Mann unter Feuer

  • Informationen zum Film
  • Mann unter Feuer

  • Originaltitel:
    Man on Fire
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2004
    Kinostart Österreich:
    01.10.2004
    Kinostart Deutschland:
    30.09.2004
    Kinostart USA:
    23.04.2004
  • Cast & Crew
  • Regie:
    Tony Scott
    Drehbuch:
    Brian Helgeland, A.J. Quinnell
    Musik:
    Harry Gregson-Williams
    Darsteller:
    Christopher Walken, Denzel Washington, Mickey Rourke, Giancarlo Giannini, Rachel Ticotin, Dakota Fanning, Radha Mitchell, Marc Anthony, Jesús Ochoa, Angelina Peláez, Gustavo Sánchez Parra, Gero Camilo, Rosa María Hernández, Heriberto Del Castillo, Mario Zaragoza, Javier Torres Zaragoza, Iztel Navarro Vazquez, Esteban De La Trinidad, Charles Paraventi, Carmen Salinas, Rodrigo Zurita, Marisol Cal y Mayor, Hector Hernandez Zertuche, René Campero, Angelica Rosado, Norma Pablo, Georgina González, Abraham Sandoval, Itatí Cantoral, Jorge Zárate
  • Inhalt
  • In der von Entführungen geplagten Metropole Mexico City soll sich John Creasy (ein ehemaliger Secret Service Agent) als Bodyguard um die Sicherheit eines kleines Mädchens einer wohlhabenden Familie kümmern. Als das Mädchen, Pita, eines Tages nach dem Klavierunterricht entführt wird und die Geldübergabe mit den Entführern völlig verpatzt wird, verwandelt sich der gutmütige Bodyguard in einen gnadenlosen Racheengel …
  • Filmkritik
  • Verfilmt wurde die Geschichte schon oft. Ein Mann (Ex-Staatsangestellter, Ex-Polizist, Ex-Soldat …), dem das Leben nichts mehr zu bieten hat, stürzt sich in die Arbeit. Kurz darauf wird eine Person die ihm sehr nahe steht getötet oder entführt. Der Mann bekommt einen starken Emotionsschub und verübt Rache.
    Ähnlich verläuft es bei „Man on fire“. Bis auf einen markanten Unterschied: Der Regisseur geht ziemlich genau auf die Charaktere der Personen ein um ein engeres Verhältnis zu schaffen. Somit bleibt es spannend bis zum Schluss, obwohl man mit Sicherheit sagen kann, wie der Film enden wird.

    Für Denzel Washington ist es nach „Crimson Tide“ die zweite Zusammenarbeit mit dem britischen Regisseur Tony Scott. Der Film trägt Scotts typische Handschrift und bietet alle seine Stilmittel von Zeitraffern bis Slowmotion. Oft fühlt man sich durch schnelle Schnitte, grelle Farben und verwackelten Kameraeinstellungen einer Belastungsprobe ausgesetzt, die jedoch ziemlich schnell in Spannung umgewandelt wird. Einen eigenen Stil gab Scott der Story durch belassen der Originalsprache Spanisch und zusätzlichen Untertiteln, die bei der Original-Kinofassung in unterschiedlichen Größen und mit aggressivem Grafik-Design viel Abwechslung boten.

    John Creasy (Denzel Washington) trägt die typischen Klischee-Charaktermerkmale eines desillusionierten Ex-Killers. Aber durch die starke schauspielerische Leistung bleibt der Charakter trotz brutalen, action-betonten Stellen glaubwürdig.
    Gut besetzt war auch die Rolle der 9-jährigen Pita (Dakota Fanning). Emotional gesehen bot sie alles, dem ständige auf und ab ihrer Gefühlsmisere musste man einfach mitfiebern.
    Ganz ungewohnt war die Rolle des besten Freundes Rayburn (Christopher Walken). Wartet man darauf, dass Rayburn jederzeit zu einem Bösewicht mutiert, wird man enttäuscht. Christopher Walken entschied sich in diesem Film für eine andere Rolle, da er eben dieses Image ablegen wollte. Statt ihm taucht der Rechtsanwalt Jordan Kalfus (Mickey Rouge) auf, der seine hinterhältigen Geschäfte betreibt. Als Ehepaar und Eltern der entführen Pita behaupteten sich Samuel Ramos (Marc Anthony) und Lisa (Radha Mitchell), die jedoch nicht ganz so überzeugend waren.

