Nackt und zerfleischt

  • Informationen zum Film
  • Nackt und zerfleischt

  • Originaltitel:
    Cannibal Holocaust
    Genre:
    Abenteuer, Horror, Drama
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1980
    Kinostart Deutschland:
    16.01.1981
    Kinostart USA:
    19.06.1985
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Ruggero Deodato
    Drehbuch:
    Gianfranco Clerici
    Musik:
    Riz Ortolani
    Darsteller:
    Robert Kerman, Edward Mannix, Perry Pirkanen, Gregory Snegoff, Salvatore Basile, Lionello Pio Di Savoia, Carl Gabriel Yorke, Luigina Rocchi, Francesca Ciardi, Luca Barbareschi, Ricardo Fuentes, Paolo Paoloni, Lucia Costantini, Enrico Papa, Ruggero Deodato
  • Inhalt
  • Das Filmteam rund um Alan Yates (Gabriel Yorke) begibt sich im Auftrag eines amerikanischen TV-Senders ins Amazonasgebiet um eine Dokumentation über die letzten Kannibalen zu drehen. Sie kehren nicht mehr zurück... Der Sender engagiert den fach- und ortskundigen Professor Monroe (Robert Kerman) um sich im Dschungel des Amazonas auf die Suche nach dem verschollenen Filmteam zu machen. Im Zuge seiner Expedition begegnet Professor Monroe einigen Eingeborerenen Stämmen, von welchen manche dem Kannibalismus fröhnen. Er bringt es zustande die Spur des Filmteams aufzunehmen und ist letztendlich in der Lage ihre Filmrollen zu finden und zu bergen. Zurück in New York sichtet er in den Vorführräumen des Fernsehsenders das Material, welches Alan Yates und sein Team gedreht haben. Das filmische Rohmaterial ist erschreckend, es illustriert ganz eindeutig, dass die Filmemacher viele Szenen ihrer sogenannten Dokumentation mutwillig herbeigeführt, sinnentstellt wiedergegeben und vielfach frei inszeniert haben. Das zieht sich von bewusst falsch kommentierten Beobachtungen, bis hin zu einer menschenverachtenden Interaktion mit den Eingeborenen. Die "Journalisten" zünden ein Dorf an, um es in ihrer "Dokumentation" als Angriff eines feindlichen Stammes zu kommentieren, sie vergewaltigen und ermorden eine Frau und inszenieren das Szenario als rituelle Grausamkeit der Indios. Aufgrund der ihnen angetanen Gewalt schlagen die Eingeborenen zurück und die aufgefundenen Filmrollen zeigen das grauenvolle Ende von Alan Yates und seinem Team. Für Professor Monroe und den Entscheidungsträgern des TV-Senders stellt sich die Frage, ob man solch widerwärtiges Material überhaupt senden sollte...
  • Filmkritik
  • The mother of all cannibal films -----
    In den frühen 1970er Jahren entstand mit Umberto Lenzi's IL PAESE DEL SESSO SELVAGGIO (Mondo Cannibale, 1972) ein Subgenre im italienischen Horror- bzw. Exploitationfilm, welches durch die hochgradig verstörenden, explizit und ausgiebig zur Schau gestellten Gewaltdarstellungen zwar nicht wirklich berühmt, auf jeden Fall aber äußerst berüchtigt wurde: Der Kannibalenfilm! Seine Wurzeln hat der Kannibalfilm einerseits im Genre des Abenteuerfilms, andererseits in den sog. "Mondo Movies" der frühen 1960er Jahre. Diese Filme sind (Pseudo) Dokumentationen, welche sich primär aus skurillen, vielfach geschmacklosen und sensationslüsternen Reportagen zusammensetzen, die eine Welt ("Mondo") aus Wahr- und Halbwahrheiten transportieren und dabei einen augenscheinlichen Faible für schockierende Sex- und Gewaltstories erkennen lassen. Die "alles-ist-WAHR" Masche von Gualtiero Jacopetti's MONDO CANE (1962), AFRICA ADDIO (1966) und ADDIO ZIO TOM (Addio Onkel Tom, 1971) ist ein wesentlicher Faktor dieser Filme. Auch viele Kannibalenfilme versuchten sich dieser scheinbaren Authentizität zu bedienen und wiesen gleich in den Main Titles darauf hin auf wahren Tatsachen zu beruhen. Der Zyklus des italienischen Kannibalenfilms währte etwas länger als eine Dekade, in welcher Regisseure wie Umberto Lenzi, Ruggero Deodato, Sergio Martino, Marino Girolami und Joe D'Amato mit Filmen wie ULTIMO MONDO CANNIBALE (Mondo Cannibale 2: Der Vogelmensch, 1977), EMANUELLE E GLI ULTIMI CANNIBALI (Nackt unter Kannibalen, 1977), LA MONTAGNA DEL DIO CANNIBALE (Die weiße Göttin der Kannibalen, 1978), MANGIATI VIVI! (Lebendig gefressen, 1980), CANNIBAL FEROX (Die Rache der Kannibalen, 1981) und INFERNO IN DIRETTA (Cut and Run, 1985) für einen massiven Output sorgten. Obwohl diese Filme Horror-, Splatter- und Gorefans in Verzückung versetzten sind sie, mit etwas kritischem Abstand betrachtet, keine wirklich gut gemachten Filme. Mit einer Ausnahme... und diese Ausnahmeerscheinung ist Ruggero Deodato's hoch kontroverses Meisterwerk des Kannibalengenres - CANNIBAL HOLOCAUST, die Mutter aller Kannibalenfilme!

