Woodoo, Schreckensinsel der Zombies

  • Informationen zum Film
  • Woodoo, Schreckensinsel der Zombies

  • Originaltitel:
    Zombi
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1979
    Kinostart Deutschland:
    23.11.1979
    Kinostart USA:
    18.07.1980
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Lucio Fulci
    Drehbuch:
    Lucio Fulci, Dardano Sacchetti, Elisa Briganti
    Musik:
    Maurizio Guarini, Fabio Frizzi, Giorgio Cascio, Adriano Giordanella
    Darsteller:
    Franco Fantasia, Richard Johnson, Tisa Farrow, Susan Spafford, Edward Mannix, Al Cliver, Ian McCulloch, Dakar, Omero Capanna, Olga Karlatos, Roberto Dell'Acqua, Ottaviano Dell'Acqua, Stefania D'Amario, Ugo Bologna, Alberto Dell'Acqua, James Sampson, Auretta Gay, Nick Alexander, Ramón Bravo, Giannetto De Rossi, Arnaldo Dell'Acqua, Leo Gavero, Captain Haggerty, Romanokids, Leslie Thomas, Lucio Fulci
  • Inhalt
  • Eine führerlos vor der Küste von New York treibende Segelyacht wird von der ansässigen Küstenwache geentert. Dabei wird ein Mitglied der Einsatzkräfte von einem verwesten Körper angegriffen, der angeschossen und schließlich über Bord geworfen wird. Der Journalist Peter West bekommt Wind von diesen Ereignissen und begibt sich mit der Tochter des Yachtbesitzers, Anne Bowles, auf die Karibik Insel Matul, nachdem ein Brief von Annes Vater die beiden auf diese Spur führt. Nach der Ankunft auf der Insel werden sie Zeuge unglaublicher Vorkommnisse, es scheint als würden die Toten aus ihren Gräbern steigen…
  • Filmkritik
  • Grundsätzlich haftet den (Zombie-)Filmen von Lucio Fulci oft der Ruf an, dass es sich um Trash-Filme handelt, die abgesehen von amateurhaften Darstellern und schundiger Story nur mit blutigen Effekten schockieren. Diese Meinung kann ich nicht vollends teilen, obwohl diese Beschreibung für 'Woodoo' vielleicht am ehesten zutrifft.

    Die Story ist erwartungsgemäß eher dünn, was für mich genrebedingt jedoch keinen negativen Kritikpunkt darstellt. Anders als im rätselhaften und weitgehend unerklärten Auftreten der Romero-Zombies ist der Grund für die Auferstehung der Untoten von Fulci (intelligenterweise) schon im deutschen Titel begründet: „Woodoo“ bzw. ein Fluch von Inseleingeborenen. Die Plage beginnt auf einer kleinen Karibikinsel und breitet sich rasant aus...

    Die schauspielerische Leistung der Hauptakteure hebt sich vom amateurhaften ab, kann (großteils) als professionell bezeichnet werden und ist für den gebotenen Stoff durchaus zweckmäßig. Viel wichtiger ist jedoch die thematikgerechte Inszenierung, wozu der Aufbau eines Spannungsbogens, gut plazierte und effektive Schockeffekte und eine apokalyptische Atmosphäre zählen. Diese für einen Zombiefilm notwendigen Kriterien sind meiner Meinung nach in 'Woodoo' enthalten. Mit dem Aufbau eines Spannungsbogens ist hierbei nicht unbedingt eine nervenaufreibende und rasante Erzählweise gemeint, was ja auch bei anderen Genrevertretern wie 'Dawn Of The Dead' nicht geboten wird. Vielmehr baut sich mit fortschreitender Spielzeit langsam ein immer bedrohlicheres Szenario auf, was schließlich in einem sehr effektiven und apocalyptischen Ende gipfelt.

    Eine gewisse Sonderstellung ist auch in der Kulisse des Films zu sehen, da die Handlung zumeist auf einer karibischen Insel spielt und in gewissen Momenten ein für einen Horrorfilm untypisches Insel-Flair aufkommt. Ob Fulci ein ähnliches, durch einen begrenzten räumlichen Schauplatz atmosphärisch dichtes Szenario wie in 'Dawn Of The Dead' schaffen wollte und er den Schauplatz anstelle eines von der Außenwelt abgschotteten Kaufhauses einfach auf eine Insel verlegt hat, liegt im Bereich des Möglichen :D. Klar ist jedoch, dass eine Hintergründigkeit und Gesellschaftskritik des für mich unumstrittenen Genre-Meisterwerks 'Dawn Of The Dead' nicht erreicht wird und auch nicht beabsichtigt ist. Der Film ist als Unterhaltung zu sehen und diese wird nicht zuletzt durch die gut gemachten und blutigen Effekte geboten. Schon die 'Zombie-Hai'- Szene im ersten Drittel des Films ist sehr gut gemacht und stellt ein Novum dar. Als Beispiel für die wirklich gelungenen und realistisch wirkenden Effekte sei auch die 'Holzsplitterszene' erwähnt. Es kann jedoch nicht verleugnet werden dass sich streckenweise, vor allem in der Mitte des Films, kurzfristig Langeweile breit macht.

