Mit äußerst wenig Budget hat der junge Regisseur Vlado Priborsky ein Maximum an filmischer Leistung realisiert. Zwar kann man bei diesem Kurzfilm aus Österreich durchaus auch Anleihen aus bekannten Vorbildern erkennen, dennoch merkt man hier, dass sich der bzw. die Macher mit viel Liebe fürs Detail ans Werk gemacht haben.
Der neurotische Star des Films ist Valentin, ein Hypochonder, der sich immer wieder von neuen Krankheiten gegeißelt sieht. Nicht viel besser ergeht es seinem Freund, ein Arzt, der sich wiederum immer wieder mit Valentins imaginären Krankheitsbildern auseinander setzen muss. Um Valentin zu beruhigen wird schließlich ein letzter Befund vereinbart, doch gerade bei diesem alles klärenden Gutachten, entsteht der Verdacht, dass Valentin an einem Tumor leidet. Valentin sieht sich nun entgültig bestätigt und gibt sich nun völlig seinen Neurosen hin.
An dieser Stelle betritt das Schicksal das Bühnenbild wie in Alanis Morissette's Lied "Ironic": “He won the lottery and died the next day”. Mitten in seiner Verzweiflung erhält er die Nachricht von einem Lottosechser. Eine Nachricht die Valentin zwischen Freud und Leid aufzureiben scheint - und ihn letztendlich auch in sein Unglück treibt.
Soweit also die Geschichte von Valentin, die Regisseur Priborsky eindrucksvoll in Szene gesetzt hat. Dabei erweist sich der junge Österreicher als Meister des Minimalismus - was durchaus positiv zu verstehen ist. Drei Darsteller (darunter der Regisseur selbst), nicht wirklich mehr Schauplätze und ruhige, aber nicht minder begeisternde, Kameraeinstellungen. Dazu gibt es noch gute Dialoge, die tiefgründiger erscheinen, als so manch Streifen aus Hollywood und am Ende leistete man sich sogar noch einen kleinen Special-Effect, der seinen „großen“ Vorbildern um nichts nachsteht.
Die Umsetzung wirkt also recht professionell, die Darsteller ebenso. Mario L'Ross agiert zwar nicht gerade Oscarreif (was man ja auch nicht wirklich verlangen kann), könnte aber jederzeit problemlos in diversen deutschsprachigen Serien unterkommen.
Wie eingangs schon erwähnt hat man bei diesem Kurzfilm also wirklich den Eindruck, dass hier mit viel Sorgfalt agiert wurde. Für die Zukunft kann man sich daher nur wünschen, dass noch mehr Werke von Proborsky und seinen Helfern hinter der Kamera in Planung sind.
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