Shiri

  • Informationen zum Film
  • Shiri

  • Originaltitel:
    Swiri
    Genre:
    Romanze, Action, Krimi, Thriller, Mystery, Drama
    Produktionsland:
    Südkorea
    Produktionsjahr:
    1999
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Je-gyu Kang
    Drehbuch:
    Je-gyu Kang
    Musik:
    Dong-jun Lee
    Darsteller:
    Min-sik Choi, Seung-Shin Lee, Kang-ho Song, Su-ro Kim, Yong-woo Park, Suk-kyu Han, Yunjin Kim, Johnny Kim, Jeong-min Hwang, Hyeong-seong Jang
  • Inhalt
  • NORDKOREA 1992. In einem geheimen Camp durchlaufen Rekruten eine gnadenlose Ausbildung zum Elite-Terroristen.
    SÜDKOREA 1999. Kurz vor einem für die Zukunft entscheidenden Fußballspiel zwischen Nord- und Südkorea häufen sich in Seoul die Mordanschläge auf hochrangige Politiker. Der Geheimdienst setzt mit Ryu und Lee zwei seiner Top-Agenten auf die Spur des Killers. Die Präzision der Exekutierten sprechen für das Handwerk der lang gesuchten Terroristin Hee und diese ist ihnen immer einen Schritt voraus. Als zudem ein geheimer Sprengstofftransport überfallen und die hochexplosive Substanz CTX entwendet wird, bleibt keine Zeit...
    Der Countdown bis zum Spiel wird zu einem Wettlauf mit dem Tod.
  • Filmkritik
  • Stellt man sich beim Lesen der Inhaltsangabe auf eine feuchtfröhliche Agentenhatz, im Sinne westlicher Action-Blockbuster ein, so wird einem schon nach den ersten Szenen klar, das dieser Film nicht ohne Spuren an einem vorüberziehen wird. Man wird zu Anfangs direkt ins Trainingslager der Terroristen katapultiert, dessen Härte in einer Form dargestellt wird, die einerseits authentisch wirkt und infolgedessen spätere Handlungen der Charaktere nie zweifelhaft erscheinen. Generell versteht es das Drehbuch durch intensive Zeichnung der Charakterzüge, dem Zuschauer tiefe Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten zu gewähren, und es so schafft sowohl Leid als auch Freude auf den Beobachter zu übertragen. Der thematisierte Nord-Süd Konflikt ist ein weiteres Anzeichen das es dem Film nicht gerecht würde ihn als Ballerorgie abzutun. Welchem Teil die Sympathien des Publikums gehören sollen ist natürlich unverkennbar, und doch schafft es die Geschichte aus den Nordkoreanischen Revolutionskämpfern mehr zu machen, als nur den stumpfen Gegenpol, der Geheimagenten Ryu und Lee. So bietet der Film eine angenehme Balance die dessen Glaubwürdig unterstreicht, und sich wohltuend vom üblichen schwarz-weiß Schema abhebt, wenn auch nicht immer so stark wie er es könnte.
    Durch den ganzen Film zieht sich die tragische Liebesgeschichte zwischen Jong-Won Yu und seiner Freundin wie ein roter Faden. Sie bietet einen schönen Kontrast zu den sonst so harten Bildern, und wirkt in ihrer Leichtigkeit zu keinem Zeitpunkt weder aufgesetzt noch unpassend, jedoch wechseln sich die Perspektiven bisweilen sehr schnell ab, was als störend empfunden werden könnte, anderseits aber ein Gefühlskarussel erzeugt welches sowohl in der Ebene des Films, als auch beim Zuseher funktioniert.
    Zum krönenden Abschluss präsentiert uns Regisseur Kang Ye Gyu ein packendes Ende, welches in allen Belangen übliche Hollywood Mainstream Produktionen übertrifft, sei es in Originalität, Gewalt oder in seiner gekonnten Darstellerischen Leistung.
    Grundsätzlich tragen die Schauspieler viel zum gelingen des Films bei. Es ist erfrischend andere als die gewohnten Gesichter zu sehen, was es einem leichter macht sie mit dem personifizierten Charakter zu identifizieren. Dessen ungeachtet ist die Leistung der Schauspieler durchweg auf sehr hohem Niveau, und führt dazu dass die Gesinnungen der jeweiligen Parteien an Ausdruckskraft gewinnen. Nebenbei sei gesagt, das all diejenigen deren Koreanisch nicht das Beste ist, sich über eine gelungene Synchronisation freuen dürfen.
    Das ganze Geschehen wird durch eine durchgängig gute Musikkulisse begleitet, die aber nie zu sehr in den Vordergrund rückt. Interessant sind auch die verschiedenen Kameraführungen, welche in den Nahkämpfen auf eine Handkamera ausweicht und sehr nahe ans Geschehen herantritt, was einem den Eindruck vermittelt mittendrin zu sein, ohne die störenden und heute üblichen, extrem schnellen Schnitte. Was die Gewaltdarstellung anbelangt so wurde auch hier ganze Arbeit geleistet, einzig größere Explosion dürften wohl unter einem geringeren Budget gelitten haben, was dem Film aber nicht großartig schadet.
    Der Film kam in Korea zur gleichen Zeit in die Kinos wie das Leinwand Epos Titanic, welcher in Korea mit Abstand Platz 2 belegte, hinter Shiri, und das wie ich finde zurecht. Auch wenn es Anfangs etwas dauert bis das Komplette Potential ausgespielt wird, so bietet sich dem Zuseher doch ein Action Highlight welches das Genre auch für Fans anspruchsvollerer Kost sehenswert macht, und durch seine Vielfältigkeit begeistern kann.
  • Wertu
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Kampf Kobold

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