Workingman's Death

  • Informationen zum Film
  • Workingman's Death

  • Originaltitel:
    Workingman's Death
    Genre:
    Dokumentation
    Produktionsländer:
    Deutschland, Österreich
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    25.11.2005
    Kinostart Deutschland:
    27.04.2006
  • Inhalt
  • Michael Glawoggers Dokumentation führt über fünf Stationen dieser Welt. Die Ukraine, Indonesien, Nigeria, Pakistan und China. Gezeigt wird das Leben und das Schaffen Schwerstarbeiter in unserer Welt.
  • Filmkritik
  • Eine Dokumentation in fünf Kapitel:

    Kapitel 1 / Helden / Kohlengrubenarbeiter in der Ukraine

    Einst war dieser Beruf in der Ukraine sehr angesehen. Auch ein Volksheld ging aus der damaligen Zeit hervor. Heute arbeiten diese Männer unter Tags um überleben zu können. Ungesichert und vor allem illegal schuften diese Bergleute im Liegen. Denn diese Höhlen sind oft nicht höher als 50 Zentimeter. Und jeder Schlag gegen die Wände kann der Letzte sein. Nur um ein warmes Zuhause und etwas Futter zu besitzen.
    In beeindruckenden Bildern erzählt Michael Glawogger eine beklemmende Geschichte über dieses arme Volk. Und trotzdem zeigen diese Ukrainer eine Herzlichkeit und eine Wärme, die man sich hier zu Lande oft nur Wünschen mag.

    Kapitel 2 / Geister / Schwefelträger in Indonesien

    Diese Arbeiter müssen Stunden lang bergauf zu den Schwefelhalden marschieren um dem zu Stein gewordenen Schwefel abzutragen, aufzuladen und mit dem eigenen Körpergewicht den Berg runter zum Abnehmer bringen. Dieser Vorgang benötigt einen Tag und so eine Fracht kann unter Umständen mehr als 100 Kilogramm wiegen. Dabei stoßen ihnen giftige Schwefeldämpfe entgegen und so mancher Tourist kann dabei im Wege stehen. Dabei ist das Gelände unbefahren und sehr steinig.
    Unglaublich das diese hageren Indonesier solch eine Belastung standhalten können. Für einen geringen Lohn wird jeder Tag zur besonderen Tortour für den Körper und der Seele. Unglaublich das diese Arbeiter trotz dieser psychischen Grausamkeit noch über ihr eigenes Leben philosophieren und lachen können. In ihren wenigen Pausen geben sie Touristen bereitwillig Auskunft und erzählen was sie am Abend mit ihrem wenigen Geld alles anstellen.

    Kapitel 3 / Löwen / Viehhandel in Nigeria

    Szenerie dieses Kapitel ist ein Schlachthof inmitten Nigerias. Hier werden Kühe, Ziegen, Hühner etc. getötet, zerlegt und geröstet. Die Feuerstellen werden mit alten Gummireifen betrieben, die Schlachtbank ist die freie Natur. In unfassbaren nahen fast unsehbaren Bildern wird der Zuschauer Zeuge dramatischer Kämpfe gegen den Tod. Und das Tier verliert jede Schlacht. Der Schlachter tötet an guten Tagen bis zu 350 Kühe, und jeden Schnitt mit der großen Klinge zeigt Michael Glawogger in einer unerträglichen Großaufnahme. Die Köpfe werden abgetrennt, die Innereien werden fein säuberlich auf dem blutüberströmten schmutzigen Boden gelegt. Häute werden abgetrennt und Hörner der Bullen abgesägt. Hier geht Glawogger an die Grenzen des Sehbaren und sicherlich beabsichtigt die These das Fleisch nicht nur schön verpackt beim Lebensmittelhändler zu Kaufen gibt. Die Nigerianer selbst strahlen eine Freundlichkeit und eine selten gesehene Zufriedenheit aus. Unfassbar in anbetracht ihrer Umstände.

    Kapitel 4 / Brüder / Schiffszerleger in Pakistan

    “ Wir sind wie Brüder “. Die Pakistani zeigen sich ungern mit ihren Frauen. Viel mehr ist ihnen die Arbeit auf jene Schiffswracks wert, die seit dem letzten Krieg unfahrbar am Strand liegen. Untereinander gesprächig, doch in der Öffentlichkeit und vor Kameras geben sie sich weltfremd, scheu und verschlossen. Auch gibt es kaum Übersetzer und so war es für das Team unsagbar schwer zu kommunizieren. Unverstanden und ratlos verließ Michael Glawogger schnellstmöglich das Land um nach weiteren Schwerstarbeitern zu suchen.

    Kapitel 5 / Zukunft / Stahlfabrik in China

    In unserer Voest durfte der Regisseur Michael Glawogger nicht drehen. Er hielt deshalb keine Drehgenehmigung weil die Voest schnell weg vom Schwerstarbeiterimage kommen will. Aus diesem Grund hatte er ein Auge auf eine Anlage in China geworfen. Es ist das letzte und auch kürzeste Kapitel in Glawoggers Dokumentation.

    Fazit:

    Michael Glawogger schaffte mit Workingman´s Death eine intensive und aufreibende Dokumentation. Mit wunderschönen und zeitgeschichtlichen wichtigen Aufnahmen versteht er sein Publikum gleicher Maßen zu fesseln und zu verwirren.
  • Wertu
  • Story
    5,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel

Kommentare

Um einen Kommentar verfassen zu können müssen Sie sich einloggen. Sollten Sie noch keinen DVD-Forum.at Account haben, registrieren Sie sich bitte hier.

Userkritiken

User Kritiken

Um eine Kritik auf DVD-Forum.at abzugeben musst du angemeldet sein.

Cover

Cover

Bewerte den Film!

Meine Wertung:


Community Wertung:

ø Wertung: 0/10 | Wertungen: 0 | Kritiken: 0