Wrong Turn

  • Informationen zum Film
  • Wrong Turn

  • Originaltitel:
    Wrong Turn
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    29.08.2003
    Kinostart Deutschland:
    28.08.2003
    Kinostart USA:
    30.05.2003
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Constantin Film
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Rob Schmidt
    Drehbuch:
    Alan B. McElroy
    Musik:
    Elia Cmiral
    Darsteller:
    Wayne Robson, David Huband, Eliza Dushku, Garry Robbins, Desmond Harrington, Kevin Zegers, Lindy Booth, Emmanuelle Chriqui, Jeremy Sisto, Julian Richings, Ted Clark, Yvonne Gaudry, Joel Harris, James Downing
  • Inhalt
  • Die Geschichte ist simpel: Nach einen Autounfall auf einer abgelegenen Waldstraße begeben sich die jungen Leute auf die Suche nach Hilfe. Sie gelangen zu einer Hütte, deren Bewohner eine mordlüsterne Inzest Familie ist. Als die körperlich entstellten und geistig derangierten Killer die Eindringlinge bemerken geht die Jagd los...
  • Filmkritik
  • Was bliebe übrig, würde man einen Horrorfilm auf die wesentlichsten Bestandteile reduzieren? Wahrscheinlich wäre es Spannung, Schrecken, Angst und Tod... oder anders gesagt: WRONG TURN! Auf erfrischend schlichte Art und Weise besinnt sich der Film auf jene Elemente, die das Horrorgenre geprägt haben und seit jeher funktionieren ließen. Konsequent wird eliminiert was nicht unbedingt nötig ist. Die Story und die Dialoge sind sehr einfach gehalten, die Killer sprechen den ganzen Film über kein Wort und es fehlt jeder Ansatz einer Backgroundstory zur mörderischen Familie. Die Killer sind einfach da, sie sind abgrundtief böse und sie werden Dich kriegen - so einfach ist das! WRONG TURN ist ein perfektes Beispiel dafür, wie effektiv ein solch schlichtes Konzept nach wie vor sein kann. Der Film ist spannend, konsequent, drastisch und dabei höchst kurzweilig.

    WRONG TURN ist ein Horrorfilm im Stil der 70er Jahre. Die Einflüsse von Genreklassikern wie DELIVERANCE (1972), THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE (1974) und THE HILLS HAVE EYES (1977) sind unverkennbar, sowohl inhaltlich als auch formal. Realistischer Look statt stilisierter Videoclip Ästhetik, blanker Angstschweiß statt augenzwinkernder Selbstironie und kaltschnäuzige Brutalität statt harmlosen Sequel Splatter erinnern an Zeiten, in denen ein Besuch im Horrorfilmkino weitaus unsicherer war als heute. Die Morde in WRONG TURN passieren plötzlich und abrupt. Obwohl der Film nicht im Blut schwimmt (der Bodycount hält sich in Grenzen) bietet er dennoch einige drastische Splatterszenen, die im Kontext der konsequenten Gangart des Streifens ziemlich brutal wirken. Blutiges Highlight ist zweifellos der Axtmord - das Mordinstrument bohrt sich in Mundhöhe in den Kopf des Opfers... und zwar on-screen! Spätestens hier zeigen sich auch die technischen Qualitäten des Films. Die Mordszene selbst ist ohne Schnitt gefilmt und die darauf folgende Kameraeinstellung, ausgehend vom Auge des Opfers, kann sich auch sehen lassen. Handwerklich erwähnenswert sind auch die großteils sehr gut gemachten Effekte. Die Palette reicht von den hervorragend realistisch umgesetzten Make Up FX, über die bereits erwähnten Splatterszenen bis hin zu CGI Effekten, die man nicht gleich auf den ersten Blick als solche erkennen kann. Genrekenner wird das nicht verwundern, immerhin hat das Stan Winston Studio die Finger im Spiel...

