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King Kong

  • Informationen zum Film
  • King Kong

  • Originaltitel:
    King Kong
    Genre:
    Romanze, Action, Thriller, Abenteuer, Drama
    Produktionsländer:
    Neuseeland, USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    14.12.2005
    Kinostart Deutschland:
    14.12.2005
    Kinostart USA:
    14.12.2005
    Verleiher Österreich:
    Universal Pictures International Austria
    Verleiher Deutschland:
    Universal Pictures International Austria
  • Inhalt
  • New York in den 1930er Jahren, in der Zeit der großen Depression: Die Wirtschaft ist den Bach runtergegangen, viele Menschen haben alles verloren und Arbeit ist nur schwer zu finden. Das geht auch am Filmemacher Carl Denham (Jack Black) nicht spurlos vorbei. Die Finanziers seines, mit dubiosen Mitteln zusammengewürfeltes, Filmprojektes sind drauf und dran ihm den Geldhahn abzudrehen. Doch Denham ist ihnen einen Schritt voraus, er schnappt sich seine Filmrollen und flüchtet kurzerhand in Richtung Hafen wo bereits ein Schiff auf ihn wartet, welches die Filmcrew zu einer entlegenen und mysteriösen Insel bringen soll. Auf dieser Insel, genannt "Skull Island", soll sein Film gedreht werden. Bereits auf dem Weg zum Schiff eröffnet ihm sein Assistent, dass ihnen die Hauptdarstellerin abhanden gekommen ist. Denham bleibt nicht viel Zeit um die Rolle neu zu besetzen. Er macht sich in den Straßen von New York auf die Suche nach einen schönen Frau, der das bereits fertige Kostüm passt und trifft dabei auf die Theaterschauspielerin Ann Darrow (Naomi Watts). Er bietet seine gesamte Überredungskunst auf und letztendlich willigt sie ein und geht gemeinsam mit der Filmcrew an Bord des Schiffs. Als Skull Island aus dem Nebel auftaucht und die Filmcrew kurze Zeit später die erste Erkundungstour auf der Insel macht, wird bald klar weshalb man sich unter Seeleuten so manche Schauergeschichte über diese Insel erzählt...
  • Filmkritik
  • Die Geschichte vom riesigen Gorilla, der sich von der Schönheit einer weißen Frau betören lässt, wurde bereits zweimal verfilmt. Die erste Adaption entstand 1933 (KING KONG; dt. Titel King Kong und die weiße Frau) unter der Regie von Merian C. Cooper und Ernest B. Schoedsack und mit der unvergesslichen Fay Wray in der weiblichen Hauptrolle. Der Film wurde zu einem ewigen Klassiker des Monsterfilms und ist es bis heute geblieben. Das Remake von John Guillermin aus dem Jahre 1976 fristet dagegen eher ein Schattendasein, obwohl es mit Darstellern wie Jeff Bridges, Charles Grodin und Jessica Lange durchaus hochkarätig besetzt wurde. Regisseur Peter Jackson (THE LORD OF THE RINGS), ein erklärter Fan und Liebhaber des Originals von 1933, gibt dem berühmtesten Affen der Filmgeschichte noch einmal Zucker und inszeniert seine Version von KING KONG als gleichsam spektakuläre und einfühlsame Hommage an den Klassiker. Die Story orientiert sich dabei ganz klar am Original, sie wird zwar an vielen Stellen ausgeschmückt, aber im Wesentlichen weicht sie kaum von der Vorlage ab. Jackson's Remake spielt nicht in der Gegenwart, sondern - so wie das Original - in den 1930er Jahren. Eine Entscheidung, die mit Sicherheit zum monstermäßigen Produktionsbudget von 207 Millionen Dollar beigetragen hat, musste doch ganz Manhatten im Stil der 1930er Jahre dargestellt werden, von der Brooklyn Bridge, über den Times Square, den Central Park, bis hin zum Empire State Building. Diese Visual Effects können sich wirklich sehen lassen und sind hervorragend gelungen. Trotz satter 3 Stunden Laufzeit habe ich mich nicht nur einmal bei dem Wunsch ertappt, noch mehr von der Stadt sehen zu können.

