Intacto

  • Informationen zum Film
  • Intacto

  • Originaltitel:
    Intacto
    Genre:
    Drama, Thriller
    Produktionsland:
    Spanien
    Produktionsjahr:
    2001
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Juan Carlos Fresnadillo
    Drehbuch:
    Andrés M. Koppel, Juan Carlos Fresnadillo
    Musik:
    Lucio Godoy
    Darsteller:
    Max von Sydow, Leonardo Sbaraglia, Eusebio Poncela, Mónica López, Antonio Dechent, Guillermo Toledo, Alber Ponte, Andrea San Vicente, Jesús Noguero, Ramón Serrada, Marisa Lull, Luis Mesonero, Pedro Beitia, Jaime Losada, Susana Lazaro, Iván Aledo, Paz Gómez, Marta Gil, Pere Eugeni Font, Ramón Esquinas, Chema de Miguel, Cesar Castillo, Flora María Álvaro, José Olmo, Luis de Leon, Francisco Sotelo, Patricia Castro, Paco Churruca, Adria Rauly, Fernando Albizu
  • Inhalt
  • Es ist fast ein Wunder: Thomas, ein Dieb, überlebt einen schrecklichen Flugzeugabsturz als einziger nahezu unverletzt und kommt auch noch bei der Polizei durch. Doch das Glück hat seinen Preis: er wird aufgefordert, gemeinsam mit drei anderen Personen an seltsamen Spielen und Wetten teilzunehmen, die allesamt auf riesigem Glück beruhen und die zunehmend gefährlicher werden. Seine Mitspieler sind Frederico, der ein gewaltiges Erdbeben überlebte; der alternde Sam, der im 2.Weltkrieg sein Leben retten konnte und die Polizistin Sara, die ihre Familie in einem Autounfall verlor, der sie verschonte. Einer von besitzt die Fähigkeit, durch Berührung anderen das Glück abzuziehen - und so werden die Spiele immer gefährlicher, die Spieler immer besessener...
  • Filmkritik
  • Das Glück ist eine Gabe. Das ist zumindest die Grundaussage des Films 'Intacto'. Ein besonderes Thema für einen besonderen Film. Der Zuschauer wird in diesem Film mit alltäglichem konfrontiert, aber auf eine Art und Weise, wie man es noch nie erlebt hat. Glück bestimmt den Alltag der Menschen; das gilt nicht nur für das reale Leben, sondern auch für die Fiktion namens Film. Wenn man den Verlauf des Films betrachtet, fällt einem auf, dass sich das Glück von einer Person zur anderen verlagert. Nachdem man aus der Inhaltsangabe herauslesen könnte, dass es sich hier nur um sogenannte 'Glücksmenschen' handelt, bemerkt man bei näherem Betrachten, dass der Regisseur den Zuschauer an der Nase herumführt. 'Intacto' wiederspricht in gewisser Hinsicht sich selbst, indem er die Aussage, worauf der Film aufgebaut wird umkehrt und so dem Zuschauer neue Aspekte vorgebracht werden.

    Die Charaktere des Films wirken alle in ihrer eigenen Welt gefangen. Einerseits leben sie ihr normales Leben; andererseits tauchen sie in eine andere Welt ein, in der einige schon Fuss gefasst haben, andere aber noch lernen müssen in ihr zu bestehen. So ergeht es auch dem Hauptdarsteller, der gerade erst einen Flugzeugabsturz überlebt hat. Mir persönlich hat die emotioniale Komponente nach dem Flugzeug-Absturz gefehlt. Man merkte ihm zu keiner Zeit an, dass es für ihn ungewöhnlich wäre, dass er den Absturz überlebt hat. Auch bei den anderen Charakteren wurde dies kaum berücksichtigt. Hier gibt es auch eindeutig die grössten Kritikpunkte des Films, denn die Schauspieler sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Einzige Ausnahme ist hier Max von Sydow. Er spielt einfach grandios und mit einer Ruhe, die den anderen Darstellern zu fehlen scheint.

    Hervorragend hingegen ist die Musik des Films, welche einfach perfekt in das Geschehen einfliesst. Während der Spiele (welche allerdings für meinen Geschmack etwas zu wenig vorgekommen sind) wurde durch eine Mischung aus verzerrten Geräuschen und Musik eine nervenaufreibende Stimmung erzeugt, die das Geschehen verstärkt. Auch was die Bilder betrifft, braucht sich 'Intacto' nicht zu verstecken. Allen voran hat mich aber das Design des Labyrinths beeindruckt, welches einen wichtigen Charakter des Films ankündigt. Was mich auch ein wenig störte ist, dass sich der Film an einigen Stellen zu ernst nimmt. Ich wurde beim Zuschauen das Gefühl nicht los, dass man hier mit aller Gewalt einen Kunstfilm erschaffen wollte. Zuletzt wurde mir das durch die Anekdote vom zweiten Weltkrieg klar. Jedoch muss ich sagen, dass gerade diese Geschichte für mich das Highlight des Films darstellt. Ein paar mehr solcher Einfälle hätten 'Intacto' sicher gut getan, denn für einen Thriller kommt im allgemeinen doch relativ wenig Spannung auf.

    Es ist im grossen und ganzen Schade, dass der Film seine Möglichkeiten nicht ausgeschöpft hat. Das Thema mit dem Glück ist ansich sehr interessant, doch wurde hier viel zu wenig auf die Spiele, die für mich den eigentlichen Kern des Films darstellen eingegangen. Die Darsteller blieben bis auf Max von Sydow grösstenteils auch recht blass und agieren in einigen Szenen wirklich befremdend. Der Höhepunkt des Films ist die Anekdote von Max Sydow über den zweiten Weltkrieg, die er wirklich gut vorgetragen hat. Der Film ist zwar mit keinem anderem zu vergleichen, bleibt aber trotzdem nur knapp über dem Durchschnitt.
  • Kurz Kritik
  • Story
    2,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,5
    Verfasst von:
    Sid_Vicious

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