Produzentin Debra Hill und John Carpenter galten in den 80er nicht nur privat als unschlagbares Team. Für das Original aus dem Jahre 1980 zeichneten allein sie verantwortlich. The Fog wurde zu einem Meilenstein der Filmgeschichte dieses Genres. Spannung und Flair zogen den Besucher förmlich in seinem Bann. Obwohl The Fog mit einem geringen Budget auskam, gelang es den Beiden etwas zu schaffen das in der Erinnerung der Filmliebhaber für ewig haften bleibt.
25 Jahre später versucht sich der Stigmata Regisseur Rupert Wainwright an diesen Stoff. Aus Antonio Bay wurde Antonio Island; und das gesamte Cast um durchschnittlich 10 Jahre jünger besetzt um das niveaulose amerikanische Popcorn Publikum zu begeistern. Entgegengesetzt die Stilrichtung. Statt lange intensiv spannende Szenen das die Originalfassung häufig zu bieten hatte werden Einstellungen und Cuts so schnell gesetzt das das MTV gewöhnte Publikum nicht ihren Rhythmus verliert. Das geht zwar auf Kosten der Spannung, jedoch scheint das den Verantwortlichen kaum zu kümmern. John Carpenter fungierte in diesem Remake als Berater. In einem Interview bestätigte er, seine Aufgabe beschränke sich auf “ ein paar Mal am Set zu erscheinen “. Das war sicherlich viel zu wenig um dieser Neuauflage jegliche Klasse zu verleihen. The Flog ( 2005 ) wirkt ruppig, schlampig und in keiner Weise reizvoll. Ein paar nette Einstellungen können bei weitem nicht über dieses Gesamtdilemma hinwegtäuschen. Rupert Wainwright steuert mit seiner Besatzung in den hoffnungslosen Untergang. Er erleidet Schiffbruch und es bleibt zu hoffen das sich 100 Jahre später keiner dafür rächen wird.
Schon das gesamte Cast lief unrühmlich. Adrienne Barbeau, die im Klassiker der Rolle als Radiomoderatorin Steve Wayne einen gewissen erotischen Touch verlieh, wurde von Selma Blair ersetzt. Diese jedoch würde stimmlich besser in einen Hardcore Porno passen. Smallville Star Tom Welling als Tom Atkins Ersatz komm in kleinster Weise an seinen Vorgänger heran. Er besitzt keine Ausstrahlung und noch weniger Schauspielkunst. Einzig, Maggie Grace ist süß anzusehen, jedoch reicht das alleine kaum um die “ Scream Queen “ Jamie Lee Curtis von ihrem Thron zu stoßen. Insgesamt ist diese Besetzung eine Hinrichtung und dem Niedergang geweiht.
Der meist computeranimierte Nebel wirkt teilweise unscharf und unecht. Die Ausleuchtung passt sich dem Gesamten an und wirkt ungenau. Viel zu schnell geschnittene dunkle Szenen ergeben eine filmische Katastrophe und verpassen den Film seine unrühmliche Note. The Fog ( 2005 ) ist ein völlig misslungenes und deshalb auch sinnloses Werk. Es wurde alles was man falsch machen kann, falsch gemacht. Nur selten können Remakes mit seinen Vorgängern einigermaßen mithalten. Dieses ist meilenweit davon entfernt ! Schade das die mittlerweile an Krebs verstorbene Produzentin Debra Hill diesen Film als Letzten zu Buche führt...
Fazit:
Um sich Zeit und Ärger zu ersparen sei an dieser Stelle erwähnt diesem Film THE FOG ( 2005 ) weiträumig auszuweichen und das Eintrittsgeld für einen anderen Film auszugeben !!!
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