Zombies unter Kannibalen

  • Informationen zum Film
  • Zombies unter Kannibalen

  • Originaltitel:
    Zombi Holocaust
    Genre:
    Horror
    Produktionsland:
    Italien
    Produktionsjahr:
    1980
    Kinostart USA:
    07.05.1982
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Marino Girolami
    Drehbuch:
    Fabrizio De Angelis, Romano Scandariato
    Musik:
    Nico Fidenco, Walter E. Sear
    Darsteller:
    Franco Ukmar, Susan Spafford, Pat Starke, Edward Mannix, Alexandra Delli Colli, Gregory Snegoff, Ian McCulloch, Sherry Buchanan, Peter O'Neal, Donald O'Brien, Dakar, Walter Patriarca, Linda Fumis, Roberto Resta, Giovanni Ukmar, Angelo Ragusa, Alba Maiolini, Joseph P. Persaud, Turam Quibo, Romano Scandariato
  • Inhalt
  • In einem New Yorker Krankenhaus verschwinden Teile von Leichen. Die Spuren der Ermittlungen führen zu einem Krankenpfleger aus Südostasien.
    Kurz bevor dieser Krankenpfleger unter mysteriösen Umständen verstirbt, können der Chefarzt und eine ihm unterstellte Anthropologin noch einige Informationen von ihm erhalten.
    Demnach sind die Gründe für das mysteriöse Verschwinden der Leichenteile in Südostasien zu suchen, auf einer Insel mit dem Namen 'Kito'.
    Mittlerweile ist das FBI auf die Vorfälle im Krankenhaus aufmerksam geworden und hat sich bereits in die Ermittlungen eingeschaltet.
    So nimmt ein Team aus Wissenschaftlern und Polizisten das Wagnis auf sich - und begibt sich in den tiefen Dschungel der asiatischen Inseln.
    Dort angekommen machen die Forscher und die Hüter von Gesetz und Ordnung eine fürchterliche Entdeckung.......sie befinden sich auf einer Insel voller Zombies.........mitten unter Kannibalen.
  • Filmkritik
  • Der Film 'Zombies unter Kannibalen' entstand 1979 unter der Regie von
    Marino Girolami. In den deutschsprachigen Ländern kam der Film im April des Jahres 1980 in die Lichtspielhäuser.

    Girolami, der sich in den Credits des Films, hinter dem Pseudonym Frank Martin versteckt, inszenierte ein Werk, welches ganz offensichtlich im Fahrwasser des kurz zuvor inszenierten 'Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies' mitschwimmen wollte.

    Unter anderem benutzte Girolami dazu einige Sets, die ihm Lucio Fulci zuvor freundlicherweise zurückgelassen hatte. Wie fast alle Filme dieser Art und dieser Zeit beginnt auch 'Zombies unter Kannibalen' in der Stadt New York.

    Nach dem obligatorischen und jederzeit austauschbaren Aufhänger für eine Story, die so dünn ist wie Esspapier, geht es dann auch ohne grosse Umschweife in den Dschungel.

    Wer jedoch an dieser Stelle einige schöne Naturaufnahmen erwartet, wie diese z.b. in Sergio Martinos 'Mountain of the Cannibal God' zu bewundern waren, der wird enttäuscht sein.

    Ein grosser Teil des Film spielt im Dunkeln - ein dilletantischer Versuch, die sehr billige Kulisse zu retuschieren.

    In Bezug auf die Auswahl von Hintergrund und Kulisse kann Girolami mit seinem Werk durchaus in ernsthafter Konkurrenz zu Jesus Franco treten, welcher für seine Kulisse in dem Film 'Mondo Cannibale 3 - Die blonde Göttin' doch schlichtweg die 'goldene Ananas' verdient hätte.

    Die Splatter in der Produktion des Marino Girolami sind durchweg von ebenso billiger wie auch drastischer Natur. Eine kleine Auswahl gefällig ?

    Einer der hilfbereiten Eingeborenen bekommt eine Machete in den Schädel, ein anderer Begleiter wird komplett ausgeweidet und einer durchaus ansehnlichen Blondine wird der Schädel mit Hilfe einer Säge mehr oder minder fachgerecht geöffnet.

    Zwischendurch gibt es auch noch die eine oder andere 'Kleinigkeit' zu bewundern, z.b. eine Art Diashow mit Gore-Elementen. Neugierig?

    Nun gut, wer sich einmal damit abgefunden hat, das Girolami dem Zuschauer nun einmal puren Trash serviert - und nichts anderes, der hat sicherlich seinen Spaß an dieser Produktion.

    Die Dialoge sind zum Weghören, die schauspielerischen Leistungen zum Würgen und die Splatter - nun, wie gesagt - absolut 'bb': blutig und billig.

    Insgesamt ein recht kurzweiliger Film mit dem Charme einer Trashgranate der späten 70er; wäre der Film seinerzeit nicht beschlagnahmt worden - niemand würde sich mehr für dieses Machwerk interessieren.

    Die alte VHS-Version der Firma 'Eurovideo' war um einige Dialoge und einige Handlungszenen erleichtert worden. Diese Version wurde 1986 durch das AG München beschlagnahmt.

    Nach dieser Beschlagnahme erschien eine gekürzte VHS-Version des Films durch das Label GM-Vilm - immerhin schaffte es diese verstümmelte Fassung noch auf den Index - und das ohne eine einzige Splatter-Szene zu beinhalten.

    Da frag ich mich doch, warum nicht auch das 'Sandmännchen' indiziert wird - diese Indizierung war jedenfalls überflüssiger wie ein Fisch auf dem Trockenen.

    Auf DVD erschien der Film von der Firma Dragon - mit zwei verschiedenen Cover-Varianten.

