Memories of Murder

  • Informationen zum Film
  • Memories of Murder

  • Originaltitel:
    Salinui chueok
    Genre:
    Krimi, Drama, Thriller, Mystery
    Produktionsland:
    Südkorea
    Produktionsjahr:
    2003
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Joon-ho Bong
    Drehbuch:
    Kwang-rim Kim, Sung Bo Shim, Joon-ho Bong
    Musik:
    Tarô Iwashiro
    Darsteller:
    Kang-ho Song, Sang-kyung Kim, Roe-ha Kim, Jae-ho Song, Hie-bong Byeon, Seo-hie Ko, No-shik Park, Hae-il Park, Jong-ryol Choi, Mi-seon Jeon, In-seon Jeong, Ha-kyeong Kim, Jae-eung Lee, Young-hwa Seo, Ji-ru Sung
  • Inhalt
  • Nach einem wahren Fall strikt Bang Joon-ho seinen Cop-Thriller „Memories of Murder“. In der Provinz geht Südkoreas erster Massenmörder um. Bei Nacht und Regen vergewaltigt er reihenweise Frauen, bringt sie um und misshandelt ihre Körper. Die örtlichen Kommissare sind mit dem Geschehen völlig überfordert, begreifen nicht einmal dessen Dimension. Zu Zeiten der Militärdiktatur ist die Polizei ohnehin mehr mit dem Unterdrücken der Demokratiebewegung beschäftigt als mit anderen Dingen – was sich in den nicht gerade zimperlichen Untersuchungs- und Verhörmethoden der Kriminalbeamten spiegelt. Erst das Hinzuziehen eines Cleverles aus Seoul lenkt die Ermittlungen der staatlich bezahlten Hooligans in andere Bahnen. Während die Provinzler ständig neue Verdächtige aus dem Hut zaubern, misshandeln und Beweise fälschen, traut der freiwillig Versetzte nur den Akten und der Logik.
  • Filmkritik
  • Mehr noch als den Fortschritt der Ermittlung zeigt uns Bong den fortschreitenden Wandel seiner Protagonisten, dem sie sich nicht entziehen können. Der Fall verändert alle drei: stutzt den brutal-dumpfen Schläger zurecht, lässt den aggressiven, selbstgefälligen Beweisfälscher die Methoden der Schreibtisch- und Kopfarbeit entdecken und den kriminalistisch geschulten Hauptstädter die Selbstjustizmethoden seiner Kollegen verinnerlichen. Abneigung gegeneinander, Willkür gegen Verdächtige und Hass auf den Täter treiben die Kommissare voran.

    Bong gesteht seinen Anti-Helden viel Raum zur Entfaltung zu, lässt deren Darsteller genaue Bilder ihrer Charaktere zeigen – und sie dann Veränderungen durchmachen. Das ist zum einen plausibel, da solche Fälle nicht spurlos an den betroffenen Ermittlern vorbeigehen, zum andern rückt es „Memories of Murder“ in die Nähe zum Entwicklungsdrama und zu guter letzt macht es die Charaktere vielschichtiger, glaubwürdiger. Daraus bezieht der Film eine doppelte Spannung: Nicht nur die Frage, wann der Mörder wieder zuschlägt und ob er gefasst werden wird, oder die Wendungen der Handlung fesseln, sondern auch die Brüche und Veränderungen der Kommissare.
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Student Slasher

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