Kill Bill: Vol. 2

  • Informationen zum Film
  • Kill Bill: Vol. 2

  • Originaltitel:
    Kill Bill: Vol. 2
    Genre:
    Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    23.04.2004
    Kinostart Deutschland:
    22.04.2004
    Kinostart USA:
    16.04.2004
  • Cast & Crew
  • Regie:
    David Carradine, Robert Rodriguez, Quentin Tarantino
    Drehbuch:
    Quentin Tarantino, Uma Thurman
    Musik:
    Robert Rodriguez
    Darsteller:
    Reda Beebe, Daryl Hannah, Uma Thurman, Lucy Liu, Sid Haig, Vivica A. Fox, Chia Hui Liu, Michael Madsen, Michael Parks, Bo Svenson, Jeannie Epper, Stephanie L. Moore, Shana Stein, Caitlin Keats, Christopher Allen Nelson, Samuel L. Jackson, Larry Bishop, Laura Cayouette, Clark Middleton, Claire Smithies, Perla Haney-Jardine, Helen Kim, Venessia Valentino, Thea Rose, William Paul Clark, Victoria Lucai, Stevo Polyi, Al Manuel Douglas, Jorge Silva, David Carradine
  • Inhalt
  • Nachdem es Der Braut (Uma Thurman) in Kill Bill vol.1 bereits gelang O-Ren Ishii aka Cottonmouth (Lucy Liu), Vernita Green aka Copperhead (Vivica A. Fox) aus der ehemaligen Killertruppe „Tödliche Viper“ auszuschalten, sind zur Vollendung ihres Rachefeldzuges noch Budd (Michael Madsen), Elle Driver aka California Mountain Snake (Daryl Hannah) und nicht zuletzt Bill (David Carradine) zu beseitigen. Klingt eigentlich nach einer konsequenten Fortführung des in Kill Bill vol.1 gebotenen Gemetzels. Eigentlich…
  • Filmkritik
  • War in KB vol.1 eindeutig die Darstellung von Kampszenen in den Mittelpunkt gerückt, überrascht KB vol.2 mit einer Abkehr in Richtung Storytelling und Dialogfilm. Kampfsequenzen werden zwar nicht völlig ausgeklammert, jedoch finden diese in weitaus kleinerem Rahmen statt als dies in KB vol. 1 der Fall war. Vielmehr treten in Rückblenden die Geschehnisse vor dem Massaker von El Pasò in den Vordergrund. Das Verhältnis der Braut zu Bill, der im ersten Teil völlig außer Acht gelassene Budd, die Motive von Elle Driver sind nicht länger Gegenstand von Mutmaßungen, sondern es werden die in KB vol.1 offen gebliebenen Fragen beantwortet. Zwangsweise wird somit mehr kommuniziert als in KB vol.1, wobei dies bei Freunden des Schaffens von Quentin Tarantino für leuchtende Augen sorgen sollte. Niemand schreibt seinen Darstellern so coole Dialoge über die Nebensächlichkeiten des Lebens auf den Leib wie Tarantino. Man erinnere sich nur an die Diskussion über „Madonnas Big Dick“ in der Anfangssequenz in „Reservoir Dogs“ oder John Travoltas Ausführungen über den „Quarter Pounder“ in „Pulp Fiction“. Dies sind nur zwei Beispiele von vielen, weshalb auch an Kill Bill vol.2 in dieser Hinsicht hohe Erwartungen gestellt werden dürfen. Genau diese Zwiegespräche, können diese (meinerseits gestellten) Erwartungen leider nicht vollends erfüllen.

    Vor allem der Schlusskampf artet in ein eher mäßiges, verbales Duell zwischen der Braut und Bill aus, wobei die von Bill strapazierte Geschichte über seinen Lieblings-Superhelden zwar durchaus im Konnex zu der durch Comics angehauchten Story des Films steht, jedoch ihre Wirkung beim Betrachter ein wenig verfehlt. Dinge wie „an den Haaren herbeigezogen“, „sehr aufgesetzt“ oder „zu gezwungen“ gingen mir durch den Kopf. Auch die Macho-Art von Bill und das etwas apathische Spiel von Uma Thurman legten einen etwas faden Beigeschmack über die Schlusssequenz. Ich weiß, dies ist durchaus beabsichtigt, jedoch hätten diese Szenen ein wenig mehr „Biß“ benötigt.

