Wes Craven's Carnival of Souls

  • Informationen zum Film
  • Wes Craven's Carnival of Souls

  • Originaltitel:
    Carnival of Souls
    Genre:
    Mystery, Horror, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1998
    Kinostart USA:
    21.08.1998
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Adam Grossman, Ian Kessner
    Drehbuch:
    John Clifford, Adam Grossman
    Musik:
    Andrew Rose
    Darsteller:
    Robert LaSardo, Larry Miller, Brent Hinkley, Ellen Albertini Dow, Shawnee Smith, Wendy Worthington, Bobbie Phillips, Paul Johansson, Cleavant Derricks, Henry G. Sanders, Brendan Dillon, Anna K. McKown, Raquel Beaudene, Tiffanie Ann Taylor, Joseph S. Griffo, Mark Paskell, Andrew Craig, Michael Phenicie, Sidney Berger, Seth Bailey, Mark J. Ferreri
  • Inhalt
  • Eine junge Frau wird 20 Jahre nach dem Tod ihrer Mutter von deren Mörder Louis Seagram heimgesucht. Seagram streift durch ihre Träume, aus denen sie auf einen verfallenen Rummelplatz entkommt. Aber die vermeintliche Flucht vor dem realen Mörder der Mutter wird zur surrealen Begegnung mit den Dämonen ihrer Vergangenheit.
  • Filmkritik
  • Was anfänglich noch überzeugt und Interesse weckt, wird im Laufe der Zeit durchschaubarer und langweiliger. Alex glaubt sich von dem Mann verfolgt, der vor zwanzig Jahren ihre Mutter bei einem Vergewaltigungsversuch umbrachte. In klassischer „Es“-Manier ist ein einzelner roter Luftballon an ihr Auto gebunden; im Rückspiegel taucht auf einmal das Gesicht des Mannes auf. Schnitt, und es wird klar, dass wir einen Alptraum miterlebt haben.

    Der ganze Film ist so angelegt, dass der Zuschauer ständig im unklaren darüber bleibt, ob er sich in einem Traum oder in der Realität befindet. Leider nutzt sich diese löbliche Struktur bald ab, so dass außer der ansehnlichen Bobbie Phillips (Showgirls, Body Of Influence) und den zentralen Motiven Jahrmarkt und Wasser – die wirklich dauerhaft präsent sind – nicht mehr viel für den Film spricht. Erst recht, wenn man in Erwägung zieht, dass wir es hier mit einer Adaption des gleichnamigen Films von Herk Harvey zu tun haben. Dann wird das halbwegs akzeptable Horror-Thriller-Verwirrspiel nämlich zur großen Enttäuschung. An die Atmosphäre von Harveys Film kommt Regisseur Adam Grossman zu keiner Zeit heran. Dazu eigenen sich weder seine Darsteller noch das Setdesign oder die Kamera.

    Obwohl er das Jahrmarkt-Motiv aufwertet, zieht seine Version auch inhaltlich den kürzeren, da er den entscheidenden Punkt des Originals – die Protagonistin ist selbst eine Untote, ist sich dessen aber nicht bewusst – völlig verschenkt.

    Als ich diesen Film zum ersten Mal im Fernsehen sah, dachte ich noch, was für ein katastrophal in die Hose gegangenes Remake nun das schon wieder wäre. Vielleicht lässt sich Grossmans Version (die uns hier mal wieder von Wes Craven präsentiert wird – der scheut ja auch vor nichts mehr zurück) auch als eigenständiges Werk betrachten und, isoliert gesehen, wohlwollender beurteilen. Im Vergleich rate ich allerdings unbedingt zu „Carnival Of Souls“ von Herk Harvey, der als RC1 in der Criterion Collection mit haufenweise Bonusmaterial und einem zusätzlichen (!) Director’s Cut oder als RC2 in der Cryptkeeper’s Collection ohne die Extras zu haben ist.
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    1,5
    Anspruch:
    0,0
    Spannung:
    1,5
    Darsteller:
    2,0
    Gesamt:
    1,5
    Verfasst von:
    Student Slasher

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