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I, Robot

  • Informationen zum Film
  • I, Robot

  • Originaltitel:
    I, Robot
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Mystery
    Produktionsländer:
    USA, Deutschland
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    06.08.2004
    Kinostart Deutschland:
    05.08.2004
    Kinostart USA:
    16.07.2004
  • Inhalt
  • Chicago im Jahre 2035. Der Konzern USR steht kurz vor der Auslieferung seiner brandneuen Roboterserie NS-5. Die Roboter waren bisher ein durchschlagender Erfolg, bereits jetzt kommt ein Roboter auf fünf Menschen. Die Roboter nehmen ihren Besitzern verschiedenste Arbeiten ab: Sie kochen, putzen, erledigen Botengänge und gehen mit dem Hund spazieren. Die Roboter verfügen über ein gewisses Maß an Intelligenz, können sprechen und Entscheidungen treffen. Als Sicherheitsfeature wurden ihnen drei Gesetze einprogrammiert, welche sie befolgen müssen. Sie dürfen keinen Menschen etwas antun, oder durch unterlassene Hilfeleistung zulassen, dass ein Mensch zu Schaden kommt. Sie müssen ihre eigene Existenz schützen und sie müssen Befehlen von Menschen gehorchen. Die Roboter gelten als sicher, keiner von ihnen hat jemals ein Verbrechen begangen!

    Als der geniale Designer der Roboter, Dr. Alfred Lanning (James Cromwell), unvermutet Selbstmord begeht, ruft das Detective Del Spooner (Will Smith) auf den Plan. Er ist den Robotern seit jeher mit Misstrauen begegnet, im Zuge seiner Ermittlungen sieht er sich darin immer mehr bestätigt. Irgendwas hat es auf sich mit der neuen NS-5 Serie... Als dann noch der Prototyp Sonny (Alan Tudy) angibt Emotionen zu haben und sich auch noch über die drei Gesetze hinwegsetzt, dämmert es Spooner. Die Einführung der neuen NS-5 Serie wird eine Katastrophe auslösen....
  • Filmkritik
  • Wir sind die Roboter -----
    I, ROBOT basiert lose auf der gleichnamigen Story von SciFi-Legende Isaac Asimov. Das bedeutet, der Film hat ein paar Grundideen der Buchvorlage(n) übernommen, eine eigene Story drum herum entwickelt und den Titel verwendet. I, ROBOT ist primär ein nach konventionellen Hollywood Strickmustern gebastelter SciFi / Action Thriller, der sich großteils auf altbekannten Terrain bewegt. Ein mysteriöser Todesfall, ein Polizist dem niemand glaubt, eine engagierte Wissenschaftlerin, die ihm zwar vorerst auch nicht glaubt aber trotzdem hilft, ein Konzernboss welcher den Ermittlungen nicht gerade wohlgesonnen ist, und letztendlich darf natürlich auch der Vorgesetzte von Detective Spooner nicht fehlen, der ihn vom Dienst suspendiert. Aber keine Sorge, es wird natürlich auf eigene Faust weiterermittelt um am Ende ein Komplott aufzudecken. Kingt vertraut? Ist es auch! Lässt man den ganzen SciFi Firlefanz für einen Augenblick beiseite, so wird man unweigerlich feststellen, dass man I, ROBOT wahrscheinlich schon mehrfach unter anderen Titel gesehen hat. Die Asimov Thematik dient hauptsächlich dazu einen Hintergrund für eine ausgelutschte Story zu liefern. Trotz deutlich erkennbarer Bemühungen seitens Regisseur Alex Proyas (THE CROW, DARK CITY) gelingt es letztendlich aber nicht, den Film inhaltlich über das Niveau eines durchschnittlichen Sommerblockbusters zu heben. Weiters sind die unnötig aufdringlichen Product Placements ziemlich störend, stellt man sich doch die berechtigte Frage einen Film, oder einen Werbespot zu sehen...