    Fazit: Die Schauspieler konnten größtenteils überzeugen und einen mitreißen. Die Geschichte war nicht neu, aber durch verschärfte Umsetzung sehr glaubwürdig vermittelt.
  • Wertu
  • Story
    2,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    elle

Kommentare

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Userkritiken

User Kritiken

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Fragt man mich nach meinem Lieblingsdarsteller lautet die Antwort seit Jahren Denzel Washington. Müsste ich das aber terminisieren und einen Zeitpunkt nennen seitdem dies so ist, würde ich mir schwer tun. Auf die älteren seiner grandiosen Filme wie Malcolm X oder Philadelphia bin ich beispielsweise erst später aufmerksam geworden, viel mehr waren es Filme nach der Jahrtausendwende wie John Q. oder Training Day mit denen sich Washington sozusagen in mein Herz gespielt hat. Demnach wurde jeder Film der noch kommen sollte von ganz alleine zu einem Pflichttermin, so auch MAN ON FIRE. Aus welchen Gründen auch immer hab ich den Film im Kino leider verpasst, sodass ich auf die DVD warten musste. Gleich zu Release hab ich mir den Film geholt (der Preis war mir herzlich egal) und natürlich so schnell wie möglich angesehen - und das Warten hat sich mal sowas von gelohnt!

Erst ein paar Worte zum Inhalt dieser Neuinterpretation: Der ehemalige Marine Creasy (Denzel Washington) ist immer mehr dem Alkohol verfallen, doch mit Hilfe eines alten Bekannten will er in Mexiko neu Fuß fassen. Samuel und Lisa Ramos beauftragen ihn für die Sicherheit ihrer Tochter Pita (Dakota Fanning) zu sorgen, denn tagtäglich werden in Mexiko City Kinder entführt. Eines Tages kommt's wie es kommen muss - die Kidnapper schlagen zu und hätten Creasy um ein Haar getötet. Doch der beschließt Rache zu nehme und alleine ein System voller Gewalt und Korrupion aufzurollen...

MAN ON FIRE war die zweite aber lange nicht letzte Zusammenarbeit von Regisseur Tony Scott (der trotz Erfolge nach wie vor im Schatten seines Bruders Ridley stehen dürfte) und Denzel Washington. Sie scheinen sich wirklich gut zu ergänzen, denn ansonsten wäre es nicht zu tollen Filmen wie Deja Vu oder eben MAN ON FIRE gekommen. Rachefilme sind ja immer so eine Sache, Rape'n'Revenge-Filme waren nie sonderlich mein Fall und auch heute fallen mir nur 2-3 aus diesem "Genre" ein die mir gut gefallen haben. Rachefilme sehe ich aber immer wieder gerne - man könnte auch meinen, dass diese es besonders leicht bei mir haben, denn kaum einer fällt mir ein der mir nicht zusagte. 2004 bescherten mir Scott und Washington aber einen Film, der bis heute mein Lieblingsfilm ist - auch wenn er in den letzten Jahren starke Konkurrenz bekommen hat.

Stilistisch kommt Tony Scott's typische Inszenierung in jeder Pore des Films zum Vorschein. Vor allem die schnellen Schnitte und die starken Farbkontraste geben dem Film seinen Look der den Regisseur schon über einige Filme - mal stärker, mal schwächer - begleitet hat. Auch wenn es hier und da intensiver wird fällt der Effekt niemals störend auf, im Gegensatz zu Domino hat man MAN ON FIRE glücklicherweise nicht damit überladen. Stattdessen wird dadurch gut Atmosphäre aufgebaut, die aber zu großen Teilen Dank der Musik zustande kommt. Der Einsatz der richtigen Vertonung hat bei mir mehrmals für Gänsehaut gesorgt und wirklich sehr viel bewirkt, natürlich haben da aber auch noch andere Sachen mitgespielt - vor allem die Darsteller. Denzel Washington brilliert wie üblich (am besten hat er mir immer noch in Training Day gefallen), aber das Zusammenspiel mit Dakota Fanning ist einfach nur herzerwärmend und -zerreissend. Die beiden machen den Film erst zu dem was er ist und geben Scott's Arbeit ein Gesicht. Der Film wird eigentlich von ihnen bzw. ihrer Beziehung und deren Entwicklung getragen und ist genau deshalb so intensiv.

