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Spider-Man 2

  • Informationen zum Film
  • Spider-Man 2

  • Originaltitel:
    Spider-Man 2
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller, Fantasy
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    09.07.2004
    Kinostart Deutschland:
    08.07.2004
    Kinostart USA:
    30.06.2004
  • Inhalt
  • Die Fortsetzung spielt zwei Jahre nach Teil 1. Peter Parkers (Tobey Maguire) Leben besteht primär aus Problemen: Er kommt immer zu spät, verliert seinen Job als Pizzalieferant, verpasst wichtige Vorlesungen an der Uni und ist von Geldsorgen aller Art umgeben. Dazu kommt, dass er zielsicher sämtliche Chancen bei seiner großen Liebe Mary Jane (Kirsten Dunst) verspielt. Selbst sein zweites Ich - der Superheld Spider-Man - beginnt darunter zu leiden. In luftiger Höhe versagen die Spinnennetze plötzlich ihren Dienst - von nun an geht's bergab...
    Während dessen ereignet sich ein folgenschwerer Unfall. Bei einer Demonstration der neuen Erfindung des genialen Wissenschaftlers Dr. Otto Octavius (Alfred Molina) läuft gar nichts wie geplant. Die freigesetzte Energie kann nicht mehr kontrolliert werden, Dr. Octavius landet im Krankenhaus, einige Gäste sterben. Doch es kommt noch schlimmer... die bizarren Greifarme, die zur Kontrolle seiner Erfindung konstruiert wurden entwickeln ein bösartiges Eigenleben. Der Doc ist nicht mehr Herr seiner Sinne, er mutiert zum bösartigen Schurken Doktor Octopus. Als 'Doc Ock' setzt er alles daran, seine Experimente fortzusetzen, selbst wenn die ganze Stadt dabei draufgehen sollte.
    Gegen Superschurken können bekanntlich nur Superhelden etwas ausrichten. Obwohl sich Peter Parker bereits von Spider-Man verabschiedet hat und das Kostüm an den Nagel hängte, kommt es wie es kommen muss. Spider-Man ist zurück und eine Konfrontation mit Doc Ock unausweichlich...
  • Filmkritik
  • Die Dualität der Super-Schizos -----
    SPIDER-MAN 2 hat mich fast davon überzeugt, dass der 2er im Filmtitel tiefere Gründe als die bloße Bezeichnung einer Fortsetzung hat. Sind doch die Hauptfiguren des Films (Spider-Man, Doc Ock, Harry Osborn, und ansatzweise sogar Mary Jane) mehr oder minder bemitleidenswerte Charaktere, die massive innere Konflikte mit sich selbst austragen und permanent einen Drahtseilakt zwischen ihren beiden Seiten vollführen. Geisteszustand Twilight Zone! Am meisten Zeit wendet der Film hierbei für Spider-Man / Peter Parker selbst auf. Sein Superhelden Alter-Ego ist für Peter Parker längst zur Last geworden, schließlich ist es Spider-Man's Schuld, dass er (Parker) seiner Flamme Mary Jane seine Liebe nicht ausdrückt. Als Freundin von Spider-Man würde sie ziemlich gefährlich leben, zur Zielscheibe seiner Gegner werden... Auch umgekehrt betrachtet gibt's Probleme... Peter Parkers Labilität führt letztendlich zum Versagen von Spider-Man's Superkräften - und welcher Superheld kann so etwas schon brauchen? Eben! Der eigentliche Feind von Spider-Man ist Peter Parker, und umgekehrt. Der Identitätskrise eines Superhelden als konstanter Problemzustand... Die eigentliche Frage des Films - diesmal eine für den Zuseher - leitet sich direkt aus dieser Thematik ab. Ist man wirklich gewillt zwei Stunden lang auf dem Kinosessel gegenüber Spider-Man's Psycho-Behandlungscouch Platz zu nehmen und sich so gar nicht superheldenhaft anjammern zu lassen?

