Die Bettlektüre

  • Informationen zum Film
  • Die Bettlektüre

  • Originaltitel:
    The Pillow Book
    Genre:
    Romanze, Drama
    Produktionsländer:
    Frankreich, UK, Niederlande, Luxemburg
    Produktionsjahr:
    1996
    Kinostart Österreich:
    15.11.1996
    Kinostart Deutschland:
    24.10.1996
    Kinostart USA:
    06.06.1997
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Peter Greenaway
    Drehbuch:
    Sei Shonagon, Peter Greenaway
    Darsteller:
    Ken Mitsuishi, Vivian Wu, Yoshi Oida, Ken Ogata, Hideko Yoshida, Ewan McGregor, Judy Ongg, Yutaka Honda, Barbara Lott, Miwako Kawai, Lynne Langdon, Chizuru Ohnishi, Shiho Takamatsu, Aki Ishimaru, Hisashi Hidaka, Dehong Chen, Ham-Chau Luong, Akihiko Nishida, Kentaro Matsuo, Nguyen Duc Nhan, Augusto Aristotle, Roger To Thanh Hien, Chris Bearne, Ronald Guttman, Wichert Dromkert, Martin Tukker, Wu Wei, Tom Kane, Kheim Lam, Daishi Hori
  • Inhalt
  • Ein Fest der Sinne und Sinnlichkeit. In seiner Bettlektüre schwelgt Peter Greenaway in nackter Lust. Text und Sex bestimmen das Leben der schönen Japanerin Nagiko. Erotische Lust empfindet sie nur, wenn sie mit Schriftzeichen bemalt wird. Der unbändige Wille, den Akt der Liebe mit aller Bessenheit zu erleben, treibt sie in die Arme von Jerome. Nach dem tausend Jahre alten-gewiß nicht jugendfreien- Tagebuch einer Hofdame der Kaiserin Sadako.
  • Filmkritik
  • Der ARTHAUS Film weckt gewisse Erwartungen, sowie auch der Regisseur, dessen Film „Die Bettlektüre“ das erste seiner Werke ist, die ich mir zu Gemüte führe. Greenaway, einer der arrivierten, europäischen Regisseure, zeigt in seinem Film ein beneidenswertes Talent für Bilder und Farbkomposition.  Gleich zu Beginn des Filmes arbeitet er mit einer Bild im Bild Technik (ein kleines Bild in einem der Ecken des normalen Bildes), später stellenweise mit einer Vierteilung. Bei diesem Autorenfilm spricht der Macher des Films seine eigene Film-und Bildsprache, was ihm hoch anzurechnen ist.

    Der Film ist eine kreative Entfaltung von Greenaway, denn nicht nur die Machart des Films ist sehr innovativ, auch die Idee des Films ist großartig. Ich hätte den Film eher einem asiatischem Regiemeister zugeordnet, als dem Briten. Greenaway, der ursprünglich Maler werden wollte, versucht das Thema Literatur und Sprache mit dem Medium Film zu begegnen. Allgemeiner könnte der Film als eine semiotische Studie über die Beziehung Zeichengeber-Zeichenempfänger b.z.w. Mensch-Zeichen gesehen werden. Zeichen und Leidenschaft bestimmen den Film und in einer gewissen Weise ist der Film eine Homage an die Liebe zu Zeichen und die Zeichen der Liebe.

    Die Hauptdarstellerin ist eine Buchstabenfetischistin und alle anderen Charaktere des Films sind durch die Liebe zu ihr und zu den Zeichen miteinander verknüpft und stark geprägt (Nagiko’s Vater ist Schriftsteller, der von seinem Verleger sexuell bedrängt wird, Nagiko’s Liebhaber Jerome ist Übersetzer, ein jugendlicher Photograph ist in Nagiko verliebt). Sie alle setzen Zeichen und da der Film in Asien spielt, kann vom buchstäblichen Zeichensetzen sprechen.

    Jetzt zu meinen negativen Kritikpunkten. Greenaway spricht zwar in seinen eigenen Bildern und erzählt uns seine eigene Geschichte, aber ich habe mich teilweise überfordert gefühlt, jede einzelne Hadlungsstrangverknüpfung zu verstehen. Der Film ist als ganzes zu lang geraten und ich unterstelle dem Regisseur eine zum Teil gerechtfertigte Eigenliebe.

    Meiner Meinung hätte es dem Film gut getan, wenn der Schluß mit dem Tod Jerome’s zusammenfällt. Ab dem Tod Jerome’s ist der Film nicht mehr interessant und die dramatische Kurve zeigt nach unten. Aber selbst schauen und eigene Gedanken machen. Der Film ist es wert!
  • Kurz Kritik
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    5,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Fipse Suppenstaub

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