    Die Erstauflage des Films ist NTSC-codiert , die Zweitauflage soll hingegen PAL-codiert sein.

    Die DVD der Firma Dragon entspricht der Unrated-Version - und ist völlig ungeschnitten. Die Bild-und Tonqualität ist, gemessen am Alter und am Budget der Produktion, wirklich sehr gut.

    Kurzum :

    Ein Produkt für Freunde der trashigen Unterhaltung - wer Horror mit Hirn sucht, der sollte von diesem Film möglichst seine Finger lassen.
  • Wertu
  • Story
    1,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,0
    Anspruch:
    1,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    2,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    BadDog

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Das Kannibalen-Genre der 70er und 80er Jahre ist ja heute noch Kult, wenn auch nur für ein ganz bestimmtes Klientel. Dazu zähle ich mich persönlich zwar nicht (ich habe bisher nur Cannibal Holocaust gesehen und fand den nicht wirklich gut), aber da ich in alle noch so außergewöhnlichen Arten von Film einen Einblick bekommen möchte hab ich mir nun auch ZOMBIES UNTER KANNIBALEN angesehen. Und ich muss sagen, der war gar nicht mal so schlecht...

Als in einem amerikanischn Krankenhaus plötzlich Körperteile fehlen geht man dem auf die Spur und glaubt den Ursprung in Südostasien gefunden zu haben. Als sich diese Tat als Akt des Kannibalismus herausstellt und es nicht bei einem Fall bleibt schaltet sich das FBI ein und stellt eine Expedition auf die Beine, die weitere Vorkomnisse dieser Art ein für alle mal verhindern sollen. Auf der Insel Kito angekommen kommt man aber hinter ein ganz anderes Geheimnis...

Inhaltlich bietet der Film zwar kaum Nennenswertes - was kann man auch anderes erwarten - aber die Story finde ich irgendwie ganz amüsant. Im Gegensatz zu Cannibal Holocaust der meiner Meinung nach nicht wirklich einen Sinn machen will ist ZOMBIES UNTER KANNIBALEN (ebenfalls bekannt als Zombi Holocaust oder Dr. Butcher) noch relativ logisch und gut inszeniert. Die ein oder andere Szene hat man zwar sicher schon so oder so ähnlich gesehen, aber man erkennt trotzdem klar, dass zumindest ein halbwegs annehmbares Drehbuch zugrunde lag - und das tut dem Film gut. Was dem Film auf eine ganz andere Art und Weise gut tut sind die Darsteller und ihre Dialoge. Selten hab ich so lustlose Akteure gesehen, die nur noch von ihren Synchronsprechern getoppt werden. Die Synchro ist zwar über weite Strecken es Films annehmbar und Massenware wie man sie von Horror aus den 80ern kennt, doch in der ein oder anderen Szene bin ich derart zum Lachen gekommen, sodass ich nochmal zurückspulen musste. Das alles verleiht dem Film seinen ganz eigenen Charme, was ich nicht einmal negativ meine.

ZOMBIES UNTER KANNIBALEN ist ein netter Genrefilm, den man sich auf jeden Fall mal ansehen kann. Die Effekte sind mal besser und mal schlechter, im großen und ganzen aber doch recht blutig. Ein kultiger Film, mit dem man auf jeden Fall besser bedient ist als mit Cannibal Holocaust. Denn hier funktionieren nicht nur die Effekte, auch der Spaß ist vorhanden.

5,5/10 "gefährliche Individuen"

geschrieben am 18.08.2011 um 12:40

Die Zeit der Zombiefilme und der Kannibalen Schocker war gerade voll im Gang, als 1980 ein Regisseur den kommerziellsten Film aller Zeiten drehen wollte. Viel Geld stand ihm aber nicht zur Verfügung, so wollte er einfach die beiden beliebtesten Genres der Zeit in einen Film packen. So liess er Zombies und Kannibalen in einem Streifen auftreten. So nannte er ihn im Original Zombi Holocaust denn zur gleichen Zeit kam der Schocker Film Cannibal Holocaust in die Kinos.

In einer New Yorker Klinik werden Leichen geschändet, meist werden ihnen Organe entfernt. Bald darauf bringt man diese Taten mit Turan einem Krankenpfleger in Verbindung. Seine letzten Worte bevor er vor seinem Tod noch von sich gab waren „Kito hat es befohlen“. Mit diesen Worten geht die Suche auf Wissenschaftlicher Basis weiter. Man findet heraus, dass Kito eine Insel in der Südsee ist, auf der noch Kannibalen hausen sollen. Nun macht sich eine Forscher Expedition auf den Weg in den Süden. Dr. O’Brian (Donald O’Brian) ist ein Forscher auf dieser Inselgruppe. Er soll die Expedition vor Ort leiten. Die Molukken welche dort als Kannibalen leben werden nun gesucht. Nachdem etliche Beteiligten der Expedition von den Kannibalen heimgesucht worden sind und draufgegangen waren entdeckt die Gruppe ein böses Geheimnis von O‘Brian.

Den Film sehr kurz zusammengefasst, denn mehr gibt er eigentlich von der Story gar nicht her. Der Trailer selbst sollte vermieden werden, da er den Schluss schon verrät. Aber man sollte den Film gesehen haben. Sicherlich als B-Movie-Fan. So sollte der Film auch in deutscher Synchro geguckt werden da sind die Dialoge noch viel besser. Meist nichts aussagend, aber mit einer solchen Dämlichkeit, dass man sich vor Lachen einfach krümmt.

geschrieben am 25.07.2011 um 14:24

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ø Wertung: 5,3/10 | Wertungen: 12 | Kritiken: 2