Every war is different, every war is the same.
Eine etwas andere Geschichte und Sichtweise des Krieges versuchte Anthony Swofford, von dem die Memoiren zu diesem Kriegsdrama stammen, durch seine Geschichte zu schildern. Die Erinnerungen an seinen Einsatz im Golfkrieg verarbeitete er durch seine autobiographischen Berichte in Jarhead, wobei eine Erstauflage des Buches 2003 erschien. William Broyles Jr. (bekannt durch „Apollo 13“) konnte das Drehbuch dazu schreiben. Regisseur Sam Mendes, der bereits im Jahr 2000 für seinen ersten Spielfilm „American Beauty“ einen Oscar erhielt, versuchte dem Publikum zu vermitteln, wie sinnlos manche US-Soldaten den Golfkrieg sahen. Mendes investierte viel Zeit um die Schauplätze so real wie möglich nachzustellen und die endgültige Lösung fand er in der Wüste Mexikos, die Nahe an Kalifornien grenzte und somit auch zusätzlich Imperial Valley (Südkalifornien) hinzugezogen wurde. Durch ähnliche klimatische Bedingungen wie im Irak konnten einzelne Szenen genauer verarbeitet werden, die Trainingseinheiten der Soldaten und die vereinzelten Bilder der Wüste und der gesamten Gegend wirken unglaublich echt.
Die Charaktere wurden sorgfältig ausgewählt und Swoff (Jake Gyllenhaal) erzählt von seinen Gedanken, die einem 20-jähriger Soldat durch den Kopf gehen, der keine Ahnung von dem hat, worauf er sich eingelassen hat. Verschiedene Szenen machen dem Zuseher begreiflich, wie unerfahren manche Soldaten sind und das sie auch nur normale Jugendliche sind, die sich aus verschiedenen Gründen zum Militär gemeldet haben. Troy (Peter Sarsgaard) sieht den Krieg mit anderen Augen, denn für ihn gibt es keinen Sinn zum Überleben, er hat realistische Ansichten wieso der Krieg ausgebrochen ist und teilt seine Gedanken auch den restlichen Soldaten mit. Staff Seargent Sykes (Jamie Foxx) ist der Ausbildner der Truppe und dient auch als moralische Unterstützung für die jungen Soldaten.
Obwohl man von der Thematik her eher vorsichtig ist, wurden die Memoiren von Swofford glaubwürdig umgesetzt. Der Ablauf der gesamten Geschichte passte und wirkte nicht erfunden oder aufgesetzt. Moralische Bedenken in Bezug auf Aussagen aktueller Politiker wurden hinten angestellt und die Sprüche der Soldaten bringen jeden Zuseher dazu Überlegungen im Sinn eines Krieges zu machen. Die Musik sorgte für jede Menge Abwechslung und war auch richtig eingesetzt, es gab Momente mit leiser Hintergrundmusik, welche ohne jegliche Musik und ansonsten wechselten sich allseits bekannte Hits ab. Die Spezialeffekte brachten nichts aufregend Neues mit sich, jedoch wurde nicht gegeizt, denn wo Effekte nötig waren, wurden sie zu genüge eingesetzt.
Fazit: Auch wenn man kein Fan eines Kriegsfilmes ist, sollte man sich diesen unbedingt ansehen. Er gibt einen deutlich zu verstehen, wie die Sichtweise mancher Soldaten ist und unterstrichen von jeder Menge schwarzen Humor und ordinärem Geplänkel, ergibt die Erzählung keineswegs ein Drama.
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