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Gothika

  • Informationen zum Film
  • Gothika

  • Originaltitel:
    Gothika
    Genre:
    Thriller, Mystery, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2003
    Kinostart Österreich:
    12.03.2004
    Kinostart Deutschland:
    11.03.2004
    Kinostart USA:
    21.11.2003
  • Inhalt
  • Das Leben der Psychologin Miranda (Halle Berry) wird jäh auf den Kopf gestellt als sie in einer regnerischen Nacht einen Autounfall hat. Ein Mädchen steht mitten auf der Straße, Miranda verreißt das Steuer und endet im Straßengraben. Als sie wieder zu sich kommt findet sie sich als Patient in jener Anstalt wieder, in der sie zuvor als Psychologin gearbeitet hat. Alles deutet darauf hin, dass sie ihren Ehemann Dr. Douglas Grey (Charles Dutton) grausam ermordet hat. Die Beweise gegen sie sind erdrückend und ihre Erinnerung an jene Nacht wage. In ihrer Zelle erhält sie überdies höchst seltsamen Besuch - es ist das Mädchen, dass sie bereits in der Mordnacht gesehen hat. Wie sich herausstellt ist dieses Mädchen vor Jahren gestorben...
  • Filmkritik
  • I see dead people.... again ----------
    Der Film schwimmt auf der Welle der momentan zu Hauf produzierten Ghostmovies. Finstere Gänge, flackernde Lichter, mysteriöse Geheimnisse und die unheimlichen Geister der Verstorbenen, welche die Lebenden einholen. Das sind die primären Ingredienzien zur Zeit populärer Kinotrends. GOTHIKA vereint all diese Elemente in sich und versucht darüber hinaus dem Zuseher noch weitere Genrerichtungen zu bieten - nicht immer zum Vorteil des Films. Was als (mehr oder weniger) geist-reicher Mysterythriller beginnt, zerfleddert mit zunehmender Laufzeit in die Anzahl seiner Storytwists. Die Geschichte fängt im Finale des Films an Bocksprünge aufzuführen, jedwede Logik und Glaubhaftigkeit geht über Bord dieses Ghost Ships. Letztendlich bin ich angesichts dieses Cocktails aus viel zu vielen Zutaten weder geschüttelt, noch gerührt.

    Obwohl sich die Besetzungsliste durchaus sehen lassen kann, ist GOTHIKA leider nicht in der Lage die Theorie in die Praxis umzusetzen. Halle Berry mutiert über 90 Minuten hinweg zum eigentlichen Quälgeist des Films und am Ende könnte man fast meinen eine neue Definition des Wortes 'deplaziert' entdeckt zu haben. John Carroll Lynch ist sichtlich bemüht seiner eher farblosen Filmfigur ein paar Charakteristika abzuringen, doch es bleibt offensicht(!)lich beim guten Willen. Charles Dutton's Figur stirbt ohnehin gleich am Anfang des Films, womit seine Präsenz über einen Kurzauftritt nicht hinaus kommt. Die löbliche Ausnahme bildet primär Robert Downey Jr., dessen vielschichtige und abwechslungsreiche Darstellung zwischen charmanten möchte-gern-Lover, schrulligen Antihelden und geradlinigen Analytiker gekonnt hin und her pendelt, dass es eine wahre Freude ist ihm zuzuschauen. Irgendwie schafft er es dabei in jeder Phase seine Figur glaubhaft auszubalancieren und zusammenzuhalten. Er ist ohne Zweifel das darstellerische Highlight des Films! Weiters erwähnenswert ist noch Penélope Cruz, die zwar von einer 'dankbaren' Rolle profitiert aber nichts desto trotz sowohl glaubhafte Intensität, als auch stille Resignation gut zu verkörpern vermag.

    Auch wenn sich der Film zeitweise dehnend langsam von Szene zu Szene schleppt, vorhersehbare Richtungen sich mit einer im Kreis drehenden Handlung abwechseln, vermag es Regisseur Mathieu Kassovitz (LES RIVIÈRES POURPRES / Die purpurnen Flüsse) mit seinem Stil über manche Schwächen hinwegzutäuschen. Die Kamera ist häufig in Bewegung, die Bilder entwickeln selbst in langsamen Szenen eine gewisse Dynamik, die den Zuseher mit einigen interessanten Perspektiven bei der Stange hält. Kamera und Ton (bzw. Soundeffects) lassen die eine oder andere Schocksequenz funktionieren und den Film mitunter unheimlicher wirken, als er eigentlich ist. Wie bereits in LES RIVIÈRES POURPRES macht er auch GOTHIKA wieder keinen Hehl aus den stilistischen Einflüssen des italienischen Regisseurs Dario Argento, dessen Film TENEBRE er wieder mit einer gut eingesetzten Hommage würdigt.

    Fazit: Sind wirklich unheimliche Ghostmovies eine Domäne der Asiaten? Wenn man vor GOTHIKA dieser Meinung war, wird einem dieser Film nur noch darin bestärken! An Gänsehaut Atmosphäre fehlt es an allen Ecken und Enden und trotz aller Bemühungen um einen kniffligen Plot wird GOTHIKA auch nicht zum ausgeklügelten Thriller. Was bleibt ist nettes Kino-Fastfood, eine über weite Strecken ansprechende Regieleistung, Robert Downey Jr. und der Mantel des Schweigens, der sich nach einmaligen Ansehen über den Film ausbreiten wird.
  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    2,5
    Anspruch:
    1,5
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
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Userkritiken

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In 90 Minuten vom Thriller zum Geisterfilm und wieder zurück und noch einmal in die andere Richtung und [...]

Regisseur Mathieu Kassovitz zeichnete sich vor einigen Jahren schon für die Verfilmung von „Die Purpurnen Flüsse“ verantwortlich, ...

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geschrieben am 24.07.2011 um 20:29

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ø Wertung: 5,8/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 1