Was das Herz Begehrt

  • Informationen zum Film
  • Was das Herz Begehrt

  • Originaltitel:
    Something's Gotta Give
    Genre:
    Komödie, Romanze
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    13.02.2004
    Kinostart Deutschland:
    12.02.2004
    Kinostart USA:
    12.12.2003
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Nancy Meyers
    Drehbuch:
    Nancy Meyers
    Musik:
    Hans Zimmer
    Darsteller:
    Audrey Wasilewski, Lorraine Nicholson, Diane Keaton, Amanda Peet, Jon Favreau, Jack Nicholson, Keanu Reeves, Frances McDormand, Paul Michael Glaser, Rachel Ticotin, Paige Butcher, Tanya Sweet, Kristine Szabo, Daniella Van Graas, Tamara Spoelder, Sonja Francis, Vanessa Trump, Kathy Tong, Marjie Gum, Jennifer Siebel Newsom, Robert Frank Telfer, Beatrice Quinn, Connie Sawyer, Ara Anton, Melette Le Blanc-Cabot, Suzanne Dizon, Roxanne Beckford, Robin Pearson Rose, Tania Deighton, Nicki Norris
  • Inhalt
  • Harry Sanborn (Jack Nicholson) ist ein Playboy fortgeschrittenen Alters. Grundprinzip: Keine über 30! An reizenden Spielgefährtinnen mangelt es dem Chef eines Hip-Hop Plattenlabels wahrlich nicht. Gemeinsam mit der jungen Marin (Amanda Peet) steht ein vergnügliches Wochenende im Strandhaus ihrer Mutter an. Doch es kommt (huch!) anders als Harry denkt... Anstatt ein paar ungestörter Tage im Liebesnest zu verbringen, taucht unvermutet Marin's Mutter Erica (Diane Keaton) auf. Spontane Antipathie zwischen dem Lover ihrer Tochter und der Schriftstellerin erschweren die Lage noch zusätzlich...

    Die Situation wird immer komplizierter als Harry einen Herzinfarkt bekommt. Er ist nicht reisefähig, muss also im Wochenendhaus bleiben. Während Marin durch Abwesenheit glänzt, kommen sich Harry und Marin's Mutter Erica trotz scheinbar unüberwindbarer Abneigung immer näher... Aber auch Harry's Arzt Julian (Keanu Reeves) hat ein Auge auf Erica geworfen...
  • Filmkritik
  • SOMETHING'S GOTTA GIVE ist eine Drei- .... eigentlich sogar eine Viereckskomödie, die durch ihr originelles Story-Setup viele durchwegs unterhaltsame und witzige Situationen zu bieten hat. Wer mit wem und wann? Mit dieser Kernfrage spielt der Film über weite Strecken - mehr oder weniger gekonnt - mit der Erwartungshaltung der Zuseher. Obwohl zwar die Story, als auch die Dialoge in der ersten Hälfte des Films einen gewissen Elan, Witz und charakteristischen Tiefgang versprühen, gibt sich die zweite Hälfte dann doch gängigen Genrekonventionen hin. Einfach gesagt - der Film ist solange Fun, solange Jack und Diane nicht zusammenkommen! Danach versucht eine romantische Komödie als Drama zu funktionieren, bemüht sich um emotionellen Tiefgang und scheitert dabei auf durchaus sehenswerte Art. Am Ende bleibt ein Gefühl zwischen oberflächlichen Hollywood Mainstream und neurotischen Woody Allen Flair stehen. Das Problem ist - keines von beiden ist's letztendlich wirklich!

    Highlights des Films sind ohne Zweifel Jack Nicholoson und Diane Keaton! Bei diesen beiden Darstellern liegt der gesamte Unterhaltungswert und Spaß des Films. Die von ihnen portraitierten Charaktere können sich einerseits auf köstliche Art und Weise abstoßen und sind andererseits in der Lage sich in gleicher Intensität zu begehren. Keanu Reeves wird neben solchen Kalibern ganz deutlich in seine Schranken verwiesen... Ohne coole Sonnenbrillen auf der Nase stößt er deutlich sichtbar an seine darstellerischen Grenzen. Ist aber nicht schlimm - seiner Filmfigur geht's ohnehin genauso.

