Zombie 2 - Day of the Dead

  • Informationen zum Film
  • Zombie 2 - Day of the Dead

  • Originaltitel:
    Day of the Dead
    Genre:
    Horror, Sci-Fi
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    1985
    Kinostart Deutschland:
    20.08.1987
    Kinostart USA:
    19.07.1985
  • Cast & Crew
  • Regie:
    George A. Romero
    Drehbuch:
    George A. Romero
    Musik:
    John Harrison, Jim Blazer, Sputzy Sparacino
    Darsteller:
    Sherman Howard, Gregory Nicotero, Lori Cardille, Terry Alexander, Joseph Pilato, Jarlath Conroy, Anthony Dileo Jr., Richard Liberty, Gary Howard Klar, Ralph Marrero, John Amplas, Phillip G. Kellams, Taso N. Stavrakis, Don Brockett, William Cameron, Deborah Carter, Winnie Flynn, Debra Gordon, Jeff Hogan, Barbara Holmes, David Kindlon, Bruce Kirkpatrick, William Andrew Laczko, Susan Martinelli, Kim Maxwell, Barbara Russell, Gene A. Saraceni, John D. Schwartz, Mark Tierno, Mike Trcic
  • Inhalt
  • Phase 3 in George A. Romero's konsequenter Timeline: Die lebenden Toten haben die Menschen überrannt und die Herrschaft übernommen. Das Verhältnis liegt in etwa bei 400.000:1, wenn man Dr. Logan's (Richard Liberty) Berechnungen Glauben schenken darf. Ein abrupt zusammengewürfeltes Team, bestehend aus Wissenschaftlern und Militärs, fristet sein tägliches Dasein innerhalb eines unterirdischen Bunkerkomplexes. Während das wissenschaftliche Team sich damit beschäftigt, das Zombie-Phänomen zu analysieren um Gegenmaßnahmen entwickeln zu können, bricht Stück für Stück jener militärische Support zusammen, den sie bisher hatten. Als Capt. Rhodes (Joseph Pilato) das Kommando übernimmt, ist Schluß mit lustig! Er will Ergebnisse sehen, die er verstehen kann und beschwört einen Konflikt innerhalb der Gruppe herauf, der völlig eskaliert und die gesamte Mannschaft des unterirdischen Stützpunkts in den Abgrund führt...
  • Filmkritik
  • Das System frißt sich selbst -----
    Wenn NIGHT OF THE LIVING DEAD der unheimliche Horrorfilm ist, und DAWN OF THE DEAD das comichafte, apokalyptische Splattermovie, dann ist DAY OF THE DEAD das existenzialistische, nachtschwarze Drama in Romero's "Dead"-Serie. Schon allein der Titel DAY OF THE DEAD bringt es auf den Punkt, handelt der Film doch von einer Gruppe von Menschen, die in der ewigen Dunkelheit eines unterirdischen Bunker- und Tunnelsystems leben. Der Tag, also das Sonnenlicht an der Oberfläche, "gehört" längst den lebenden Toten. DAY OF THE DEAD ist eine konsequente Weiterentwicklung von Romero's Weltuntergangs Szenario. Die Schlacht ist längst vorbei und die Menschen haben verloren. Das Ende der Menschheit ist nicht nur eindeutig vollzogen, es wird im post-apokalyptischen Umfeld von DAY OF THE DEAD retrospektiv und stichhaltig begründet und am Beispiel der handelnden Figuren detailliert veranschaulicht. Wissenschaftler und Soldaten bilden eine Gruppe, die sich in ihrer Zusammensetzung als so inkonsistent erweist, dass sie sich primär über ihre Konflikte untereinander definieren. Kooperatives Versagen innerhalb gesellschaftlicher Strukturprinzipien ist ein essenzieller Kernpunkt in der Romero'schen Darstellung bluttriefender Abgesänge auf die Menschheit im Allgemeinen. Die immanente Unfähigkeit zur Konfliktlösung innerhalb der Spezies hat uns dem kollektiven Untergang geweiht, in dem Punkt ist Romero's gesamte Zombie-Serie eindeutig. Kaum ein anderer Satz verdeutlicht das besser als Norbert Stresau in seinem Buch Der Horror-Film: Von Dracula zum Zombie Schocker (Heyne Filmbibliothek, ISBN: 3-453-86098-5): "Das System frißt sich selbst." Angesichts einer schier unzählbaren Horde von fleischfressenden Zombies, welche die wenigen überlebenden Menschen bedrohen, eine exzellent komprimierte, doppelbödige Formulierung, welche das selbstzerstörerische Konfliktverhalten dieser Gruppe adäquat in den Kontext des Films zu setzen vermag und ihr Dilemma in nur einen einzigen, kurzen Satz ausdrückt. Es ist für immer vorbei - und wir haben es selbst vermasselt!

