Erschütternde Wahrheit

  • Informationen zum Film
  • Erschütternde Wahrheit

  • Originaltitel:
    Concussion
    Produktionsjahr:
    2015
    Kinostart Österreich:
    18.02.2016
    Kinostart Deutschland:
    18.02.2016
    Kinostart USA:
    25.12.2015
    Verleiher Österreich:
    Sony Pictures
    Verleiher Deutschland:
    Sony Pictures
  • Inhalt
  • Will Smith spielt die Hauptrolle in ERSCHÜTTERNDE WAHRHEIT, einem packenden Thriller, der auf der unglaublichen aber wahren David-gegen-Goliath-Geschichte von Dr. Bennet Omalu basiert. Der brillante Facharzt für forensische Neuropathologie entdeckt als Erster bei einem Profi-Sportler das Phänomen der CTE – ein durch Sport verursachtes Hirntrauma. Der Film zeigt seinen Kampf, diese Wahrheit an die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei führen Omalus emotional mitreißende Nachforschungen zu einer gefährlichen Auseinandersetzung mit einer der mächtigsten – und meistgeliebten – Institutionen der Welt.

  • Filmkritik

  • Will Smith hat es in den letzten Jahren nicht gerade darauf angelegt, ernstzunehmende Rollen zu spielen, immerhin sind Seven Pounds oder The Pursuit of Happyness auch schon einige Zeit her. Mit der Hauptrolle in Erschütternde Wahrheit (Englischer Originaltitel: Concussion) erhoffte Smith sich anscheinend eine Oscarnominierung oder zumindest großes Lob in der Presse, das ihm allerdings beides verwehrt blieb. Wenn man den betroffenen Film sieht, wird man auch bald verstehen warum es weder für Schauspieler noch für Regie eine Nominierung gegeben hat.


    Dazu hebt sich der Film nämlich nicht genug vom Durschnitt ab und wirkt in Ausführung und Erzählweise, als wäre er zwanzig Jahre alt. Concussion ist von seiner Herangehensweise und in der Ästhetik der Neunziger und frühen Zweitausender verhaftet. Der Film braucht eine ganze Menge an Zeit, um in Fahrt zu kommen und seine Geschichte zu erzählen, wobei man als Zuschauer auch noch eine (mit der Handlung nur peripher verworrene) Liebesgeschichte wegstecken muss, ganz zu schwiegen von dem christlichen Unterton des Films und dem ständigen Gerede von Gott. Dies bedeutet aber nicht, dass Concussion dadurch ein schlechter Film ist, denn in den Szenen, die sich mit dem eigentlichen Thema des Filmes befassen kommt durchaus Spannung und Emotion auf. Dr. Bennett Omalus Kampf gegen die (sehr negativ gezeigte) NFL ist ein interessanter David gegen Goliath Konflikt, der so einige Verzwickungen mit sich bringt.



    Will Smith in der Rolle des Dr. Bennett Omalu ist zwar überzeugend, die erwartete Performance seines Lebens gibt Smith hier allerdings nicht ab. Dazu lässt das Drehbuch oder die real existierende Vorlage vielleicht nicht genug Spielraum zu, als dass ein Schauspieler allzu viel herausholen kann. Will Smith spielt relativ gut, macht aber auch nicht mehr als dies. Die Nebenrollen sind mit einem riesigen Staraufgebot besetzt, dass unter anderem aus Alec Baldwin, David Morse, Eddie Marsan oder auch Stephen Moyer besteht. Alle machen ihre Sache gut, vor allem Alec Baldwin ist wieder einmal einwandfrei, zumindest in dem Rahmen, den das Drehbuch zulässt. Gugu Mbatha-Raw spielt Bennetts Ehefrau Prema und ist eine interessante und besonnene Frau, die ihren Szenen einen gewissen Hauch von Klasse gibt.


    Visuell erinnert Concussion an Hollywooddramen der Neunziger Jahre, wie etwa Scent of a Woman und sieht dadurch auch ein wenig altmodisch aus. Die Kamera von Salvatore Totino kann trotzdem teilweise ein paar interessante Nahaufnahmen der Charaktere aufweisen, die recht ungewöhnlich wirken. Die Ausstattung ist authentisch für die abgebildete Zeit des Filmes (2002), ebenso wie die Kostüme. Die Musik von James Newton Howard ist in dem klassischen Hollywood Drama-Stil gehalten, funktioniert dabei allerdings recht gut und unterstützt den Film positiv in den Schlüsselmomenten, bleibt nach dem Abspann aber nicht weiter im Gedächtnis.



     


    Fazit:


    Concussion ist ein durschnittliches Drama Marke Hollywood, das man so oder so schon des öfteren gesehen hat. Regiesseur und Drehbuchautor Peter Landesmann hat ein soliden Film geschaffen, der den unglaublichen Kampf eines Mannes gegen einen mächtigen Konzern zeigt, aber an vielen Stellen zu lang wirkt und sich in unwesentlichen Nebenhandlungen verliert. Will Smith ist ebenso überzeugend wie das restliche Ensemble des Films, sticht aber nicht weiter hervor. Wer hier eine Performance erwartert, die an seinen Erfolg in Ali anschließt, wird eher enttäuscht werden. Zusammenfassend kann Concussion als sehr traditionelles Hollywooddrama angesehen werden, das wenig Überraschungen bietet, allerdigns durchaus spannend sein kann und zu unterhalten weiss.


  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Anspruch:
    3,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Phil Heron
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