Hierbei handelt es sich um mein Lieblingsstück in meiner kleinen Psychopatenreihe, doch hierzu später.
Und obwohl ich schon die EMS DVD „Dahmer“ besitze stellte ich zu meiner großen Freude fest, dass dieser Film hier die perfekte Ergänzung zur EMS Ausgabe ist.
Er beleuchtet Dahmers Leben ab der Selbstständigkeit, der Freiheit einer eigenen Wohnung (und spätere Tatorte) in einer erschreckenden und furchtbaren Weise.
Der Film zeigt die grausame, dunkle Seite in einer düsteren Reise in die menschlichen Abgründe.
Der Zuschauer wird zum Augenzeuge unfassbarer Ereignisse.
Dahmer, ein augenscheinig netter Kerl oder ein grausames und sadistisches Monster?
Wir begleiten ihn auf der Suche nach immer neuen Opfer, die Taten Dahmers eskalieren von Mord zu Mord.
Als er schließlich lange genug vom Vater gegängelt wird bleibt ihm keine andere Wahl, er verlässt das Haus der Großmutter und zieht in die berühmten Oxford- Appartments.
Es kommt wie es kommen muss, die Anwohner Dahmers klingeln Sturm. Ein grässlicher Gestank dringt aus seiner Wohnung – der Verwesungsgeruch der dort Getöteten.
Doch lange lassen sich die Bewohner nicht mit der immer wiederkehrenden Ausrede vom schlecht gewordenen Fleisch in der Küche abwimmeln.
Aber auch hierzu fällt Dahmer was ein, er löst die Reste die er nicht mehr braucht in Säure auf. So kam es, dass die Polizei von Milwaukee das berühmte Säurefass in Dahmers Wohnung fand. In dieser Säure wurden mehrere Torsen aufgelöst. Er behält einige Dinge die er behalten möchte, Als Erinnerung macht er sich Fotos. Er präpariert einige Schädel, er bemalt einige davon, bis auf einen. Trennt Hände der Leichen ab, Menschliche Köpfe tummeln sich in seinem Kühlschrank.
Er streichelt sich mit den abgetrennten Händen, für Dahmer der einzigste Weg zur Zärtlichkeit.
Die Leichen, die Verstümmelungen aber auch sexuelle Übergriffe an denselben hat Dahmer akribisch per Fotodokumentation dokumentiert. Die Leichenteile sind seine „Freunde“. Er behandelt sie gut, gerbt und konserviert seine neugewonnenen Freunde, und sammelt noch weitere!
Es ist ,so scheint, für Dahmer der einzigste Weg den er gehen kann um geliebt zu werden, er findet dies nur bei seinen Freunden.
Dabei immer wieder die schmerzvolle Visionen, Rückblicke in eine Kindheit in der alles begann. In der dieser unheilige Grundstein gelegt wurde. Man erahnt die Hintergründe, erahnt die Isolation der vergangenen Jahre.
In welche Abgründe dies nicht zwangsläufig führt, aber führen kann. Siehe Jeffrey Lionel Dahmer. Und die Tragödie hat auf einmal etwas menschliches, manchmal überkommt einen das Mitleid beim Anblick des verzweifelten Dahmers ob seiner Greueltaten.
Ihm bei seinem Treiben über die Schulter sehen zu dürfen verlangt dm Zuschauer einiges ab, vor allem jene die etwas zarter ausgelegt sind. Denn die Vorgehensweise Dahmers bei seinen Morden ist wenig zimperlich, die Methoden ekelhalft und unfassbar.
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