Zwischen den 40er und 90er Jahren fanden in der Wüste Testversuche mit atomaren Waffen statt. In jenem Testgelände gibt es “ Überlebende “, die fort an in ihrer Rasse mutieren und schwerste Folgeschäden aufweisen. Sie ernähren sich von allem, das sie jagen können. Menschen, Hunde, Katzen, Vögel. Sie sind Fleischfresser.
Eine Großfamilie, die Carters und Bukowskis, fahren samt Wohnanhänger in Richtung Kalifornien und füllen ihre Karre an der letzten Tankstelle vor der Wüste. Bob Carter, genannt Big Daddy, erfährt von einer Abkürzung, die sie ihrem Ziel ein paar Stunden näher bringen soll. Diese Chance will genützt werden. Big Daddy und seine Sippschaft biegt auf eine Nebenfahrbahn ein und wissen nicht das sie von den Hügel der blutigen Augen beobachtet werden. Eine unerwartete Autopanne verhindert ein Weiterkommen in der brennenden Hitze Nevadas. Noch vermuten sie das dieser Zwischenfall zufällig entstand und keiner von ihnen ahnt das er sich bereits in tödlicher Gefahr befindet. Wird Bob Carter, ein überzeugter Republikaner und Waffennarr, seine Familie beschützen können. Die Aussichten sind gering...
The Hills Have Eyes, das Remake, versteht sich als Hommage an den legendären Kultklassiker “ Texas Chain Saw Massacre “. Schon die Credits zu Beginn weisen wegen den verstörenden Bildern und den destruktiven Klängen darauf hin. Nur, statt diverser Gebeine werden Anomalien einiger Embryos und grauenhaft echt aussehende mutierte Neugeborene gezeigt. Auch die intensiven, eindringlichen Gewaltszenen und das unwirkliche Flair unterstützen diesen Eindruck. Horrorkenner werden auch die an Haken hängender Körperteile und jene Tiefkühltruhe im Film richtig deuten können. Dazu kommt das Regisseur Alexandre Aja auf gelbe und braune Töne setzt, die sehr an die Stilmittel der 70er Jahre erinnert. Genau jene Zeit als “ Texas Chain Saw Massacre “ und Wes Cravens “ Hügel der blutigen Augen “, so der deutsche Titel, entstand.
Visuell verführt “ The Hills Have Eyes ( Remake ) “ in all diese Welt, die Wes Craven bereits in seinem Original anbietet. Die Missgestalten, durch Atomtests zu rasenden Menschenfresser mutiert, schlachten alles was in ihre versuchte Gegend kommt. Im Gegensatz zur 1977er Version ist das atmosphärische Wirken wesentlich besser gelungen. Inmitten ins Nirgendwo versetzt fühlt sich der Zuseher klaustrophobisch eingeengt. Weder für die Betrachter noch für die widerspenstigen Opfer gibt es kein Entrinnen. That`s Fun ! Spannung pur mit teils derben Gewaltszenen vermischt, erhält der Horrorfan exakt, auf das er mitunter schon lange warten musste. Wieder einen geschickt inszenierten Gorefilm zu sehen, der möglicher Weise in 25 Jahren ebenfalls zu den Klassikern seiner Zeit gehören könnte.
Besonders pikant sei nur diese Szene verraten in dem im Hintergrund ein mutierter “ Elefantenmensch “ die amerikanische Hymne singt, während die Kamera im Vordergrund ein Opfer zeigt, in dessen Kopf eine Stange steckt an dem die amerikanische Flagge hängt. Und genau solche Szenen werden, auch wenn es “ High Tension “ Regisseur Alexandre Aja weit weniger politisch sieht, zum hoch brisanten Thema. Die “ Was haben wir in der Vergangenheit alles falsch gemacht “ Filme erweisen sich in den letzten Monaten immer größerer Beliebtheit. The Hills Have Eyes bietet ein Motiv das über 30 Jahren zeitgemäß und noch immer aktuell ist.
Fazit:
Insgesamt erweist sich “ The Hills Have Eyes (2006) “ als konsequenter Streifen seiner Zunft. Und von meiner subjektiven Einstellung auch als wesentlich besser als das Craven Werk. Gesehen und bewertet in der NC - 17 Originalfassung.
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