MAN ON FIRE ist nicht nur ein eiskalter und stilgerechter Rachethriller mit einer Brise Action, sondern auch ein einfühlsames, mitreißendes Drama mit hervorragenden Darstellern. Nach wie vor ein Film an dem ich absolut nichts auszusetzen habe - 2 1/2 Stunden Kino wie es sein muss.

10/10 notierte Nummernschilder

geschrieben am 18.08.2011 um 13:10

In Deutschland heißt der Film „Mann unter Feuer“. Ich frag mich immer noch, warum bei uns manche Filmtitel übersetzt werden. Klingen diese doch im Original viel besser.

Tony Scott’s vorletzter Film Man on Fire erzählt die Geschichte eines Bodyguards wider Willen, der ein kleines Mädchen in Mexico City beschützen soll, denn dort gibt es eine Menge Fälle von Kindesentführungen.

Creasy tut sich schwer mit diesem Job. Er trinkt und versucht sich sogar umzubringen, doch die Kugel will nicht, denn „Die Kugel sagt immer die Wahrheit.“ Doch langsam freundet er sich mit Pita an. Er hilft ihr beim Schwimmen, sie gewinnt sogar einen Wettkampf. So vergehen die ersten 40 Minuten. Wir lernen die Personen näher kennen.

Doch dann passiert es. Pita wird entführt. Creasy wird schwer verletzt, kann aber 4 der Kidnapper töten. Zwei davon waren korrupte Cops. Alles was nur schief gehen kann, geht bei der Lösegeldübergabe schief. Pita wird für Tod gehalten und Creasy kennt nur noch eins – Rache.

Tony Scott hat hier einen harten, eiskalten Rachefilm geschaffen. Niemand bleibt verschont, der mit der Entführung zu tun hat, doch er setzt sehr viel auf die Optik des Films. Sind die ersten 40 Minuten noch ruhig geschnitten. So ändert sich dies schon bei der Entführung hektische Schnitte und Bildveränderungen. So sieht man z. B. Szenen doppelt oder aus anderen Perspektiven.

Auch die Farbgebung verändert sich. Doch das ist noch nicht alles. So gibt es Superslowmotion oder alles läuft extrem schnell ab. Es werden auch Untertitel eingeblendet, da viel in Spanisch gesprochen wird. Diese ändern ihre Größe, wenn zum Beispiel jemand etwas schreibt, sind die Untertitel größer als beim gesprochenem Wort. Doch auch beim Sound gibt es einiges. So werden Sätze die gesprochen wurden – wiederholt oder bei einer anderen Szene wieder unterlegt.

Die zweite Hälfte des Films wirkt wie ein moderner Videoclip.

Der Film geht nicht gerade zimperlich mit der Gewalt um, bei den „Opfern“, die von Creasy gefoltert werden, damit er neue Informationen bekommt. Wir sind dabei immer der stille Beobachter. Wir stehen vorm Auto und ändern immer wieder unsere Einsicht in das Auto, um zusehen was passiert. Schauen weg, wenn der Finger abgeschnitten wird, sehen nur das Blut an die Windschutzscheibe spritzen. Sehen aber wie die Wunde des abgeschnitten Fingers mit dem Zigarettenanzünder verschlossen wird.

Creasys Rache ist nicht schön, aber es wird keine Wertung über die Rache gegeben. Ob es nun Gut oder Böse ist. Richtig oder Falsch. Er hilft eine Reporterin und der Polizei dabei ein paar hohe Tiere in der Unterwelt, die für eine Menge Entführungen verantwortlich waren unschädlich zu machen, dabei wird er aber nie als Held gefeiert. Er ist der Racheengel im Hintergrund. Das Ende ist ein Semihappyend. Es geht aber nicht für alle glücklich aus. Was geblieben ist, waren knapp 140 Minuten Spannung.

Achja der Film ist ein Remake von den 1987 Film Man on Fire aus Italien.

Ein Film der das Thema Rache auf eine neue Art und Weise wiedergibt.

geschrieben am 25.07.2011 um 10:21

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ø Wertung: 8,4/10 | Wertungen: 10 | Kritiken: 2