    What happened is true... -----
    CANNIBAL HOLOCAUST hat etwas, das die meisten anderen Kannibalenfilme seiner Zeit nicht haben - er hat Konzept! Regisseur Ruggero Deodato bedient sich zwar derselben Ingredenzien wie die anderen auch, vermag sie jedoch erstmals in einen übergeordneten, inhaltlichen Kontext zu stellen. Strukturell und formal kann man CANNIBAL HOLOCAUST durchwegs eine überlegtere Regieleistung attestieren als den meisten neuen Hollywood Blockbustern. Der Film vermag den pseudorealistischen "alles-ist-wahr" Touch inszenatorisch so effizient umzusetzen, dass man sich streckenweise in einem Dokumentarfilm wähnt. Während die Rahmenhandlung rund um Professor Monroe in 35mm gedreht wurde, sind sämtliche Aufnahmen des verschollenen Filmteams rund um Alan Yates in körnigen 16mm Images festgehalten. Um den realdokumentarischen Charakter des Bildmaterials noch zu verstärken, wurde weitgehend auf Schnitte verzichtet. Viele, zum Teil absichtlich verwackelte, Einstellungen der Handkamera dauern minutenlang und werden durch verschiedene, vorsätzlich platzierte, Störfaktoren im Bild ergänzt (Über- bzw. Unterbelichtungen, offensichtliche Rollenwechsel, beschädigtes Bildmaterial, etc). Deodato geht noch eine Ebene weiter und bettet diese Sequenzen als Film-im-Film in die Rahmenhandlung von CANNIBAL HOLOCAUST ein, welche zu guten Teilen daraus besteht, dass dieses "Doku" Filmmaterial im Studio des produzierenden TV-Senders von Professor Monroe gesichtet wird. Der Film erreicht damit eine unglaublich realistische Darstellungsebene, distanziert sich gekonnt von inszenierter, und kinomatographisch dramatisierter "It's only a movie" Mentalität und wirkt, trotz (oder wegen?) aller übertriebener Gewaltdarstellungen, fast so authentisch wie die Elendsbilder der Abendnachrichten. Genau darin liegt ein wesentlicher Faktor des Films, sowie auch die primäre Brisanz des Films, sowohl in Bezug auf die höchst verstörende Wirkungsweise auf den Zuseher, als auch in Bezug auf seinen bitterbösen und zweischneidigen Subtext...

