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The Day After Tomorrow

  • Informationen zum Film
  • The Day After Tomorrow

  • Originaltitel:
    The Day After Tomorrow
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Abenteuer, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    27.05.2004
    Kinostart Deutschland:
    27.05.2004
    Kinostart USA:
    28.05.2004
  • Inhalt
  • The Coming Global Superstorm -----
    Wovor Wissenschaftler wie Jack Hall (Dennis Quaid) seit langen warnen, wird zur Realität. Durch die globale Erwärmung schmelzen die Polkappen, das Klima verändert sich drastisch und das Wetter schlägt wilde Kapriolen. Eine Serie katastrophaler Unwetter beginnt: Riesige Hagelgeschosse prasseln auf Tokio nieder, Downtown Los Angeles wird von Tornados nie gesehen Ausmaßes verwüstet und New York City wird von einer gigantischen Flutwelle überschwemmt. Doch das ist erst der Anfang! Die Temperaturen fallen rapide und die gesamte nördliche Hemisphäre wird unter Schnee und Eis begraben. Eine neue Eiszeit beginnt...
  • Filmkritik
  • It's the end of the world as we know it -----
    Mit THE DAY AFTER TOMORROW demonstriert Regisseur Roland Emmerich (ID4, GODZILLA), dass kassenträchtige Blockbuster sich nicht ausschließlich über einfältige Action Handlungen definieren müssen. Obwohl sein Film nicht mit spektakulären Bildern geizt, und an der Oberfläche zweifellos als typischer Unterhaltungsfilm funktioniert, schafft Emmerich etwas, dass andere Blockbuster Regisseure im heurigen Kinojahr bis jetzt verabsäumt haben. Er transportiert funktionierende Inhalte, die einen weitaus ernsthafteren Hintergrund haben, als den Popcorn mampfenden Entertainment Konsumenten üblicher Weise von Hollywood 'zugemutet' wird. Nach aufdringlich patriotischen Heldenmärchen (ID4, THE PATRIOT) passt THE DAY AFTER TOMORROW eher nicht so recht ins typische Konzept amerikanischer Großproduktionen, obwohl er formal durchaus ähnlich funktioniert. Der Film weist mehr als einmal ziemlich deutlich auf das Versagen amerikanischer Umweltpolitik hin und inszeniert den US-Vizepräsidenten als Ignoranten, dessen einzige Interessen der Wirtschaft gelten. Dementsprechend lässt er Jack Hall bei einer internationalen Klimakonferenz in Indien mit seinen Warnungen und Bedenken kalt abblitzen und zeigt kein Interesse daran, dem Problem zu begegnen. Eine direkte Anspielung auf das Verhalten der US-Regierung bei der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls...

    Blame it on the weather man -----
    Nichts desto trotz ist THE DAY AFTER TOMORROW ebenso ein spektakulär inszenierter und über weite Strecken sehr unterhaltsamer Film, der durchaus dem Mainstream zuzuordnen ist. Neben einer ernsthaften Thematik darf Dennis Quaid natürlich den Helden spielen und mit Schneeschuhen zu Fuß (!) von Philadelphia nach New York City stapfen, um seinen Sohn (Jake Gyllenhaal, DONNIE DARKO) zu retten. Dass Emmerich es dabei mit geographischen Gegebenheiten nicht so genau nimmt, kann einen entweder stören oder amüsieren. Wie zB. das riesige Tankerschiff auf die überschwemmte 5th Ave. gekommen ist, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Möglich ist es de facto nicht, und zwar nicht mal theoretisch! Abgesehen von kleinen Unzulänglichkeiten und Übertreibungen versteht es THE DAY AFTER TOMORROW aber, nicht ausschließlich über seine - teilweise sehr spektakulären - Bilder zu unterhalten. Es finden sich auch einige humorvolle Szenen im Film, die für den einen oder anderen Lacher gut sind. Ob es die Diskussion in der New Yorker Bibliothek ist, ob man Bücher von Friedrich Nietzsche verbrennen darf um nicht zu erfrieren, oder die köstlich absurde Situation als Scharenweise amerikanische Flüchtlinge die Grenze zu Mexiko überqueren wollen... Der Film versteht es durchaus zu unterhalten, im Gegensatz zu anderen Blockbustern des heurigen Jahres verliert THE DAY AFTER TOMORROW nie seine Geschichte aus den Augen. Während VAN HELSING überhaupt komplett ohne Story auskommt, und Petersen's TROY sich außer Stande sieht seine Geschichte adäquat zu erzählen, funktioniert THE DAY AFTER TOMORROW nicht zuletzt auch auf rein erzählerischer Ebene. Er versucht konsequent seine Figuren zu positionieren und stattet sie darüber hinaus mit Dialogen aus, die durchwegs in der Lage sind die Story voranzutreiben und zu entwickeln. Inwieweit sich Emmerich dabei an die Romanvorlage von Art Bell und Whitley Strieber ('The Coming Global Superstorm', dt. Titel 'Sturmwarnung') hält, vermag ich jedoch nicht zu beurteilen.

    Big Apple on the Rocks -----
    Mit Sicherheit ein 'Star' des Films sind seine Effekte. Die spektakulärsten Sequenzen des Films bilden eindeutig die Tornados, welche Los Angeles in Schutt und Asche legen und natürlich die riesige Flutwelle, die Manhatten unter Wasser setzt. Die Kombination von CGI-Effekten und entsprechend montierten 'Real' Aufnahmen ergeben eine durchwegs saubere Umsetzung der Illusion. Speziell die immer kritischen 'Wasser CGI-Effekte' sind absolut sehenswert und gelungen. Hier kann sich THE DAY AFTER TOMORROW problemlos mit den hervorragend visualisierten Wasser-FX von THE PERFECT STORM messen. Obwohl man natürlich weiß, dass hier in die Computer Trickkiste gegriffen wurde, bleibt die visuelle Illusion voll intakt - selbst auf großer Kinoleinwand. Sowohl die Tornados, als auch die Flutwelle (inkl. Überschwemmung der Stadt) ist nahezu perfekt umgesetzt. Als die Temperaturen im Sekundenrhythmus fallen, und sowohl Menschen, als auch Gebäude tiefgefroren werden, schleichen sich jedoch ein paar optische Unzulänglichkeiten ein. Obwohl diese Sequenzen großteils sehr ansprechend umgesetzt wurden, mischen sich immer wieder einzelne Einstellungen darunter, die hochgradig kitschig und synthetisch wirken. In Summe betrachtet kann man den Film aber durchaus gut gemachte FX attestieren, die sehr effektiv eingesetzt werden und eine entsprechende Wirkung erzielen.

    Fazit: THE DAY AFTER TOMORROW funktioniert einerseits als spektakulärer Blockbuster, geht aber in manchen Belangen über gängige 08/15 Konzepte hinaus und bietet somit Unterhaltung ohne permanente Gehirnerweichung. Sehenswert!
  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    4,0
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