Seid ihr bereit für den letzten Showdown?
Freddy Krueger (Robert Englund) schmort in der Hölle – buchstäblich. Er zählt unbestritten zu den gruseligsten Horrorfilm-Heroen aller Zeiten („Nightmare“-Serie), aber inzwischen sind fast zehn Jahre vergangen, seit er die Träume seiner Opfer heimsuchte, um so blutige Rache für sein eigenes Schicksal zu nehmen. In Springwood hat man seinen Amoklauf systematisch verdrängt – niemand will sich an Freddy erinnern.
Potenzielle Opfer werden unter Drogen gesetzt, damit sie nicht träumen, und schon ist der Meister des Albtraums machtlos. Heute hat keiner mehr Angst vor Freddy – was dem egomanischen Psychopathen wahrlich Höllenqualen bereitet, denn er hält sich selbst für eine Legende. Wie ein lebenslänglich Verurteilter kann Freddy nur noch irrwitzige Rachepläne schmieden, die er nie in die Tat umsetzen wird.
Doch dann erweckt Freddy jenen wahnsinnigen Jason Voorhees (Ken Kirzinger) zu neuem Leben, der genau wie er selbst als Killer (aus der „Freitag der 13.“-Serie) Kultstatus genießt. Eine geniale Idee: Freddy benutzt Jason, um die Elm Street erneut in Angst und Schrecken zu versetzen und so für sich selbst ein Schlupfloch zu schaffen, durch das er dem Fegefeuer entkommen kann. Freddy begreift nämlich blitzschnell, wie einfach man Jason manipulieren kann, und er bringt den Serienmörder dazu, seine Schreckensherrschaft in Springwood fortzusetzen.
Als Jason sich durch die Elm Street metzelt und die Bewohner auch Freddy wieder fürchten lernen, muss dieser allerdings feststellen, dass Jasons Blutdurst nicht mehr zu stillen ist – er hat nicht vor, Freddy das Feld zu überlassen. Entsetzen lähmt die Stadt, als sie unversehens zwischen diese Titanen des Horrors gerät, die in einem schaurigen Showdown von ungeheuren Ausmaßen aufeinander treffen – wobei sich die Welt der Träume nicht mehr von der rauen Wirklichkeit trennen lässt.
Die Schlacht der Schlachten hat begonnen. Wer wird am Ende übrig bleiben?
Am 20. November des Jahres 2003, erlebten die deutschsprachigen Zuschauer die Wiederaufstehung zweier Ikonen des Horrorgenres. Der Film 'Freddy vs. Jason' war ein Experiment der Filmgeschichte. Die Produzenten verknüpften die fiktive Story der Serie 'A Nigtmare on Elmstreet', mit den nicht minder fiktiven Handlungssträngen der Serie 'Friday the 13th'. Das Resultat dieser Überlegungen, ist ein Produkt des Mainstreams. Der Film bietet zwar einige harte Effekte, bedient sich zuweilen, aber zu vieler ausgelutschter Klischees um als innovativ gelten zu können.
Die Dialoge der Schauspieler bewegen sich durchweg auf dem Niveau eines Teenie-Slashers. In meinen Augen wurde daher gerade im Bereich der Dialoge, ein enormes Potential verschenkt. Durch die Verwendung einer interessanten Hintergrundgeschichte, welche dem Zuschauer nun einmal durch entsprechende Dialoge hätte vermittelt werden müssen, hätte sich den Produzenten die Chance geboten, aus einem durchschnittlichen Horrorfilm, eine Legende des Genres zu kreieren. Statt 'Kaviar' bietet der Film, dementsprechend nur eine solide 'Hausmannskost'.
Die Spezialeffekte sind zwar, wie es der Zuschauer bei Hochglanzproduktionen aus Übersee gewohnt ist, von einen hohen qualitativen Standard - aber die Hintergrundgeschichte des Films kommt einfach nicht über dem Durchschnittniveau des Genres hinaus. Für die Fraktion der Gorehounds bietet das Finale des Films, einige kleine Leckerbissen. An dieser Stelle kann die Produktion die Stärken einer fiktiven Story sehr gut ausspielen, sei es durch das plötzliche Nachwachsen einzelner Gliedmaßen bei der Figur des Freddy Kruegers oder sei es durch das Eintauchen einiger Protagonisten in eine fiktive traumatischen Sequenz, in der die Naturgesetze als absurdum geführt werden.
Der Film hat das selbstverständliche Ziel, das alle abzweigenden Handlungsstränge in ein grosses Finale münden sollen, in welchem sich die beiden Ikonen des Genres, der Kindermörder Freddy Krueger und der einst ertrunkene Jason Vorhees, sich bis auf das Blut bekämpfen sollen. Dieses Finale, soviel kann sicherlich vorweg genommen werden, ist halbwegs gelungen. Zwar leidet der Film auch an dieser Stelle an den Schwächen des Mainstreams, da vieles vorhersehbar erscheint, doch kann das Finale zumindestens bezüglich der Spezialeffekte auf ganzer Linie überzeugen.
Vor dem finalen Aufeinandertreffen agieren Freddy Krueger und Jason Voorhees in dem Film getrennt - die Opfer sind dabei fast durchweg in der Altersgruppe der Teenager zu finden. An dieser Stelle bedient sich der Film wiederum an denen bereits angesprochenen Klischees. Die Opfer haben vor ihrem Tod entweder zu tief ins Glas geschaut oder konnten den Reizen des anderen Geschlechts einfach nicht widerstehen - wie originell !
Unter dem Strich der Bilanz, erwartet den Zuschauer ein durchschnittliches Produkt des Genres, einzig und allein die Spezaleffekte können ein wenig aus der Masse des Genres herausragen. Die deutsch synchronisierte Fassung des Films, basiert auf der amerikanischen R-Rated-Version. In Deutschland erhielt der Film die Kennzeichnung 'Keine Jugendfreigabe', dementsprechend ist eine Indizierung des Films ausgeschlossen.
In diesem Sinne, wünsche ich allen eine gute Unterhaltung !
Und ach ja : Film ab !
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