gesicht versetzt. Denn die müssten letztendlich erkennen, das es zu großartigen Filme keine Millionen zur Finanzierung braucht.
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

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