IN HER SHOES ist ein geglückter liebevoller Film über das Leben, die Beziehung und deren Familien. L.A. Confidential, Wonder Boys und 8 Mile Regisseur Curtis Hanson beweist auch in Sachen Komödie ein sicheres Händchen. Er lässt verschiedenste Charaktere mit und gegeneinander agieren. Gefühlvoll stellt IN HER SHOES eine Balance zwischen Drama und Komödie her. Teils witzig pointiert, teils dramatisch aktiv, versteht der Filmemacher seine Akteure in jeder Minute glaubhaft operieren zu lassen. Der Film verbietet meist erfolgreich einzelne Durchhänger, versucht rasant und kurzweilig zu wirken, und schnellstmöglich durch 130 Minuten Filmlänge zu führen. Und die Tatsache das der Zuschauer keineswegs das Gefühl hat auf die Uhr sehen zu müssen weist darauf hin das diese Mission geglückt ist.
Cameron Diaz als Hauptpart Maggie zu besetzen ist fragwürdig. Denn im ersten Teil hat Cameron es mit der fabelhaften Tony Colette ( Rose ) zu tun und wird rigoros an die Wand gespielt. Trotz ihrem Engagement und ihren hübschen Aussehen schafft sie es in keiner Weise ihrer Kollegin Paroli zu bieten. Lange Beine und ein naives Lächeln allein machen keine Darstellerin von Güte. Der zweite Teil von IN HER SHOES gestaltet sich für Cameron noch schwieriger. Denn ab sofort heißt es “ Vorhang frei “ für eine der besten Schauspielerin unserer Zeit; Shirley MacLaine ! Ab sofort ist Cameron, obwohl sie weiter die Hauptrolle inne hat, nicht mehr zu sehen. Von fort an herrschen die Gesetze der “ Community for acting Seniors “, vor allem die Gesetze der Ella Hirsch ( MacLaine ). Großartig noch immer gewaltige Präsenz, ihre Ausdruckskraft, und ihre Fähigkeiten selbst noch im hohen Alter. Das erste Zusammentreffen im Film aller drei Protagonistinnen beweist am besten die eben erwähnten Zeilen. Collette und MacLaine harmonisieren hervorragend, während Miss Diaz sich einfach in Luft auflöst. Vielleicht wäre hier ein anderes Casting besser und von Nöten gewesen.
Im allgemein darf beigetragen werden das in “ IN HER SHOES “ keine tiefschichtigen Themen zu ernst behandelt werden. Keinesfalls oberflächlich aber auch kein Durchforsten zwischenmenschlicher Gefühle findet statt. Leicht bekömmlich und doch ein wenig zum Grübeln bietet IN HER SHOES jene Unterhaltung den man sich für einen netten Kinoabend erwarten darf. Und er hinterlässt keinen fahlen Beigeschmack, eher eine Anregung sich eigener Familiensituationen bewusst zu werden. Denn die Probleme in der eigenen Verwandtschaft könnten mitunter durchaus der Konstellation im Film ähneln.
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