    Es finden sich jedoch auch einige sehr gelungene Szenen im Film wieder. Amüsant ist vor allem das Zusammentreffen der Braut mit ihrem Lehrmeister Mei Pei, dessen beißender Sarkasmus für Lacher sorgt und die Story wohltuend auflockert. In gewohnter und bewährter Manier spielt Michael Madsen den zum Rausschmeißer in einer „Tittenbar„ heruntergekommenen Budd, ehemaliges Mitglied der „Tödliche Viper“- Vereinigung und Bruder von Bill. Auch Daryl Hannah spielt ihren Part als Elle Driver und Schoßkind von Bill mehr als sehenswert und liefert sich mit der Braut im Wohnwagen von Budd den sehenswertesten Schwertkampf des Films. Die beste schauspielerische Leistung liefert meiner Meinung nach Michael Parks, der mit seiner klischeehaften Verkörperung des texanischen Sheriffs in vol.1 bereits zum schmunzeln brachte, mit der Darstellung des Profi-Charmeurs und Bordellbesitzers Esteban Vihaio. So sollte ein Charakter in einem Tarantino-Film agieren!

    Ich komme jedoch nicht umhin zu sagen, dass ich leicht enttäuscht den Kinosaal verlassen musste. Der Überschuss an Action in vol.1 fehlt in vol.2 streckenweise einfach. Die Geschichte alleine kann aufgrund mangelnder Identifikationsmöglichkeiten für den Zuseher nicht über die gesamte Laufzeit fesseln. Wendungen im Handlungsverlauf gibt es keine, von Beginn an zeichnet sich das Ende ab, sodass die über 130 Minuten ziemlich lange werden. Ob das Ende nun enttäuschend oder besonders gelungen ist, liegt im Auge des Betrachters und ist für den Gesamteindruck des Films nicht entscheidend. Tempo, eines der Hauptattribute aus KB vol.1, fehlt in KB vol.2 fast völlig. Als Gesamtwerk betrachtet ist Kill Bill somit sehr untypisch strukturiert. Weite Teile aus KB vol.2 könnten als Lückenfüller zwischen den herausragenden Kampfsequenzen aus vol.1 dienen, und zwar im positiven Sinne um das Tempo herauszunehmen und den Zuseher durchschnaufen zu lassen. So drückt KB vol.1 fast ausschließlich dermaßen aufs Gas, dass der daraus erzielte Effekt nach einer Zeit verloren geht und es plätschert vol.2 gemächlich vor sich hin, überspitzt ausgedrückt.

    Kaum in Worte zu fassen, welch genialer Film entstanden wäre, hätte man nur einen Spielfilm in einer anderen Schnittfassung produziert. In dieser zweiteiligen Fassung ist das Pulver nach dem Finale von vol.1 verschossen und vol.2 will trotz einiger guter Ansätze nicht so richtig zünden. Ich hoffe auf eine leicht gekürzte Redux-Fassung !

    Sehr positiv sind, zusammenfassend für beide Kill Bill-Teile, die musikalische Untermalung und die Soundeffekte hervorzuheben. Die Schwertkampfaction wird durch authentische Klingengeräusche, die sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen, begleitet, ein witziger Synthie-Effekt begleitet Flashbacks der Braut, das sehr atmosphärische Hauptthema stimmt gut auf den Film ein und auch die zwischenzeitlich ertönenden Arrangements untermauern stets gekonnt die Stimmung.

