Darkness ist ein ziemlich ruhiger, langsamer Film der erst nach und nach Aufschluss darüber gibt worum's eigentlich geht. Er beginnt wie ein 'Haunted House' bzw. Ghost Movie: Gelegentlich sieht man die Geister der umgebrachten Kinder durch's Bild huschen, die Elektrizität spielt verrückt, die unheimlichen Vorkommnisse häufen sich. Dann beginnt sich der Vater der Familie auf merkwürde Art zu verändern... Nachdem der Film einen guten Teil seiner Spannung aus der Entwicklung der Story bezieht, möchte ich hier nicht allzu viel vorwegnehmen.
Der Film setzt primär auf spannende und unheimliche Gruselatmosphäre, es gibt keine blutigen Effekte in Darkness. An sich mag ich (auch) solche Filme und Darkness funktioniert atmosphärisch durchaus recht gut. Aber in der ersten Hälfte ist mir der Film doch deutlich zu lang gewesen, es dauert scheinbar ewig bis er sich in eine Richtung entwickelt und bis endlich etwas passiert. Die zweite Hälfte des Films funktioniert in dieser Hinsicht weitaus besser. Die Bedrohung konkretisiert sich, die scheinbar losen Enden der Story fügen sich zusammen und der Film steuert auf einen klaren dramaturgischen Punkt zu.
Darkness ist übrigens sehr gut besetzt, es spielen u. a. Oscarpreisträgerin Anna Paquin (The Piano), Lena Olin (The Ninth Gate) und Giancarlo Giannini (Hannibal). Produzent des Films ist kein geringerer als Genreveteran Brian Yuzna (Bride of Re-Animator). In Summe betrachtet ist Darkness ein durchaus ansehbarer Thriller, der mit subtiler Gänsehaut-Atmosphäre, sehenswerten Darstellern und einem guten visuellen Konzept aufwarten kann. Leider hat er aber, wie gesagt, einige Längen in der ersten Hälfte die den positiven Gesamteindruck etwas trüben.
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