Unter dem Namen “Freddy´s Final“ kam der sechste Teil der Nightmare-Reihe in die Kinos. Dem Titel kann man entnehmen, dass man hier Freddys Ende besiegeln wollte. Allerdings glaubte das keiner in der Fangemeinde und heute wissen wir auch, dass dies nicht der letzte Teil mit dem Springwood-Schlitzer war. Leider wird hier für einen Abschluss ziemlich wenig geboten, sodass man froh sein kann hier nicht den letzten Teil gesehen zu haben; es wäre ein schwacher Abgang gewesen.
Die Geschichte um Freddys Tochter mag zwar erst interessant klingen, wurde aber nicht sehr gut umgesetzt. Man sieht hier und da ein paar sporadisch eingesetzte Rückblenden, die Freddys Vergangenheit vor seinem „Menschlichen“ Abgang zeigen. Die Rückblenden bilden meiner Meinung nach auch das Highlight des Films, allerdings wurden sie an die unpassendsten Stellen des Films geschnitten. Man achte darauf Tim Burton hat in „Batman“ gezeigt, wie man sowas richtig erzählt. So geht einiges von der Atmosphäre verloren, die aber sowieso nie so ganz wie in den früheren Nightmare-Filmen aufkommen mag.
Waren bei den Nightmare-Filmen die Darsteller bisher immer aus der Kategorie Durchschnittlich und austauschbar so behält der sechste Teil der Reihe diese Tradition bei. Übrigens kann man hier den jungen Breckin Mayer (Road Trip, Rat Race) in der Rolle des Spencers sehen. Einzig Robert Englund merkt man an, dass er auch an diesem Teil wieder seinen Spass hat und so bleibt das sadistische Auftreten des eigentlichen Helden erhalten. Das Make-Up von Freddy wurde hier nochmal total überarbeitet. Leider zum negativen, wie ich feststellen musste. War das Make-Up in Teil Fünf noch sehr dunkel und erschreckend wurde hier auf all das verzichtet, wodurch auch der komödiantische Aspekt des Films verstärkt wird.
Man kann also sagen, dass sich dieser „Abschluss-Film“ leider nicht auf die Stärken der Vorgänger-Filme konzentriert hat, denn fast alles hat man schlechter gemacht. Der Horror ist draussen und der Komik gewichen, das Make-Up von Freddy sieht auch nicht gerade berauschend aus und die Story ist nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Ganz so schlimm ist es allerdings nicht, wie man jetzt vermuten mag, denn immerhin liefert Robert Englund eine ordentliche Performance als Freddy ab und so ist der Film jedem Nightmare-Fan zu empfehlen, auch wenn er nur durchschnittlich ist.
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