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The Gift

  • Informationen zum Film
  • The Gift

  • Originaltitel:
    The Gift
    Produktionsjahr:
    2015
    Kinostart Österreich:
    26.11.2015
    Kinostart Deutschland:
    26.11.2015
    Kinostart USA:
    31.07.2015
    Verleiher Österreich:
    Constantin Film
    Verleiher Deutschland:
    Paramount Pictures International
  • Inhalt
  •  Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) sind ein verheiratetes Paar wie aus dem Bilderbuch, das erst kürzlich in ein beschauliches neues Haus in einem Vorort von Los Angeles gezogen ist. Bei einem Einkauf laufen sie eines Tages Simons altem Schulkameraden Gordo (Joel Edgerton) über den Weg. Was anfangs noch nach einem nostalgischen Auffrischen alter Beziehungen aussieht, nimmt schon bald beängstigendere Züge an. Nach einem gemeinsamen Essen wird Gordo zunehmend aufdringlicher und schaut immer häufiger unangekündigt bei Simon und Robyn vorbei. Als die beiden daher versuchen, wieder etwas mehr Abstand zu gewinnen, machen sie damit alles nur noch schlimmer. Dabei offenbart sich nach und nach, dass Simon Robyn ein düsteres Geheimnis aus seiner Vergangenheit bislang verschwiegen hat und dass er und Gordo früher alles andere als gute Freunde gewesen sind...

  • Filmkritik

  • Viele Schauspieler haben sich in den letzten Jahren wieder selbst als Regisseur versucht, gerade dieses Jahr gab auch Ryan Gosling mit Lost River sein leider zu wenig beachtetes Debur hinter der Kamera ab. Oftmals glücken solche Projekte, können aber auch im künstlerischen Desaster enden. Nun hat auch Joel Edgerton, den man schon in Filmen wie The Great Gatsby oder Warrior bewundern konnte, mit The Gift seinen ersten Film als Regisseur und sogar als Drehbuchautor gemacht, in dem er zudem auch noch eine der Hauptrollen spielt.


    The Gift ist auf der Oberfläche ein Psychothriller, der den Zuseher immer im Dunkeln lässt und dessewn Intentionen bis zum Schluss ein Mysterium bleiben. Immer mehr und mehr entfaltet sich eine erschreckende Geschichte, die von Schuld und Rache erzählt und niemals ihren nächsten Schritt erahnen lässt. Edgerton hat hier ein wirklich frisches und spannendes Drehbuch verfasst, dessen Charaktere in Sachen Tiefe und Vielschichtigkeit auch weit über den Durschnittsthrillern stehen. Auch in Sachen Regie kann man dem Australier nur gratulieren, denn der Film lebt von dem ständigen Gefühl der Unsicherheit, das jede Szene umgibt und eine intensive Atmosphäre erschafft. Mehr über die zentralen Themen des Filmes zu sprechen, würde hier aber einige wichtige Enthüllungen vorweg nehmen...



    Jason Bateman hat im Jahr 2013 mit Disconnect schon unter Beweis gestellt, dass er nicht nur der lustige Vater in Familienkomödien ist, sondern auch als ernster Schauspieler überzeugen kann. In The Gift führt Bateman diesen Erfolg fort und spielt Simon Callum als ambivalente Figur, die sich in eine völlig andere Richtung entwickelt, als die Figur, die man am Anfang glaubt zu kennen. Rebecca Hall als seine Ehefrau Robyn Callum ist eine fragil erscheinende, aber im Grunde sehr starke Figur, die von Hall mit viel Nuancen und Feingefühl verkörpert wird. Joel Edgerton als Gordo ist der Dreh- und Angelpunkt des Films, der, der die Handlung in Gang setzt, Edgerton hat richtig getan, indem er sich selbst in dieser Rolle besetzt hat, denn auch er ist hier unter eigener Regie auf seiner vollen Höhe und spielt Gordo als faszinierend mysteriöse Figur, dessen Intentionen bis zum Ende unklar erscheinen.



    Auch visuell kann der Film überzeugen und ist im Haus der Callums in sterilen Hochglanzbildern photografiert, die durch die Anspannung suberviert werden. Das perfekte Haus mit seiner Sterilität gibt auch etwas über die inneren Zustände der Charaktere preis und Kameramann Eduard Grau zeigt uns mit langsamen, ruhigen Einstellungen den Schrecken, der hinter der perfekt erscheinden Fassade lauert. Die Musik der beiden Newcomer Danny Bensi und Saunder Jurriaans ist geheimnisvoll und lyrisch und lässt auf die Veröffentlichung eines Soundtrack-Albums hoffen.


    Fazit:


    Mit The Gift ist Joel Edgerton sowohl als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler einr großer Wurf gelungen. The Gift ist ein Film, der auf weitere Regiearbeiten des talentierten Edgerton hoffen lässt, ist sein Regiedebut eine der großen Entdeckungen des Jahres und Überraschungen, mit der man nicht gerechnet hat. Auch schauspielerisch und visuell kann der Film auf voller Linie überzeugen und wird dadurch auch zu ein bisschen mehr als nur einem weiteren Psychothriller. Also, wenn sie ins Kino gehen, können sie Joel Edgertons Geschenk ohne Bedenken annehmen, den es ist eins der größten des Jahres.


  • Wertungen
  • Story
    4,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    4,0
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,5
    Verfasst von:
    Phil Heron
    Bestellen bei:
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