    They are us! -----
    Regisseur George A. Romero hat bislang mit seinen Zombiefilmen immer Pionierarbeit geleistet. NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968) war die Initialzündung des modernen Zombiefilms, DAWN OF THE DEAD (1978) sein erstes großes (Splatter)Spektakel. Mit DAY OF THE DEAD entwickelt der Regisseur nicht nur seine eigenen Ideen konsequent weiter, er positioniert auch erstmals die Idee lebende Tote zu resozialisieren. Die Figur des Dr. Logan ist hiebei ein Schlüssel zur Materie. Während die meisten Figuren des Films immer noch an einer Gesellschaftsordnung festhalten, die längst nicht mehr existiert, ist der brilliante, aber zweifellos auch etwas verrückte, Wissenschaftler Dr. Logan bereits einen Schritt weiter. Er hat - als einziger - die neue Weltordnung akzeptiert und verinnerlicht, hat jedwede althergebrachte Strategie und Moral über Bord geworfen und fokussiert sich mit bestechender Logik auf neue Lösungsansätze. Die Untoten sollen domestiziert und somit resozialisiert werden, mit anderen Worten: Es sind mittlerweile zu viele um ihnen allen eine Kugel in den Kopf zu jagen, nun müssen wir uns mit ihnen arrangieren! Soziales Verhalten soll belohnt werden, Belohnung ist der Schlüssel. Schliesslich sind wir ja auch selber bereits im Kindesalter mit dem Trick der Belohnung dazu gebracht worden uns systemkonform zu verhalten. Eine messerscharfe, ernüchternd wertfreie und erstaunlich simple Analyse eines Kontrollsystems, welches - so Logan - universell anwendbar ist und am Beispiel des domestizierten Zombies Bub (hervorragend gespielt von Howard Sherman) sichtbar wird. "They are us!", schlussfolgert Dr. Logan und auf eine hintergründige, bitterböse Art hat er damit auch völlig recht... Mit seinen zweifellos bizarren, und moralisch äußerst fragwürdigen Experimenten, versucht er zu beweisen, dass Zombies sehr wohl in der Lage dazu sind soziale Integration, wenn auch auf primitiver Ebene, zu erlernen. Ist es tatsächlich möglich die Untoten durch gezielt eingesetzte Verhaltensmuster dazu zu bewegen die Menschen nicht primär als Befriedigung ihres Hungers nach Menschenfleisch zu sehen? "Hello, Aunt Alicia!" brabbelt der Untote Bub in den Hörer eines nicht angeschlossenen Telefons... wissenschaftliche Hoffnung, oder geschmackloser Trick eines Forschers? Am Ende von DAY OF THE DEAD ist diese Frage nach wie vor offen. Zwar bleiben die beschwörenden Worte einer Vorbildwirkung unsererseits, zur Resozialisierung der Untoten, bestehen, andererseits hat Dr. Logan seine bizarren Experimente so weit getrieben, dass die Militärs ihm letztendlich den Garaus machen. Vorbildwirkung ade, Hello, Aunt Alicia...!

