Der Film 'Snuff Road' entstand im Jahr 2003 unter der Regie von Richard Stark.
Im Gegensatz zu den professionellen Vertretern der Thematik 'Rape and Revenge' wirkt der Film 'Snuff Road', nicht so beängstigend und nicht so beklemmend - der Zuschauer kann sich, bedingt durch einige unglaubwürdige Handlungssequenzen, mit Leichtigkeit vom Geschehen distanzieren.
Die Charaktere des Films wirken hinsichtlich ihrer Glaubwürdigkeit sehr zwiespältig. Karin Schilling, in der Rolle des finalen Opfers, spielt ihren Charakter sehr überzeugend.
Im Gegensatz dazu wirken einige Handlungen der Protagonisten Tim und Markus etwas zu aufgesetzt - auch ihre Dialoge wirken zum Teil etwas unglaubwürdig. Der Film 'Snuff Road' besitz keine Goresequenzen im eigentlichen Sinne - geschweige denn Sequenzen, in denen uns Splatter in Reinkultur serviert wird.
Die visuelle Brutalität beschränkt sich auf verbale Tiefschläge, Ohrfeigen und Morde - die alle ausschliesslich im Off präsentiert werden. Damit verfehlt der Film natürlich die schockierende Wirkung seiner potentiellen Vorbilder - ein Vergleich mit 'Last House on the Left' oder 'I spit on your Grave' ist daher eher kontraproduktiv, auch wenn dieser Vergleich auf dem Booklet des Covers zu finden ist.
Dennoch kann der Film 'Snuff Road' zu den besseren Vertretern der semiprofessionellen Produktionen gezählt werden - insbesondere aufgrund der guten Leistung von Karin Schilling.
Innerhalb der Medienlandschaft jener semiprofessionellen Produktionen vermag 'Snuff Road' zu überzeugen - aber im Vergleich zu den Genre-Klassikern 'I spit on your Grave' und 'Last House on the Left' zieht die Produktion von Richard Stark nun einmal ganz klar das kürzere Streichholz.
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