    Auch der zweite Hauptschauplatz des Films, die Insel Skull Island, ist großartig umgesetzt. Als das Schiff durch den dichten Nebel steuert und bedrohlich anzusehende Felsformationen aus dem Meer auftauchen, untermalt von James Newton Howards stimmungsvollen Score, erreicht der Film eine sehr dichte und gespenstische Atmosphäre, welche Peter Jackson in eine traumhaft wirkende Bildersprache übersetzt. Die mit viel Liebe zu Details gestalteten Bauten, Sets, Miniaturen und Kulissen im Dorf der Eingeborenen, welches von einem riesigen Schutzwall, gleich einer Burgmauer, umgeben ist, sind ebenfalls eine Augenweide. Als die Opferung von Ann vorbereitet wird, lodern Feuer auf den Spitzen der gigantischen Holzkonstruktion und die Kamera schraubt sich in überaus dynamischen Einstellungen an der Wand hoch. Solche Aufnahmen erinnern stilistisch sehr an die visuelle Aufbereitung der Schlacht um Helm's Deep aus THE LORD OF THE RINGS: THE TWO TOWERS, sie haben allerdings nichts von ihrer magischen Wirkung eingebüßt. KING KONG ist ein visuell sehr opulent ausgestatteter Film, der einmal mehr Peter Jackson's großartiges Gespür für eine gleichsam spektakuläre wie ästhetische Bildersprache unterstreicht.

    Die üppige Effektpalette von KING KONG kann man getrost als Inventar des derzeit möglichen betrachten. Speziell in der actionreichen zweiten Filmhälfte gibt es kaum noch Szenen ohne digitale Tricktechnik. Die CGI's fügen sich dabei überwiegend nahtlos in die Realszenen ein, vielleicht aber auch eher umgekehrt? Auch wenn es ab und zu ein paar Einstellungen gibt, die nicht so perfekt gelungen sind, ist nicht von der Hand zu weisen, dass KING KONG in technischer Hinsicht sicher ein Benchmark Movie darstellt und andere große FX-Knüller dieses Kinojahres in (s)einen übergroßen Schatten stellt. Bei den elaborierten Actionszenen des Films kommt man als Zuseher fast außer Atem, weil man ob des bombastischen Geschehens auf der Leindwand fast darauf vergessen könnte Luft zu holen. Die Stampede einer Herde von Brontosauriern, welche gemeinsam mit der Filmcrew vor mehreren Raptoren flüchtet, oder der erbitterte Kampf zwischen King Kong und drei (!) Tyrannosaurus Rex gehören mit Sicherheit zu den spektakulärsten Sequenzen des gesamten Kinojahrs und sind beiweitem nicht die einzigen Szenen im Film, bei denen der Mund vor Staunen offenbleibt. Nicht zuletzt wegen solcher Szenen vergehen die drei Stunden Laufzeit wie im Flug, lediglich am Filmanfang könnte man die eine oder andere Länge orten, dauert es doch bereits über eine Stunde bis die Filmcrew auf der Insel eintrifft.

    Obwohl die Darsteller alle sehr ansehnliche Performances bieten, kann man bei KING KONG nicht wirklich von einem "Schauspielerfilm" reden. Dennoch kommt Naomi Watts sehr gut zur Geltung und kann in den emotionalen Szenen des Films nicht nur das Herz des Riesengorillas gewinnen. Dagegen ist Adrien Brody einen Tick zu introvertiert, was zweifellos im Sinne seiner Figur ist, ihn aber im Film weniger sichtbar werden lässt. Jack Black unterstreicht mit seiner, oftmals mit leichtem overacting angereicherten, Performance die humorvolle bzw. comichafte Seite des Films, genauso wie der köstlich skurril agierende Andy Serkis in der Rolle des Schiffskochs. Letztendlich ist Peter Jackson's KING KONG kein todernstes Drama, sondern bietet auch einige Gags bzw. witzige In-Jokes, wie zum Beispiel die Transportkiste des "Sumatran Rat Monkey" aus BRAINDEAD welche der aufmerksame Zuseher im Laderaum des Schiffs erkennen kann.

    Peter Jackson's KING KONG ist, neben aller Bombastik, augenscheinlich auch sehr um die emotionelle Ebene der Story bemüht. Der Beziehung zwischen der Schönen und dem Biest wird im Film viel Zeit eingeräumt und sie ist sehr feinfühlig inszeniert, ohne dabei ins Lächerliche abzurutschen. Neben den "Performances" von Naomi Watts und dem CGI-Gorilla, sorgt speziell in diesen Szenen der hervorragend einfühlsame Score von James Newton Howard für die richtige Stimmung und trägt wesentlich dazu bei, dass diese ziemlich skurrile Romanze auf der Leinwand funktioniert. Es kann durchaus sein, dass für manche Zuseher der Riesengorilla in der einen oder anderen Szene etwas zu putzig und drollig erscheint, in Summe jedoch kann man dem Regisseur aber neben Fein- auch Fingerspitzengefühl attestieren.

    Fazit: Peter Jackson's KING KONG ist ein Remake, das eine liebevolle Hommage an das Original darstellt, sowohl auf emotionaler, wie auch auf der Action Ebene hervorragend funktioniert und die lange Laufzeit von über 3 Stunden höchst kurzweilig erscheinen lässt. Und ganz nebenbei ist KING KONG der mit Abstand spektakulärste Blockbuster des Jahres!
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    5,0
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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geschrieben am 05.08.2011 um 12:44

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ø Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 38 | Kritiken: 1