Marty ein zehnjähriges Zebra, hat sein ganzes Leben im New Yorker Tierpark verbracht. Ihm und seinen Freunden, Alex der Löwe, Gloria das Nilpferd und Giraffe Melman geht es hervorragend, schließlich sind sie die Stars des Central Park Zoos. Das Essen wird ihnen auf einem silbernen Tablett serviert und die Speisen sind erstklassig. Trotzdem plagt Marty die Sehnsucht nach Freiheit. Die Pinguine nebenan hegen diesen Plan schon seit längerem, und als das Zebra von diesem Vorhaben erfährt, will er Taten sprechen lassen und ausreißen. Weg in eine fremde heile Welt, der Wildnis. Erst sind seine Freunde von dem Unterfangen nicht begeistert, doch wahre Freunde lassen sich nie im Stich und folgen dem Zebra durch halb New York. Ihr Vorhaben ist nur von kurzer Dauer denn ihr Ausreißversuch endet narkotisiert in Holzkisten die ihren Weg per Schiff nach Afrika sucht. Die Pinguine, ebenfalls geschnappt und mit auf dem Dampfschiff, haben sich mittlerweile befreit und den Kapitän eliminiert. Ihr Ziel ist ein Anderes; die Antarktis. Sie wenden den Kahn derart abrupt, so das die Holzkisten samt Inhalt ins Meer stürzen. Sie werden an Land geschwemmt, und Marty, Alex, Gloria und Melman denken sie seien wieder in einem Zoo ( San Diego ) gelandet. Doch bald wird ihnen klar das sie in Freiheit sind, und diese Wildnis haben sie sich ganz anders vorgestellt und möchten nur noch eines; Zurück nach New York, zurück in ihren Park.
“ I like to Move it, Move it...”
Die Tiere im Park unterhalten sich untereinander, können Gitter ohne jedes Problem überspringen und sind fast allesamt gutmütig. Alex der Löwe ist der unbestrittene König des Parks. Seine Föhnfrisur wird in das richtige Licht gesetzt und mit einer Windmaschine wird seine Mähne erst deutlich. Jeden Tag zeigt er das selbe Programm und sein Leben in Gefangenschaft stört ihn keineswegs. Im Gegenteil, er wird umhegt, gepflegt und gefüttert. Ein Leben wie im Paradies. Dieses Leben will Marty das Zebra nicht. Er möchte sehen was hinter diesen Wänden geschieht. Er und die “ Terroristen Einheit “, die Pinguine planen jeder für sich, einen Ausbruch.
Mit visuellen Gags übertrifft sich dieser Animationsfilm selbst und vergisst dabei nicht, andere Hollywoodfilme gleich mit an Board zu nehmen. Beispielsweise Cast Away und American Beauty lassen grüßen und werden auf die Schippe genommen. Wortwitz und gut ausgewählte Stimmen, gesehen in Originalfassung, leisten ihren speziellen Beitrag. Oft ist man als Zuseher überfordert jeden Witz und jeder Aktivität optisch zu beobachten, so schnell folgt einer Idee der anderen.
“ La la la la Staying alive, Staying alive... “
Doch kaum in der realen Welt angekommen, wird den Ausreißern bewusst das diese Welt nicht die Richtige ist. Wo soll Alex etwa seine Steaks herbekommen, wo er doch bis jetzt keiner Fliege was zuleide tun konnte. Wie wird es abends schön warm. An seinem Schlafplatz im Zoo gab es “ Heizsteine “. Und diese heile Welt im Zoo wo keinem Tier was geschieht, ist vorbei. Im Dschungel werden Insekten von Pflanzen, Küken von Krokodilen gefressen.
Hier regt die Hollywoodmaschinerie zum Nachdenken an. Tut man im Gefangenschaft lebendende Tiere etwas Gutes sie in freier Natur auszusetzen ? Hier wird den animierten Protagonisten vorgeführt, das sich das reale Leben nicht so zuckersüß darstellt, wie es uns und unsrer Kinder oft vorgemalt wird. Der Eine oder andere junge Beobachter wird in diesen Szenen sicher einen kleinen Schock fürs Leben bekommen.
“ It´s a wonderful Life “
Dreamworks beweist mit Madagascar das die Zeit der animierten Filmen noch lange nicht vorbei ist. Diese Geschichte der Flüchtlinge ist von der ersten bis zur letzten Minute gelungen. Die Musik mit gut sortierten Songs plus der Score von Komponist Hans Zimmer ist extra erwähnenswert. Die Charaktere der Tiere sind derart begnadet, so das jeder im Einzelnen eine Titelrolle bekommen könnte. Dreamworks plant im übrigen einen Kinofilm mit den Pinguinen als Hauptdarsteller zu realisieren.
Madagascar ist ... 86 Minuten Fun und gute Laune !!!
Fazit: Antarctica sucks...
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