    Today people want sensationalism; the more you rape their senses the happier they are -----
    CANNIBAL HOLOCAUST ist provokatives, rebellisches Kino in seiner reinsten, direktesten und ungemütlichsten Form, bei dem man selbst hartgesottene Horror- und Splatterfans lautstark schlucken hören kann. Die Szenen unverhohlener Gewaltdarstellungen reichen von der Abtrennung von Gliedmaßen, Kastration, Vergewaltigungen, Köpfungen, blutigst dargestellter Ausweidungen getöteter Menschen und Tiere, expliziten Kannibalismus, bis hin zu dem schier unvergesslich einprägsamen Image des gepfählten Opfers, welches als das Motiv des Films auf vielen Plakaten und Sujets prangt. Heutzutage würde man diese dichte Anzahl von Gewaltdarstellungen im Horrorgenre wahrscheinlich auf zehn Filme aufteilen, die dann aber immer noch als "ziemlich blutig" gelten würden... CANNIBAL HOLOCAUST ist in keinerlei Hinsicht ein leichter Film für den Zuseher, weder damals, noch heute. Fühlt man sich jedoch selbst in der Lage über diese konzentrierte Darstellung von Gewalt an Mensch und Tier hinauszusehen, wird der Blick frei auf Deodato's überaus gekonntes Spiel zwischen Medienkritik und Sensationslust der Zuseher, wobei in beide Richtungen gleichsam ausgeteilt wird. Das beginnt bereits beim überaus geschickt gewählten, höchst provokativen und kontroversen Filmtitel CANNIBAL HOLOCAUST selbst. Während sich im Film die Sprecher des Fernsehsenders vorerst auf die Sensationslust ihres Publikums beziehen, drängen sich dem Zuseher langsam aber sicher Gedanken darüber auf, warum man gerade den Film CANNIBAL HOLOCAUST für sein Samstag Abend Programm gewählt hat. Vielleicht eben genau deshalb weil er sooo spektakulär grausam und blutig ist? Ertappt, aber wenigstens macht CANNIBAL HOLOCAUST seinem Publikum das unmißverständlich klar, wohingegen die thematisch nicht minder widerwärtigen Reality TV-Shows und minderbemittelten Skandalreportagen von RTL & Co. alles daran setzen diese Erkenntnis vor dem Rezipienten zu verbergen... Deodato's Film attakiert ganz gezielt eine Medienlandschaft, die sich primär die Befriedigung der primitivsten Triebe ihres Publikums zum Ziel gesetzt hat. Das geht soweit, dass die Dokumentarfilmer ein Dorf anzünden um es in ihrer reißerischen Reportage als Angriff eines anderen Stammes darzustellen. Diese Thematik gewinnt seit den späten 1970er Jahren zusehends an Substanz in unserer permanenten TV- und Online-Gesellschaft, in der Medien z.B. den Irak-Krieg als cybervirtuelles Spektakel ohne Leid und Elend inszenieren. Als Rezipient dieser leider sehr realen, primär amerikanisch dominierten, medialen Attacken auf den gesunden Menschenverstand, sieht man plötzlich ein billiges Exploitationmovie als Edu-Cinema an. CANNIBAL HOLOCAUST schmerzt als Film ungemein, er ist aber in dem Punkt wenigstens ehrlich...