    The bright side of death -----
    Für mich persönlich ist DAY OF THE DEAD der beste Film in Romero's Serie. Die Figuren des Films sind sehr detailliert gezeichnet und aus ihren Handlungsweisen ergibt sich eine schlüssige thematische Agenda. Die darstellerischen Glanzlichter des Films sind ohne Zweifel Richard Liberty als Dr. Logan und Howard Sherman als Bub. Die nahezu Vater/Sohn ähnliche Verbundenheit der beiden Figuren wird von den Darstellern wunderschön transportiert und ist ein Herzstück des gesamten Films. Howard Sherman, der als Zombie nur einen einzigen Satz in seiner Rolle sprechen darf, gibt mit seiner differenzierten Mimik und Gestik eine gefühlvolle Performance ab, die einfach nur großartig ist und den Film, aller expliziten Splatterszenen zum Trotz, einen durchwegs humanistischen Aspekt verleiht. Zweifellos der Gipfel der Ironie. Stilistisch unterscheidet sich DAY OF THE DEAD in Look and Feel ganz deutlich von seinen Vorgängern. Die klaustrophobischen optischen Raumverengungen durch düstere Schatten einer S/W Fotographie (NIGHT OF THE LIVING DEAD) und die farbenfrohen Bilder eines wüsten Splattercomics mit hintergründigen Humor (DAWN OF THE DEAD) finden kaum Eingang in die einerseits hellen und klinisch kalten, andererseits nachtschwarzen Bilderwelten von DAY OF THE DEAD. In Punkto Splatter und Gore braucht DAY OF THE DEAD den Vergleich mit seinen Vorgängern sicher nicht scheuen. FX-Maestro Tom Savini zaubert eine Vielfalt an hochgradig blutigen Effekten auf die Leinwand, die - in Summe gesehen - sicher zu seinen besten Arbeiten überhaupt zählen und Splatterfans ins Staunen versetzen können. Die Make Up Effekte sind deutlich detaillierter und vielschichtiger ausgefallen als in den beiden Vorgängerfilmen und die Goreszenen (z. B. in Dr. Logan's Labor) sind handwerklich allererste Klasse. Obwohl die Musik den Film durchaus gut begleitet und unterstützt, hat hierbei für mich immer noch Goblin mit ihren eindrucksvoll düsteren und bedrohlichen Synthie-Score zu DAWN OF THE DEAD die Nase vorn. Ansonsten ist DAY OF THE DEAD für mich George A. Romero's Meisterwerk, der inhaltlich originiellste, durchdachteste und intelligenteste Zombiefilm aller Zeiten!
  • Kurz Kritik
  • Story
    5,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,5
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    5,0
    Verfasst von:
    eXistenZ

Kommentare

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User Kritiken

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Inhalt: Die Erde wird überrannt von blutdurstigen Untoten. Durch die menschenleeren Städte geistern die Zombies auf der Suche nach frischem Fleisch.
Einige Überlebende können sich in einem unterirdischen Bunkersystem verstecken. Dort versucht das Militär zusammen mit Wissenschaftlern eine Lösung gegen die Zombie-Übermacht zu finden. Aber die Spannung zwischen Soldaten und Zivilisten wächst immer weiter und es kommt zur Katastrophe...


Kritik: Als ich den Film 1987 zum ersten Mal im Kino sah (ich kann mich gut daran erinnern, weil es mein erster Kinobesuch war, zu dem ich mit meinem ersten, eigenen Auto gefahren bin!), war ich schwer enttäuscht und konnte kaum glauben, was ich dort ansehen mußte. Ich fand den Streifen langweilig und viel zu Actionarm. Heute, fast 25 Jahre später, habe ich den Film zum x-ten Mal gesehen und finde ihn zumindest etwas besser als damals. Ok, die damalige Kinofassung war natürlich stark gekürzt und es fehlten dadurch selbstverständlich ein paar gute Szenen. Heutzutage ist es ja glücklicherweise kein Problem mehr, sich alle Filme ungeschnitten zu besorgen. Damals hatte ich noch keine Ahnung, daß der Film stark geschnitten im Kino lief.