    SOMETHING'S GOTTA GIVE wäre mitunter ein wirklich unterhaltsamer, romantischer, witziger Film geworden - würde man den Zuseher nicht zwingen sich dabei über eine Distanz von 2 Stunden plus zu schleppen. Die typische Struktur klassischer Hollywood Romantic Comedies fordert ihren Tribut - der Witz geht den Bach runter, die köstlich absurden Situationen summieren sich zum halbherzigen Liebesdrama auf und die Emotionen des Zusehers weigern sich intuitiv gegen die oberflächlich verkitschten Gefühlsduseleien des Films. Immerhin hat man das ja schon bereits X-Mal gesehen....

    Im sich beinahe aufdringen Vergleich zu AS GOOD AS IST GETS scheidet SOMETHING'S GOTTA GIVE keinesfalls besser ab. Wenn man sich aber an standardisierten Konzepten noch nicht sattgesehen hat und darüber hinaus eine kleine Portion genormte Langeweile in Kauf nimmt, darf man sich an den wirklich hervorragenden Darstellungen von Jack Nicholoson und Diane Keaton erfreuen. Sonst gilt eher die Prämisse: Wir halten nicht was wir im Trailer versprechen! Aber wenigstens... ein nostalgisches Schmunzeln ist auf jeden Fall drin - Jack always gets the girl!
  • Kurz Kritik
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    0,5
    Darsteller:
    4,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    eXistenZ

Kommentare

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User Kritiken

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Der bis dato drittletzte Film mit Großmeister Jack Nicholson zeigt durch dessen Figur Harry den Darsteller wohl so, wie ihn viele spontan beschreiben würden: Ein etwas dandyhafter Frauenaufreißer, dessen Persönlichkeit sich strikt weigert, zu altern.

Und in der Tat, wenn man sich die diversen Klatsch- und Tratschmeldungen über Nicholson ins Gedächtnis ruft, so wirkt es fast schon normal, als Harry mit edlem Sportwagen vor einer Villa vorfährt, nur um kurz darauf eine gefühlte 30 Jahre jüngere Dame auf sich liegend zu erblicken. Auch der darauffolgende Herzinfarkt wäre bei einem Herren seines Alters in solcher Situation durchaus glaubhaft. Was nun folgt, ist eine herrliche Komödie mit allerlei klassischen Missverständnissen und Wendungen, jedoch nicht, ohne eine gewisse Ernsthaftigkeit zu bewahren und teilweise gar einem Drama gerecht zu werden. Platte Albernheiten, wie sie inzwischen eigentlich im Großteil aller Komödien üblich sind, sucht man hier vergebens - oft blickt der Schalk nur kurz mit einem Augenzwinkern um die Ecke. Dazwischen immer wieder Elemente, wie man sie für gewöhnlich nur in einer schmalzigen Liebesschnulze findet, welche sich hier jedoch absolut passend ins Gesamtbild integrieren. Dies mag teilweise auch daran liegen, dass entsprechende Szenen des Öfteren bis zum Rande der Erträglichkeit ausgereizt und damit wieder dem komödiantischen Grundtenor gerecht werden - Diane Keatons geradezu monströser, legendärer Heulanfall weißt schließlich eine Dauer von gut 5 Minuten auf und brachte schon beim Kinostart des Films die Säle zum Schreien vor Lachen.
Der Nebenplot mit Keanu Reeves in der Rolle des Herzspezialisten erinnert doch sehr an eine abgeschwächte Version von "Harold & Maude" und weiß damit auch leider nicht über das Vorantreiben der eigentlichen Handlung hinaus zu überzeugen. Nicht, dass die Charaktere kein Potential zu bieten hätten, doch die Story "junge Person verliebt sich in eine viel ältere Person" ist in der (Film-)Kunst schon zu häufig zur Anwendung gekommen.

Es sind solche kleinen Momente, die dem Film bei seiner stattlichen Laufzeit von ca. 2h dann doch die ein oder andere Länge verleihen - 10 Minuten weniger hätten in meinen Augen auch gereicht. Dennoch brillieren Nicholson und Keaton auf absolutem Top-Level und lassen dieses Werk zu einer zwar nicht besonders herausfordernden, aber eben extrem spaßigen Unterhaltung werden. Wer für stilvolle Komödien zu haben ist, sollte hier definitiv einen Blick riskieren!

7,5 (8)/10

geschrieben am 24.07.2011 um 23:41

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Wertung: 8,5/10 | Wertungen: 2 | Kritiken: 1