    I wonder who the real cannibals are -----
    Die letzte Provokation von CANNIBAL HOLOCAUST liegt darin, dass er einerseits (erfolgreich) mit der Sensationslust des Zusehers spekuliert, andererseits aber genau das verurteilt was er offenkundig und bereitwillig ausbeutet und zur Schau stellt. Deodato liefert damit eine in sich geschlossene, moralische Zwickmühle ab, die in ihrer Direktheit ihresgleichen sucht. Nicht nur, dass CANNIBAL HOLOCAUST jedwede Grenzen guten, sowie schlechten Geschmacks mißachtet, zeigt Deodato reale Tiertötungen im Film und begibt sich damit in gefährliche Nähe zum Snuff Movie. Jene Szenen, welche die Tötung einer Schildkröte, eines Affen usw. zeigen sind seit jeher im Kreuzfeuer der Kritik, gleichwohl von Befürwortern, oder Ablehnern des Films. Dabei hilft es offenbar auch nichts, dass zum Teil im Film ersichtlich ist, dass die Tiere nachher verzehrt werden. Auf jeden Fall ist es ein höchst kontroverses Thema in sich selbst, welches aber im Film ganz klar von den widerwärtigen Handlungsweisen der Journalisten bzw. Dokumentarfilmer übertroffen wird. "I wonder who the real cannibals are." fragt sich am Ende Professor Monroe und bringt damit die vielschichtig ausgearbeitete Ausbeutungsthematik von CANNIBAL HOLOCAUST auf den Punkt. Deodato's Film ist ein unbestrittener Meilenstein des Exploitation Kinos, er lockt seine (potenziellen) Zuseher mit plakativen Slogans, legt mit spektakulären Gewaltdarstellungen nach, beutet gleichsam gängige Vorurteile und Sehgewohnheiten aus und sticht einem zuletzt exakt deshalb ein Messer in den Rücken. CANNIBAL HOLOCAUST macht mit seiner diffizielen Funktionalität die Mechanismen seines Genres spür- und erlebbar und bringt nebenbei fast zwei Jahrzehnte italienisches Exploitationkino auf einen einzigen, essenziellen Punkt. CANNIBAL HOLOCAUST ist und bleibt das einzige Meisterwerk des Kannibalenfilms. Keine Empfehlung, aber unbedingstes Pflichtprogramm!
  • Wertu
  • Story
    4,0
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    1,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    5,0
    Verfasst von:
    eXistenZ

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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Mit Trash oder veralteten Genre spezifischen Produktionen kann ich grundsätzlich nicht allzu viel anfangen. Allerdings haben mich die Diskussionen über CANNIBAL HOLOCAUST dazu bewegt, mir den Film anzusehen. Es wird ja immer noch diskutiert ob der Film nun echte Geschehnisse zeigt und wenn ja, welche. Aufgrund dieser Diskussionen und der Tatsache, dass der Film als einer der härtesten überhaupt bezeichnet wird haben mich also entgegen meines ursprünglichen Geschmacks darauf gebracht den Film doch anzusehen...

Ich tu mir bei diesem Film aber wirklich schwer etwas darüber zu sagen. Ich weiß zwar, dass in den 70ern und 80ern der Kannibalenfilm beliebt war und dort auch seinen Höhepunkt hatte, bin aber durch CANNIBAL HOLOCAUST definitiv kein Fan davon geworden. Der Film zeigt einerseits nur die Grausamkeit des menschlichen Wesens (auf eine ganz bestimmte Art und Weise) und andererseits Effekte, die wirklich grenzwertig sind. Ob nun ein Penis abgeschnitten wird, (echte) Schildkröten ausgweidet werden der Frauen gepfählt werden - für Gorehounds ist auf jeden Fall etwas dabei. Die Effekte wirken den ganzen Film über sehr realistisch, was gänzlich für die bedrückende Atmosphäre sorgt. Das unangenehme Gefühl, das hier einen befällt, ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache.

Inhaltlich ist der Film sehr dünn gestrickt und spricht mich überhaupt nicht an, weswegen ich an dem Film nicht wirklich viele positive Seiten entdecke. Die Effekte sind ganz klar das Highlight des Films - atemberaubend und erschreckend.

CANNIBAL HOLOCAUST ist ganz harter Tobak und definitiv nichts für Zartbesaitete. Was für Genrefans wohl ein großes Werk der 80er ist, ist für mich nur ekelhaft und nicht gut umgesetzt. Spannung kommt niemals auf, lediglich die Effekte sorgen für ein mulmiges Gefühl - mehr hat der Film bei mir leider nicht bewirkt

