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Ali

  • Informationen zum Film
  • Ali

  • Originaltitel:
    Ali
    Genre:
    Sport, Biographie, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2001
    Kinostart Österreich:
    15.08.2002
    Kinostart Deutschland:
    15.08.2002
    Kinostart USA:
    25.12.2001
  • Inhalt
  • Ein biographisches Personenportrait der Boxerlegende Cassius Clay (Muhammad Ali).
  • Filmkritik
  • Den Gegensatz von visuellen Stil und Antistil in diesen Film finde ich besonders interessant. Es ist wirklich phänomenal wie es Michael Mann geschafft hat, mich mit den vielen 'out-of-focus' Shots, den hektischen - und zeitweise ziemlich unnachvollziehbaren - Schnittfolgen, den zahlreichen verwackelten Einstellungen und den absolut aufregend deplazierten Kamerapositionen so bei der Stange zu halten. Ist vielleicht wie bei den Rolling Stones - egal ob Keith Richard falsch spielt oder nicht - es passt einfach...

    Natürlich ist mir klar, dass ein routinierter Regisseur wie Michael Mann (THE INSIDER, MANHUNTER, HEAT) weiß was er tut. Sogar jene kurzen Einstellungen, in denen die Bildschärfe vom Kameramann nachjustiert wird, sind beabsichtigt im Endschnitt des Films, genauso wie die manchmal überbeleuchteten Bilder. Gut, der ganze Film ist natürlich nicht so. Einen optischen Ausgleich bilden die Club- und Liebesszenen die wiederum perfekt ausgeleuchtet sind, ruhigere Schnittfolgen haben und Kamerapositionen bieten, die keinem 'Chaosprinzip' unterliegen. Diese Sequenzen rufen wieder in Erinnerung, dass es nur wenige Regisseure gibt die so schön ausgeleuchtete Sets wie Michael Mann haben. Sowas bekommt man sonst nur von Ridley Scott, David Fincher, David Lynch... und zeitweise auch von James Cameron.

    ALI bietet aber noch mehr. Er hat vor allem einen harmonischen Rhythmus aus Bild und Musik, der den Film zur Komposition werden lässt. Ich vermeide hier bewusst den Ausdruck 'Video Clip' weil es damit nichts zu tun hat. Dieses hervorragende Zusammenspiel wird schon nach der Opening Scene klar erkennbar und funktioniert den ganzen Film über perfekt. Schlussendlich ist ALI stilistisch ja doch sehr exquisit und gut gemacht...

    Will Smith als Muhammad Ali ist durchwegs sehenswert, er bringt - unterstützt durch ein gutes Script - die Figur auf den Punkt. Aber auch die weitere Besetzung kann sich sehen lassen: Jon Voight (nahe der Unkenntlichkeit), Mario Van Peebles, Ron Silver, Mykelti Williamson,...

    Das visuelle Highlight ist zweifellos die Schlussszene im Stadion, der Kampf zwischen Foreman und Ali. Es ist wahrhaft schön zu sehen, dass sich noch jemand die Mühe macht ein gesamtes Stadion mit tausenden Statisten zu füllen um dann dort zu drehen. Diese Bilder sind weitaus beeindruckender und organischer als jene der zur Zeit üblichen 'wir-filmen-ein-paar-Freunde-und-klonen-sie-auf-10.000-CGI's' Vorgehensweise. Diese Sequenz ist eben eine echte Leistung eines Filmemachers und keine Retortenschlacht aus dem Computer! Genau in diesen Szenen sieht man die aufregendsten Bilder des gesamten Films und das nach wie vor großartige handwerkliche Potenzial von Michael Mann.

    Ali bumaye!
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    2,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
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