    Coma White -----
    Wer sich nach THE CROW und DARK CITY wieder auf einen düsteren, dunklen Film gefreut hat, wird von I, ROBOT enttäuscht sein. Primär dominieren helle Farben wie Weiß und Hellblau, eben die Farben der Roboter. Die Zukunft ist kein düsterer Platz, es gibt fast so etwas wie Vorstadtidylle in Chicago... Beinahe unwillig verdunkelt sich der Film gegen Ende hin, um halbwegs mit der Handlungsebene zu harmonieren. Hervorzuheben sind zweifellos die vielen aufregenden Shots einer aus den Fugen geratenen Kamera. Sie verleihen dem Film Dynamik, inner- und außerhalb der Actionszenen. Aus technischer Sicht ist I, ROBOT sicher sehenswert, das zeigen auch die großteils gut umgesetzten Spezialeffekte. Der Film inventiert die gesamte digitale Trickkiste (meist) vor den Augen des Zusehers: Von Pre-Visualization, über CG-Animations, bis zu Motion Capture - ein Inventar des derzeit Möglichen. Die Visual Effects wurden von Digital Domain (ARMAGEDDON), Patrick Tatopoulos Designs Inc. (GODZILLA) und Weta Digital (LORD OF THE RINGS) umgesetzt, die Pre-Visualization besorgte Pixel Liberation Front (PANIC ROOM). Obwohl die Effekte großteils sehr ansehnlich sind, gibt es aber auch einige Schwachstellen. Nach wie vor problematisch sind offenbar rasante Actionszenen, wie zB. die Autoverfolgungsjagd, mittels CGI's umzusetzen. Hier zeigen sich wieder einmal deutlich erkennbare Inkonsistenzen bei den Bewegungsabläufen. Dass scheinbar alle Fahrzeuge, auch die riesigen Transporter, wie auf Luftkissen schweben und nicht den Hauch einer Vibration, oder einer Reaktion auf die Unebenheiten der Straße zeigen, ist aber wahrscheinlich eher Schlamperei als Unvermögen. Diese Kleinigkeiten können aber den, im Wesentlichen positiven, Gesamteindruck der FX nicht trüben. Schließlich haben dafür viele andere Dinge funktioniert, die oftmals daneben gehen. Beispielsweise das perfekte Timing bei den Lichteffekten (Reflexionen, etc) auf den jeweiligen CGI-Gebilden, welches die Visual FX auf sehr homogene Art in das Gesamtbild integrieren.

    Do Androids Dream of Electric Sheep? -----
    Die interessanteste Figur des Films ist mit Abstand der Roboter Sonny. Durch ihn versucht sich der Film so etwas wie Tiefgang abzuringen. Sonny entwickelt im Laufe des Films eine Identität, eine Persönlichkeit. Im Gegensatz zu den anderen Blechdosen seiner Art stellt er die Frage: 'Who am I?' Was zunächst als Existenzkrise einer künstlichen Intelligenz anmutet, entwickelt sich zur Vermenschlichung der Technik. Sonny entfaltet ein Eigenleben - er hat (simuliert?) menschliche Gefühle und er träumt, wenn auch nicht von Schaafen. Letztendlich erlangt er ein höheres Bewusstsein, ein existentialistisches Selbstverständnis jenseits des Programmcodes seiner Schöpfer. Obwohl gerade hier die inhaltlichen Stärken des Films liegen, werden sie nur allzu oft zu Gunsten der nächsten Actionszene abgewürgt. Die Ansätze sind definitiv da, bleiben aber letztendlich zu oberflächlich um den Film nachhaltig zu prägen. Die Chance ist verspielt: I, ROBOT ist BLADE RUNNER für Arme...
  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    2,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    1,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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Will Smith hat mich in meiner Jugend von Anfang an begleitet. Beginnend mit dem Prinz von Bel-Air der zu einer meiner asoluten Lieblingsserien wurde über Men in Black oder Bad Boys - Will Smith habe ich immer sehr gerne gesehen. 2004 war dann die Ze...

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geschrieben am 28.03.2015 um 14:16

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ø Wertung: 7,8/10 | Wertungen: 23 | Kritiken: 1