Tja, trotz der Tatsache, daß ich natürlich die ungeschnittene Fassung gesehen habe, kann mich der dritte Teil der „...of the Dead“ Reihe von George A. Romero nicht überzeugen. Schon 1987 war ich darüber sehr enttäuscht, daß die Story nicht an den grandiosen Vorgänger „Dawn of the Dead“ anschließt, dabei gab es doch ein so schön offenes Ende. Leider sagt mir die Story von „Day of the Dead“ nicht wirklich zu, denn ich finde sie teilweise recht dämlich. Klar, der Zombie „Bub“ ist schon eine Kultfigur, dennoch hatte ich eine wesentlich härtere Story erwartet. Die Protagonisten der gemischten Gruppe (Wissenschaftler und Militär) wirken fast alle wenig authentisch, da sie sich in ihrer Situation sehr irrational verhalten. Natürlich befinden sie sich in einer Extremsituation, doch selbst der schwächste Geist sollte wissen, daß man in solchen Situationen zusammenhalten muß. Die Experimente von „Dr. Frankenstein“ sorgen zwar für einige coole Bilder, und mit Beteiligung von „Bub“ auch für einige lustige Szenen, sind aber in Anbetracht der Lage ziemlich unsinnig. Die gezeigten Experimente und die dazugehörigen Erklärungen von Dr. Logan („Dr. Frankenstein“), haben aber auch einige positive Aspekte. So wird z.B. recht detailliert auf die Zombies eingegangen, wobei deren Wesen erklärt wird. Wie schon gesagt, kommen dabei ein paar sehr schöne Szenen zustande. Hier konnte sich Tom Savini richtig austoben, denn die Experimente des liebenswerten und gleichzeitig etwas wahnsinnigen Dr. Logan, sind schon sehr skurril. Er geht quasi über Leichen um sein unsinniges Ziel zu erreichen, die Zombies zu erziehen und dadurch zu kontrollieren.

Der Härtegrad ist ganz ordentlich und steigt zum Ende hin noch deutlich an. Ich muß aber eindeutig sagen, daß mir die tollen Headshots und Beiß-/Freßszenen aus „Dawn of the Dead“ sehr fehlen. Zwar sind die F/X wieder vom Großmeister Tom Savini und die Technik ist ja auch sieben Jahre weiter (zwischen „Dawn of the Dead“ und „Day of the Dead“ liegen sieben Jahre), dennoch gefallen mir viele Effekte aus dem Vorgänger besser! Auch ist die Anzahl der harten Szenen deutlich geringer und dadurch ist der Film in meinen Augen nicht so sehenswert wie der letzte Teil. Nein, schlecht sind die gebotenen F/X wirklich nicht, nur hätte es deutlich mehr sein können/müssen! Die Masken der Zombies sehen auch schon um einiges besser aus, als die blau geschminkten Gesichter im sieben Jahre älteren Prequel. Obwohl ich dazu sagen muß, daß ich die blauen Gesichter garnicht so schlecht finde!

Man kann vielleicht sagen, daß es sich um einen etwas anspruchsvolleren Film handelt, der mit vielen Dialogen aufwartet, doch eben diese Dialoge sorgen teilweise für einige Längen. Die Mischung ist ja nichtmal schlecht, doch hätte ich mir mehr Härte erhofft. Auch diesmal hat George A. Romero einiges an Gesellschaftskritik in seinem Film untergebracht. Anstatt gemeinsam stark zu sein, schafft es die Gruppe (ausgehend von den starrköpfigen Militärs) sich selbst zu vernichten. Der Mensch ist der schlimmste Feind des Menschen!

Auch die Atmosphäre kann dem Vorgänger nicht das Wasser reichen! Die ersten Minuten, wo die menschenleere Stadt gezeigt wird, sind absolut klasse, doch bleiben diese Szenen eine Ausnahme. Gerade die Städte hätten sehr viele Möglichkeiten geboten. Die Handlung beschränkt sich im weiteren Verlauf leider nur noch auf das unterirdische Bunker- und Höhlensystem. In dieser Höhle spielt eine längere Sequenz, die allerdings ziemlich kläglich ausfällt. Hier wurde eine gute Chance verpasst, die klaustrophobische Enge und die Dunkelheit dieser Location perfekt auszunutzen.

Die Schauspieler machen ihre Sache zwar sehr gut, doch finde ich die meisten Figuren nicht besonders gelungen. Dr. Logan und Captain Rhodes (sowie eigentlich alle Soldaten) werden nach meiner Meinung stark überzogen dargestellt. Dieses Overacting mag zwar zur gesellschaftskritischen Handlung passen, mir gefällt es aber nicht wirklich gut. Die Figuren wirken einfach nicht realistisch.


Bewertung: Nach dem fantastischen „Dawn of the Dead“ hatte ich auf eine ähnlich starke Fortsetzung gehofft, leider konnte George A. Romero das Niveau des Vorgängers nach meiner Meinung nicht halten. Sehenswert ist der Streifen definitiv, denn obwohl er in meinen Augen nicht so stark ist wie der letzte Teil, so ist er trotzdem deutlich besser als ein Großteil anderer Genrekollegen. Wirklich interessant ist die Figur des "Bub", der zu einer kleinen Kultfigur geworden ist.