    Die musikalische Untermalung ist ein wenig zwiegespalten. So finde ich den minimalistischen Titelscore genial und sehr atmosphärisch, jedoch ist die Musik in Form von Bongoklängen während des Filmes oftmals nicht unbedingt spannend und wenig einfallsreich. Zumindest aber wird das Inselflair somit aufrechterhalten.

    Fazit: Bei 'Woodoo' handelt es sich um einen souverän gemachten und unterhaltsamen Auftakt der Zombie-Reihe von Fulci, die jeder Horror und Splatter- Fan gesehen haben sollte. Leider sind diese Filme für mich auch schon der Höhepunkt des Schaffens von Lucio Fulci. Seine späteren Filme treffen meinen Geschmack kaum noch. 'Woodoo' fordert sicherlich nicht zu tiefergehenden Überlegungen auf und erzeugt auch keine Gänsehaut, sondern ist unterhaltsamer und goregeladener Action- Horror mit Anleihen des Abenteuerfilms. Aufgrund der für mich überraschend guten, apokalyptischen Atmosphäre und des zwar vorhersehbaren, aber sehr gut funktionierenden Endes gibt es aufzurundende 3,5 Punkte in der Gesamtwertung.
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    theSerj

Kommentare

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Userkritiken

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Lucio Fulci und seine alten Zombie-Klassiker. Wer kennt sie nicht, die untoten Gestalten die ausschau auf Menschenfleisch halten. Heute findet man sie ebenfalls noch sehr oft in Filmen vor, wie zum Beispiel "28 Days Later", im Remake von "Dawn of the Dead" oder Horrorkomödien wie "Shaun of the Dead". Man könnte fast sagen, das Zombiefieber hält schon über Jahrzente an. Und für mich einer der Gründer dafür: Lucio Fulci. Unter anderem auch mit seinem sehr gut inszenierten Film "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies".

Lucio Fulci's Kult-Streifen beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Von Anfang an wird der Zuseher mit einer tollen und dichten Atmosphäre bedrückt. Nach der Anfansszene, die für mich schon sehr kultig ist, versucht der Film Spannung aufzubauen und desweiteren geht der Regisseur näher auf die Darsteller ein.

Was mir persönlich bei dieser Zombie-Produktion aber am besten gefallen hat, dass er wie viele andere Filme dieses Genres (soweit man Zombiefilme als Genre bezeichnen kann) wirklich fast nie langweilig wird. Im Gegensatz zu "Die Geisterstadt der Zombies" hat dieser Film eigentlich nie einen Durchhänger und als Zuschauer wird man wirklich toll unterhalten.
Man sollte den Film jedoch nicht rein auf Splatterszenen reduzieren. Der Film ist als Gesamtes ein kleines Meisterwerkt für mich. Die kultig aussehenden Zombies mit deren legendären Bewegungen und Bewegunsabläufen, die tolle Musik die übrigens in eigentlich allen Fulci Filmen sehr viel zur Atmosphäe des Films beiträgt und schlußendlich doch die ein oder andere blutige, actionreiche Szene.

Natürlich, es ist nicht der beste Fulci. Was ich jedoch besonders erwähnenswert finde, ist die Darstellung der Zombies und deren Kostüme. Jeder Zombie sieht toll inszeniert aus. Es gibt keinen einheitlichen Stil und somit wirkt der Film sehr abwechslungs- bzw. einfallsreich.

Etwas neues bringt der Film den Zombie-Fans hingegen nicht. Alles wirkt vorhersebar, der Streifen enthält keine großen Überraschungen.
Von dem wird man aber sowieso ausgehen bevor man den Film sichtet. Der erfahrene Zombiefilm Fan wird sich hier auch mit Sichherheit nichts neu erfundenes erwarten.

Das Fazit von "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies" fällt sehr gut aus. Dichte Atmosphäre gepaart mit teilweise recht düsterer Stimmung und guten, überzeugenden Darstellern von Horror-Altmeister Fulci.
Auf jeden Fall ein Muss für Genrefans, aber auch andere Filmfreunde werden hiermit ganz bestimmt ihre Freude haben.

geschrieben am 24.07.2011 um 21:38

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ø Wertung: 7,9/10 | Wertungen: 14 | Kritiken: 1

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