    New York im Nebel -----
    Positiv betrachtet kann man bei SPIDER-MAN 2 einen deutlichen Focus auf Storytelling und Charakterisierung seiner Figuren erkennen. Ein Faktor, der gerade im groß budgetierten Hollywood Mainstreamkino oftmals untergeht. Spätestens beim zweiten Blick wird aber klar, dass ein paar Nebelschleier und Grauzonen aus einer simplen Comicmovie Handlung noch lang keine griechische Tragödie werden lassen wie manch überschwängliche Reviews das glauben machen wollen. Popcorn wird eben doch nicht zur geistigen Nahrung, auch wenn man es mit Besteck und Serviette serviert bekommt. Die Kehrseite der Medaille liegt auf der Hand: Der Film verzettelt sich so sehr in die Demontage seines/seiner Protagonisten, dass er über weite Strecken auf der Stelle zu treten scheint und in den Punkten Tempo, Spannung, Unterhaltung und Action kaum überzeugen kann. Nach über zwei Stunden sitzt SPIDER-MAN 2 zwar als sympathisch wirkender Blockbuster neben dir, aber auch ziemlich gekonnt zwischen den Stühlen. Der Film hat Witz, ist aber nicht wirklich witzig, er hat Action, ist aber sicher kein Actionmovie, er schürft zwar um viele Nuancen tiefer in die Psyche seiner Charaktere als die meisten anderen Comicmovies der letzten Zeit, zum ernsthaften Drama reicht's aber auch nicht wirklich... SPIDER-MAN 2 pendelt genauso unentschlossen hin und her wie die (Nicht)Beziehung zwischen Peter Parker und Mary Jane. Inwieweit das über die insgesamt 4 Stunden Laufzeit beider Teile interessant für den Zuseher ist, bleibt fraglich...

    SP2's Featurelist -----
    Der Film ist routiniert inszeniert, keine Frage, aber obwohl die über-drüber-schräge-Comic-Kameraführung früherer Raimi Filme (THE EVIL DEAD, DARKMAN) in SPIDER-MAN 2 weitaus weniger Ausprägung findet, ist sie doch noch vorhanden. Es finden sich vereinzelt äußerst gut gemachte, sehenswerte Shots, die den seit jeher comichaften visuellen Raimi Stil gekonnt fortsetzen. Raimi Fans werden sich weiters über den (wie fast immer) genialen Kurzauftritt von Bruce Campbell freuen, der in nur 20 Sekunden für vieles entschädigt. Die FX sind weitaus besser, als man es nach dem eher missglückten Trailer annehmen durfte. Gelegentlich jedoch ist der CGI-Spider-Man aufgrund deutlich sichtbarer Inkonsistenzen bei den Bewegungsabläufen doch etwas misslungen. Darstellerisch bietet der Film durchwegs solide Leistungen im Rahmen der jeweiligen Möglichkeiten, eine eindringliche Performance wie jene von Willem Dafoe im ersten Teil sucht man aber freilich vergeblich. Ein hörbares Manko des Films ist eindeutig die Musik. Der Score des üblicher Weise sehr guten Komponisten Danny Elfman ist wohl kaum als Aushängeschild seines Gesamtwerks zu betrachten. Die Musik plätschert nichtssagend neben den Sound-FX einher und selbst dann wenn sich der Score einmal in den Mittelpunkt des Geschehens zu drängen vermag erinnert er lediglich an die Musik anderer Filme, wie zB. Christopher Youngs orchestralen Score zu HELLBOUND: HELLRAISER II, oder Elfman's eigenen Score zu BATMAN. Musikalische Höhepunkte bilden lediglich kurz eingespielte Klassik Stücke, die man aber mehr in den Endcredits als im Film selbst wahrnimmt. Musikalisch betrachtet ist SPIDER-MAN 2 zweifellos eine Katastrophe.

    Viel Hype um nichts wäre wohl deutlich zu hart formuliert, aber gemessen an der enormen Breitenwirkung des Films darf man sich schon die Frage stellen womit sie die genau begründet. Wohl eher durch den Sequel-Faktor und wahrscheinlich weniger durch den Film selbst. Ich jedenfalls bin überzeugt davon, dass es keinen Superhelden bedarf, um das heurige Kinojahr zu retten...
  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    0,5
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    2,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
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ø Wertung: 7,9/10 | Wertungen: 31 | Kritiken: 0