7,5/10 Punkte

geschrieben am 04.11.2011 um 11:52

So, nachdem ich den Zombiekult schlechthin - "Dawn of the Dead" - nun endlich in einer für mich ertragbaren und sehr gut schaubaren Fassung nachgeholt habe ist nun der nächste von George A. Romero dran - DAY OF THE DEAD. Auch den habe ich bereits gesehen, doch auch hier weiß ich leider nichts mehr, außer dass er mir damals besser als der Final Cut seins Vorgängers gefallen hat. Ging, soweit ich noch weiß, flotter und auch härter zu. Mal schauen ob mich meine Erinnerung täuscht, ich hoffe jedenfalls auf gute Unterhaltung...

...7 Jahre sind zwischen "Dawn..." und "Day..." und das sieht man den beiden Filmen auch an. Gleich zu Beginn sieht man dem Film die technische Entwicklung an, denn die Effekte sind nur mehr im Ansatz mit denen des Vorgängers zu vergleichen. Zum einen wirken die Zombies wirklich wie (lebende) Leichen und nicht wie blau bemalte Schauspieler, zum anderen sind die Goreszenen richtig saftig und hart ausgefallen. Da werden unzählige Körperteile auf verschiedenste Art und Weise abgetrennt, ein wahrer Genuss sind bestimmte Szenen dadurch. Abgesehen von kleineren Einwürfen im Laufe des Films möchte ich hier vor allem auf das Ende zu sprechen kommen, denn hier wird's so richtig blutig. Was man hier abgezogen hat ist wirklich ganz großes Splatterkino, erste Sahne! Aber...

...warum braucht man dafür so lange? Zugegeben, ich brauchte ziemlich lange um mich an das militärisch wissenschaftliche Setting zu gewöhnen und war auch am Ende nicht davon begeistert, doch das wäre nur halb so schlimm wenn im Hauptteil des Films etwas passieren würde. Der Anfang ist toll, man steigt wieder mitten im Geschehen ein und ist gleich voll dabei, auch die wissenschaftliche Note fand ich wirklich toll und interessant - endlich bekommt man mal genauere Details über das Zombiesein präsentiert. Das ist neben dem Gore die für mich größte Stärke des Films, denn nicht nur die üblichen 08/15-Infos (z.B. Sterben durch Kopfschuss) werden einem hier serviert, man geht genauer auf die Zombies ein. Wie kommt's dazu? Was sind sie eigentlich? Kann man daran was ändern und wenn ja, was? Diese Fragen werden einfach zu oft ignoriert bzw. schlecht kopiert, hier funktioniert das wunderbar! Der Militärskontext sagte mir von Anfang an nicht zu und dabei blieb's mehr oder weniger auch was aber vorwiegend daran liegt, dass viel zu lang nichts passiert bevor der Film in die Schlussoffensive geht. Man versucht die Spannungen zwischen en Charakteren zu vertiefen und die Atmosphäre damit zu pushen, doch das klappt leider nur in vereinzelten Momenten. Zu lange ist der Leerlauf, zu belanglos der gebotene Inhalt - hier hätte es dem Film wohl nicht geschadet 10 Minuten rauszunehmen!

Ich stehe DAY OF THE DEAD sehr unschlüssig gegenüber, denn er hat wirklich sehenswerte Stärken, aber ebenso große Schwächen. Geniale Splattereinlagen und die genauere Beschäftigung mit der "Materie Zombie" konnten mich wirklich begeistern - das Ende ist nochmal richtig temporeich, gorehaltig und spannend und setzt einen unglaublichen Schlusspunkt. Leider zieht sich der Film davor ein wenig was den Gesamteindruck ebenfalls schmälert. So, muss ich sagen, bleibt der Film nur knapp hinter "Dawn of the Dead" zurück - sehenswert ist der Film aber allemal, vor allem Gorehounds dürften an der ein oder anderen Szene ihren Spaß haben!

7,5/10 Headshots

geschrieben am 20.08.2011 um 03:31

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Wertung: 8,1/10 | Wertungen: 15 | Kritiken: 2