    Obwohl WRONG TURN in manchen Szenen durchaus vorhersehbar ist, kann der Film durch seine vielen atmosphärisch dichten Sequenzen eine durchgängige Spannung erzeugen. Diese Stimmung lässt die Schockeffekte treffsicher funktionieren und macht WRONG TURN zu einem Horrorfilm, der dem Zuseher wirklich Angst einjagen kann. Und genau darum geht's ja letztendlich im Horrorgenre! In einer Zeit zahnloser Franchise-Movies und psychologisch viel zu leicht abbaubaren Fun-Splatters braucht es dringend einen Film, der sich auf die elementaren Genrebestandteile besinnt und sie wieder ins Rampenlicht stellt. Dieser Film ist WRONG TURN!
  • Wertu
  • Story
    2,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    0,0
    Spannung:
    5,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    eXistenZ

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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WRONG TURN gehört zu jenen Horrorfilmen die ich mir vor Jahren mal geholt habe, einmal im Player rotieren ließ und seither im Regal verstaubt. Erinnern kann ich mich nur noch an einzelne Szenen und die zahlreichen Behauptungen, dass der Film mit seiner FSK16-Einstufung einen gnädigen Tag bei der FSK erwischt haben muss. Inwiefern das aber wirklich zutrifft weiß ich vor dem Film noch nicht. Aufmerksam geworden bin ich jetzt nochmal auf ihn, da ja der bereits 4. Teil erscheinen soll und deswegen wollte ich mich nochmal von Teil 1 überzeugen, um vielleicht auch seinen Nachfolgern eine Chance zu geben...

Eine Gruppe von jungen Leuten bleibt mit ihrem Auto im Wald liegen und wird fortan Stück für Stück dezimiert - wem diese inhaltliche Hauptkomponente fremd ist, der hat bisher wohl nur eine handvoll Horrorfilme gesehen, denn ich wage einmal zu behaupten, dass 100 andere Genrestreifen ebenfalls genauso ablaufen. Der Innovationscharakter des Films hält sich hier sozusagen schon einmal stark in Grenzen, aber kann man den vielleicht anderweitig ausgleichen?

Nun ja, nicht so wirklich, man versucht es aber immerhin. In diesem Fall ist es nicht ein vermeintlich wahnsinniger Serienmörder der zu Werke geht, sondern eine Gruppe von degenerierten Kannibalen die auf der Suche nach Frischfleisch sind. Inhaltlich wirkt der Film zwar dennoch zusammengeklaut und auch auf Klischees will man nicht verzichten, aber wer sich daran stört wird am Horrorgenre sowieso nicht allzu viel Freude haben. Aber auch unter Berücksichtigung dieser Tatsachen gibt es einiges am Film auszusetzen. Der Film hat viel zu viel Leerlauf in dem entweder nichts passiert oder die Darsteller einfach zu lieblos agieren um das auch gut rüberzubringen. Wer schon kopiert sollte dies zumindest gekonnt tun, doch davon ist man hier doch recht weit entfernt. Spannung und Atmosphäre sind ebenso wenig präsent wie konstante Unterhaltung. Für einen 16er geht es tatsächlich zwar ziemlich hart zur Sache, doch diese vereinzelten Make Up-Effekte überbrücken die restliche Zeit auch nicht. Man könnte nicht einmal meinen, dass man den Film zu sehr gestreckt hat und dieser mit einer kürzeren Laufzeit knackiger wäre, denn schon nach 75 Minuten beginnt der Abspann zu laufen - und wenn man es nicht einmal schafft 1 Stunde und 15 Minuten halbwegs zu unterhalten, dann muss hier einiges schief gelaufen sein - und genau so ist es auch.

Die Story ist längst ausgelutscht und arg klischeebehaftet inszeniert, wenn man das jedoch ansehnlich hinbekommen hätte - und es gibt Beispiele die zeigen, dass das sehr wohl möglich ist - wäre der Film erträglicher. So bleibt es bei einem mittelmäßig bis schlecht gespieltem, vorhersehbaren Slasher der lediglich mit seinen Effekten überzeugen kann. Muss man nun wirklich nicht gesehen haben...

4,5/10 Pfeile im Auge

geschrieben am 20.08.2011 um 03:39

Cover

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ø Wertung: 8/10 | Wertungen: 13 | Kritiken: 1