Jason X, das insgesamt neunte Sequel der Serie "Friday the 13th", entstand im Jahre 2001.
Mit der unter seiner Federführung entstandenen Produktion, beschritt Regisseur Jim Isaac revolutionäre Wege. Um die verwöhnte Schar des vorwiegend jüngeren Publikums bei Laune zu halten, verlegte Isaac den Ort des Geschehens, in ein futuristisches Raumschiff. Auch die Protagonisten, wurden charakterlichen Veränderungen unterzogen. Der Teenie der vergangenen Jahrzehnte, das kreischende und naiv agierende Individium, der Prototyp des Opfers, hatte ausgedient. Isaac bediente sich des modernen Klischees, der cool und abgeklärt wirkenden Charaktere, ein klares Tribut des Regisseurs an die Moderne. Das neue Konzept entwickelte sich zum nationalen Flop, der Film wurde von den Zuschauern regelrecht zerrissen. Das Einspielergebnis des Films lag mit 12,6 Millionen Dollar unterhalb der produktiven Kosten, in Höhe von umgerechnet 14 Millionen Dollar.
Erst durch die Vermarktung, ausserhalb der Vereinigten Staaten, wandelte sich das finanzielle Desaster in ein lukratives Geschäft. Die weltweite Vermarktung der Produktion, erbrachte den Verantwortlichen einen Bruttogewinn, in einer Gesamthöhe von rund 42 Millionen Dollar.
Jason X war der erste Film, der Serie "Friday the 13th", in dem ausschliesslich digital gestaltete Effekte verwendet wurden. Dieser Umstand, gepaart mit der futuristischen Location, ermöglichte eine äusserst kreative Gestaltung der Spezialeffekte. Im Vergleich zu vielen anderen Sequels ließ Isaac, die Figur des Jason Voorhees, mit äusserster Brutalität agieren. Trotz der direkten und unverblümten Visualisierung, erteilte die amerikanische Zensurbehörde MPAA ein R-Rating. Entgegen der brodelnden Gerüchteküche, ist die in Deutschland und Österreich erhältliche DVD völlig ungeschnitten, sie entspricht jener Version die von der MPAA mit der R-Rated-Freigabe versehen wurde. In einem Interview bestätigte Isaac noch einmal, das keine Unrated-Version dieses Films existiert.
Isaac kreierte eine hanwerklich solide Produktion. Die von ihm beschrittenen revolutionären Wege, mündeten in ein durchschnittliches Produkt. Die Lobeshymnen auf das Werk Isaacs, entstammen zumeist dem jüngeren Publikum. Diese Tatsache mündete in der Erkenntnis, das die Wandlung der Charaktere ihr Ziel nicht völlig fehlte. Dennoch blieb die Wandlung der Charaktere, auf "Jason X" beschränkt. Bereits im realtemporären Nachfolger, dem Film "Freddy vs. Jason", verfielen die Verantwortlichen wieder dem altbekannten Opferklischee, des pupertär-naiven Teenagers.
Im Laufe der damals einundzwanzigjährigen Entwicklungsgeschichte, der Serie "Friday the 13th", hatte sich der Zuschauer an bestimmte Merkmale gewöhnt. Isaac ignorierte diese Erkenntnis, was viele Fans, zu kontroversen Diskussionen veranlasste. Aus objektiver Sicht, handelt es sich bei Jason X, um eine durchaus ansehnliche Produktion, solide und kurzweilig. Im Hinblick auf das subjektive Empfinden, betrachte ich Jason X als völligen Fehlschlag, als ein Produkt für ein jüngeres Publikum, dem ich wohl bereits entwachsen bin.
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