    Fazit: Kill Bill vol.2 verzettelt sich zu sehr in der etwas bescheidenen Handlung und bietet zu wenig Action. Klingt zwar abgedroschen, aber: Da hätte man mehr (oder noch besser: weniger) daraus machen können. 3,5/5 Punkte.
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    theSerj

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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Der kurz nach Teil 1 gedrehte und erschienene Nachfolger schließt mehr oder weniger direkt an diesen an, zumindest inhaltlich. Nachdem mir Kill Bill Vol.1 ausgesprochen und überraschend gut gefallen hat, habe ich natürlich auch an Vol.2 dementsprechend höhere Erwartungen gestellt. Und auch wenn ich den Film nicht schlecht fand, wie so oft bleibt das Original unerreicht.

Der Film beginnt wie auch sein Vorgänger mit einer Sequenz in schwarz/weiß, was Flair hat und den Film igendwie interessanter macht. Was die visuelle Seite des Films betrifft kann der mit Teil 1 absolut mithalten: atemberaubende Bilder, nette Kämpfe und tolle Action. Was mir aber leider nicht so gut ist die Storyline und einige Charaktere, die dadurch entstanden sind. Wo Vol.1 noch Witz hatte scheint mir Vol.2 irgendwie lächerlich zu werden. Gab einige Aktionen, bei denen ich wirklich meine Stirn runzelte - die Ernsthaftigkeit, die der Vorgänger noch ohne Zweifel hatte, geht deswegen hier verloren.

Neben dem Inhalt, der mir hier einfach nicht zusagt und der Besetzung, die zwar zum Film passt, aber meinen Geschmack meilenweit verfehlt ist der Film mit 136 Minuten auch etwas zu lange geraten. Der ist aber keineswegs schlecht und optisch genauso überragend wie der Soundtrack, der einfach der Hammer ist - eine der großen Stärken Tarantino's. Ein guter Nachfolger, der an den ersten nicht so ganz anschließen kann, was an einen Faktoren liegt, die mir persönlich einfach nicht zugesagt haben. Dennoch, finde ich, gehören diese beiden Filme zusammen und bieten Gesamt gesehen sehr gute Unterhaltung.

7/10 blaue Schwangerschaftstests

geschrieben am 17.08.2011 um 11:03

Die Braut ist immer noch auf ihrem Rachefeldzug. Die letzten 3 auf ihrer List sind dran. Der letzte ist Bill, doch bevor sie zu ihm kommt, muss sie eine Menge mitmachen.

Vol. 2 von Kill Bill erinnert mehr an einen Western. So gibt es westerntypische Elemente zu entdecken. Die aus Leone-Film genommen wurden. Auch ein Song aus einem Leone Film wurde benutzt. Ein Stück aus „Für eine Hand voll Dollar“.

Doch auch ein Eastern-Elemente sind enthalten. So sehen wir in einer langen Rückblende das Training der Braut bei einem alten Meister. Es ist ein wirklich hartes Training, was sie da über sich ergehen lassen muss. Doch es hat ihr geholfen und hilft ihr noch. Ohne das Training wäre sie sicher nicht aus dem Sarg gekommen, wo man sie lebendig begraben hat.

Doch dieses mal stehen nicht die Kämpfe im Vordergrund. Nein viel mehr geht es um die Geschichte der Braut und Bill. Wir erfahren auch endlich ihren Namen.

Ihr Duell mit Bill besteht nicht aus einem großen Kampf sondern aus langen Gesprächen. Hier wurde wieder viel Wert auf geschickte Dialoge gelegt. So erklärt Bill den Mythos um Superman.

Es gibt zwar keine so coolen Gespräche wie bei Pulp Fiction. Dies muss Kill Bill Vol. 2 auch nicht bringen. Die Gespräche erklären eigentlich die Charaktere und warum sie diese Dinge tun.

Es gibt auch einen großen Fight in einem Wohnwagen. Uma Thurman gegen Daryl Hannah, dieser Fight ist klasse choreographiert. Sie lassen nichts heil im Wohnwagen.

Kill Bill Vol.2 geht in eine andere Richtung als Vol. 1 aber eigentlich ist es ja ein Film. Darum gehen die Kapitel hier auch weiter. Hier wurde nichts zensiert.

geschrieben am 25.07.2011 um 13:01

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Community Wertung:

ø Wertung: 8,7/10 | Wertungen: 15 | Kritiken: 2