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Sin City

  • Informationen zum Film
  • Sin City

  • Originaltitel:
    Sin City
    Genre:
    Action, Krimi, Thriller
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2005
    Kinostart Österreich:
    11.08.2005
    Kinostart Deutschland:
    11.08.2005
    Kinostart USA:
    01.04.2005
  • Inhalt
  • SIN CITY basiert auf der gleichnamigen Comicserie von Frank Miller, erschienen im Dark Horse Verlag. Der Film erzählt drei verschiedene Geschichten (The Hard Goodbye, The Big Fat Kill, und That Yellow Bastard), die ziemlich lose miteinander verbunden sind. Hartigan (Bruce Willis) ist ein Cop, der wegen eines Herzleidens kurz vor der Frühpensionierung steht. Am letzten Tag seines Dienstes verfolgt er einen Kinderschänder, in dessen Gewalt sich die kleine Nancy (Jessica Alba) befindet. Er rettet zwar das Mädchen, aber um ihn herum entwickelt sich ein Komplott welches ihn für Jahre ins Gefängnis bringt...

    Anderswo in Sin City wird auch Marv (Mickey Rourke) zum Opfer einer Verschwörung. Er wacht mit dröhnenden Kopf neben der ermordeten Prostituierten Goldie (Jaime King) auf, die ihm sehr viel bedeutet hat. Sein Rachefeldzug gegen den / die vermeintlichen Täter zieht eine Blutspur durch die Stadt. Als er den Mörder von Goldie gestellt hat, beginnt für ihn der Anfang vom Ende...

    Dwight (Clive Owen) hat sich auf die Fersen des widerlichen Jackie Boy (Benicio Del Toro) und seiner Bande geheftet, weil er seine Freundin belästigt hat. Die Spur führt ins Rotlichtmilieu von Sin City. Als Jackie Boy versucht eine junge Prostituierte in sein Auto zu zwingen, schlagen die gut organisierten Frauen zu. Sie töten die gesamte Bande nur um festzustellen, dass Jackie Boy eine Polizeidienstmarke trug. Ein toter Cop im Nuttenviertel hilft nicht gerade dabei, den ungeschriebenen Pakt mit der Polizei der Stadt weiterhin aufrecht zu erhalten. Die Leichen müssen also entsorgt werden. Dwight erklärt sich bereit zu helfen, ahnt aber nicht dass er sich damit nicht nur mit der Polizei anlegt...
  • Filmkritik
  • Welcome to Sin City -----
    Eine Stadt voll mit Mördern, Nutten, korrupten Cops, Pädophilen, Menschenfressern und sonstigen Abschaum. Eine Stadt wie Basin City, wie SIN CITY. Düster, desillusionierend und gefährlich ist das Pflaster auf dem die Hauptfiguren des Films ihr tristes Dasein fristen. Ihr Leben ist primär Schadensbegrenzung, ihre Motivation schwindend. Für die (Anti)helden lautet die Frage nicht unbedingt wieviel man gewinnt, sondern eher wieviel man dabei verliert. Die Grenze zwischen Erlösung und Verdammnis in ihrer Welt voll Schmerz, Blut und Gewalt ist bereits so weit verschwommen, dass im richtigen Moment selbst der Tod zur sinnvollen Alternative gerät. 'An old man dies. A young girl lives. A fair trade.' Willkommen in SIN CITY!

    Comic Noir -----
    SIN CITY ist bis ins kleinste Detail so sehr gegen den Strich inszeniert, dass es eine wahre Freude ist. Die düster designten S/W Bilder des Films transportieren die höchst unangenehme, durch überzogene Gewalt und begrabene Träume vergiftete Atmosphäre der Stadt so effektiv, dass sie in ihrer Dichte kaum mehr zu überbieten sind. Wie ein Alpdruck senkt sich die Stimmung des Films von der Leinwand herab auf den Zuseher. Inmitten klassischen Film Noir Bilderwelten, auf der Tonspur begleitet von den Gedanken der Hauptfiguren, stechen immer wieder einzelne Farbelemente hervor, die punktuelle optische "Highlights" setzen und den hochgradig surrealen Look des Films noch mehr verstärken. Die visuelle Ebene von SIN CITY kann man nur als aufregend bezeichnen. Die Backgrounds bestehen zu einem guten Teil aus CGI's, die Szenerie wirkt stilisiert, überzogen und befremdend. Dieses eigenwillige Design der Bilder macht SIN CITY zum ultimativen Comicmovie der Gegenwart. Nach Jahren des Daueroutputs an neuen Comicverfilmungen haben es die Regisseure Robert Rodriguez und Frank Miller geschafft, dem Zuschauer nun endlich auch einmal visuell das Gefühl zu geben einen Comic zu sehen. Nach Ansicht von SIN CITY läge der Gedanke nahe viele der anderen Regisseure, welche sich an einer Comicverfilmung versucht haben, zurück an den Start zu schicken.

    Beautiful and merciless -----
    Obwohl SIN CITY mit weitaus weniger Budget auskommt als andere Comicmovies, bietet er dennoch ein Ensemble an Stars und bekannten Namen: Bruce Willis, Benicio Del Toro, Michael Madsen, Rutger Hauer, Powers Boothe und Elijah Wood in der mit Abstand schrägsten Rolle seiner Karriere. Außerdem feiert der bis zur Unkenntlichkeit geschminkte Mickey Rourke ein furioses Comeback. Regisseur Robert Rodriguez (DESPERADO, FROM DUSK TILL DAWN) wird von den Co-Regisseuren, dem Schöpfer des Sin City Comics Frank Miller und Quentin Tarantino (PULP FICTION) prominent unterstützt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, SIN CITY ist mit Sicherheit die handwerklich innovativste, inhaltlich kontroverseste und weitaus erwachsendste Comicverfilmung seit Jahren. Ein pechschwarzes Juwel, dessen hintergründiger, zähnefletschender Humor einem das Lachen im Halse stecken bleiben lässt. Ein Film, der das Genre des Comicmovies auf den Kopf stellt, visuell ausreizt und inhaltlich völlig neue Wege definiert. Trotz (oder wegen) seinen S/W Bildern erreicht der Film mit seiner rüden, blutrünstigen Machart ein hohes Maß an Intensität, welches den vergleichsweise harmlosen Hollywood Mainstream (v)erblassen lässt. SIN CITY ist zwar in nahezu allen Belangen weitaus überzogener als die meisten anderen Comicmovies, in Summe aber weitaus authentischer. SIN CITY ist Rodriguez' Meisterwerk, beautiful and merciless!
  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    5,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
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