Syriana

  • Informationen zum Film
  • Syriana

  • Originaltitel:
    Syriana
    Genre:
    Drama, Thriller
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    24.02.2006
    Kinostart Deutschland:
    23.02.2006
    Kinostart USA:
    09.12.2005
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Stephen Gaghan
    Drehbuch:
    Robert Baer, Stephen Gaghan
    Musik:
    Alexandre Desplat
    Darsteller:
    Thomas McCarthy, Roger Yuan, Ozzie Yue, Amanda Peet, Jeffrey Wright, Matt Damon, Christopher Plummer, Peter Gerety, Nicky Henson, Chris Cooper, George Clooney, Jamey Sheridan, Alexander Siddig, Nadim Sawalha, Kayvan Novak, Amr Waked, Robert Foxworth, Nicholas Art, Steven Hinkle, Daisy Tormé, Richard Lintern, Jocelyn Quivrin, Mazhar Munir, Shahid Ahmed, Bikram Singh Bhamra, Jayne Atkinson, Randall Boffman, Tony French, Max Minghella, Katie Foster
  • Inhalt
  • Der Film thematisiert die systematische Korruption im großen Öl-Business. Im Schatten der Fusion zweier Großkonzerne agieren CIA-Agenten, Finanzberater und Firmenbosse um ihre Interessen in den erdölfördernden Ländern zu wahren...
  • Filmkritik
  • SYRIANA steckt so randvoll mit guten Intentionen, dass man fast geneigt sein könnte die bis vor ein paar Jahren noch immanente Unfähigkeit zur Selbstkritik und die Scheu vor kontroversen Inhalten im Hollywood Mainstream schwinden zu sehen und den Film lediglich aufgrund seines brisanten Themas hochzujubeln. Diese Herangehensweise ließe jedoch einen durchaus wesentlichen Faktor außer Acht: SYRIANA ist prätentiös, tödlich langweilig und darüber hinaus fürchterlich schlecht inszeniert!

    Der erste Akt ist hauptsächlich mit der Einführung der unzähligen Figuren überfrachtet, wobei sich der Film offenbar einen Sport daraus macht jede neue Szene in einem anderen Land spielen zu lassen um dem Zuseher seine Globalität unmissverständlich auf's Auge zu drücken. Bei so vielen Figuren bleibt dem Drehbuch, trotz seiner fast schon penetranten Geschwätzigkeit, kaum Zeit den Charakteren etwas Background zu verleihen. Typische charakterbildende Szenen wirken deshalb losgelöst vom Rest der Handlung und strapazieren lediglich die Geduld jener Zuseher, die erwarten, dass der Film endlich zum Thema kommt. Im zweiten Akt wähnt man sich dann endlich in so etwas Ähnlichem wie einer Erzählhandlung, die sich aber durch völlig konfuse Schnitte, unangenehm auffallende Kontinuitätsprobleme und kratergroße Plotholes selbst demontiert. Das Szenario wird noch dazu von einer Regie- und Montagetechnik "unterstützt", die es sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, systematisch jedwede Spannung aus dem Film zu tilgen und statt dessen unbeholfen langwierige Szenen von Besprechungen und Meetings aneinanderreiht. Als Thriller ist SYRIANA daher hochgradig inadäquat, als Drama wird er ein Opfer seiner oberflächlich gezeichneten Figuren.

    Die Regie von Stephen Gaghan ist eine unoriginelle 1:1 Kopie des Steven Soderbergh (TRAFFIC) Stils, der in den End Credits als ausführender Produzent gelistet wird. Hier kann es sich wohl nur um einen Irrtum handeln, SYRIANA ist stilistisch ganz augenscheinlich ein Steven Soderbergh Film ohne wenn und aber. Es gibt nur wenige Regisseure, die ihre Schnitte so anwenden, dass Spannungen unterbrochen, Zusammenhänge ausgehebelt und Kontinuitäten abgewürgt werden. Soderbergh ist ein wahrer Meister darin, seinen Stil auf augenscheinlichen Unzulänglichkeiten aufzubauen und hat mit Stephen Gaghan seinen wohl gelehrigsten Schüler gefunden. Sogar die spärlich eingesetzte Filmmusik, die leise aus der Distanz über die Szenen plätschert, zielt exakt in diese Richtung. Aber wenigstens ist George Clooney um Schadensbegrenzung bemüht und bietet eine durchwegs sehenswerte Performance, obwohl seine Interpretation des etwas tapsigen CIA-Agenten oftmals die Frage aufwirft, ob seine Figur wirklich die richtige Jobwahl getroffen hat.

    Fazit: SYRIANA ist nach Meirelles' THE CONSTANT GARDENER, Clooney's GOOD NIGHT, AND GOOD LUCK und Niccol's LORD OF WAR eine weitere Gelegenheit zur kritischen Auseinandersetzung mit den Schattenseiten von Amerikas Selbstbild. Allein diese Tatsache macht SYRIANA aber noch lange nicht zu einem guten Film...
  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    1,0
    Unterhaltung:
    0,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    0,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    eXistenZ

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