3/10 Kannibalenstämme

geschrieben am 17.08.2011 um 16:38

Ich habe vor ca. drei Monaten das erste mal gesehen und war positiv überrascht. Die Tiersnuff-Szenen waren aber überflüssig und grausam.
Die Tiere dienten zwar im Endeffeckt als Nahrung für die Eingeborenen und wären wahrscheinlich sowieso gestorben, aber ob es auf so eine grausame Weise passiert wäre ist nicht klar. Die Kamera hätte nicht voll drauf zeigen müssen.
Wenn man von dem aber absieht ist der Film echt große Klasse. Eine bedrohliche Atmosphäre mit einem passenden Score und toller Kamerarbeit.
Allein den Anfang fand ich schon ziemlich bedrohlich, wo die Kamera nur über den Dschungel "fliegt". Es sieht alles friedlich und schön aus, aber zwischen den Bäumen und im Wasser lauert überall der Tod. Nicht nur von den Kannibalen.

Bei den Darstellern muss man nichts "Oscarreifes" erwarten, aber auch keine Totalausfälle.

Den Film kann man sogar als Kritik verstehen. Als Kritik an Medien und an den Menschen überhaupt. Ob das jetzt so gewollt war oder nicht kann ich nicht sagen, vielleicht hat Deodato mehr geschafft als er eigentlich wollte.

Ganz zu Anfang ist die Rede von den Wilden und Primitiven Menschen, die mit der modernen Zivilisation nicht mithalten können. Da kam in mir sofort der Gedanke hoch, was genau denn Gewalt und Sensationslust sei? Beides gehört zu den primitivsten was der Mensch hervorbringt und beides ist alltäglich in der modernen Welt, dazu bietet der Film beides! Der Film selber zeigt seinen Zuschauer somit schon, dass die "Wilden" und die "modernen Menschen" eigentlich garnicht so verschieden sind. Späteres Handeln von den Protagonisten unterstützt die These sogar und da meine ich nicht nur die vier Dokumentationsfilmer.
Die Eingeborenen sind dazu gar nicht so primitv wie sie eigentlich immer dargestellt werden. Auch sie haben Gastfreundschafft und sind interessiert an Kontakte knüpfen mit fremden Menschen. Klar gibt es da noch Gesetzte die in der "modernen Welt" unter menschenverachtend fallen, aber wir haben auch so angefangen, bzw. waren noch so als wir schon als "modern" gegolten haben. Eine gewissen Geschichte, die ein bisschen über 65 Jahre her ist, zeigt dies noch ziemlich deutlich.

Ich fand den Film dazu besonders medienkritisch. In dem er einen vorhällt, nicht alles zu glauben was man vorgesetzt bekommt, bzw. zu hinterfragen. Selbst die seriösisten Medien können die realität verzerren, dies sogar unbewusst, wie es im Film passiert wäre oder schon passiert ist.


Zu alledem bietet der Film natürlich noch ne ganze Menge an Gewalt, die äußerst realistisch in Szene gesetzt wurde und verantwortlich für die Deodatos Anklage war, echte Menschen für Film getötet zu haben. Zumal es neben den echten Tiertötungsszenen noch realistischer aussah.
Die Gewalt ist abstoßend, aber nicht zu übertrieben und "unnötig" (wenn man vom Tiersnuff absieht) wie in der modernen Folterwelle.

Ich setzt den Film mit einer meiner Lieblingshorrorfilme "The Texas Chainsaw Massacre" auf eine Stufe. Die Wertung geht aber wegen dem Tiersnuff nach unten. Besonders die erste Szene, die mit der Ratte oder ähnlichem hat mich äußerst mitgenommen. Es ist auch schwer, den Film deswegen zu bewerten, da die Szenen nicht schlecht sind. Nur das Wissen, dass da echte Tiere sterben, zum Teil nur der Sensationslust wegen, bringt einen faden beigeschmackt und möchte nicht gut heißen.
Eigentlich 9/10, aber so enthalte ich mich einer Wertung.
Die Cutversion, ohne die Tiertötungen würde die Wertung nicht anders machen, da es um die Tiertötung für den Film ansich geht und die Cutversion das töten nicht verhindert hat.

geschrieben am 26.07.2011 um 20:16

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ø Wertung: 7,1/10 | Wertungen: 11 | Kritiken: 2