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300: Rise of an Empire

  • Informationen zum Film
  • 300: Rise of an Empire

  • Originaltitel:
    300: Rise of an Empire
    Genre:
    Action, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    07.03.2014
    Kinostart Deutschland:
    06.03.2014
    Kinostart USA:
    07.03.2014
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • In „300: Rise of an Empire“ trifft Themistokles auf das gewaltige persische Invasionsheer unter der Führung des zum Gott erhobenen Xerxes und der rachsüchtigen Flottenkommandeurin Artemisia.

  • Filmkritik

  • Zu Kultfilmen eine zufriedenstellende Fortsetzung zu schaffen, ist noch nie einfach gewesen. Viele Regisseure aus der zweiten Liga müssen zu Kultfilmen und Klassikern bekannter Regisseure einen zweiten Teil drehen, ohne die gestalterische Vision des Vorgängers zu teilen, viele scheiterten auch genau daran. Bei der Forstsetzung von Zack Snyders bildgewaltigem 300 von 2007 hat man sich für den hauptsächlich aus der Welt der Werbung bekannten israelischen Regisseur Noam Murro, der schon 2008 mit Smart People sein Spielfilmdebüt feierte. Dass in der Welt der Werbung einprägsame Bilder eine große Rolle spielen, scheint wohl einer der Gründe zu sein, warum man sich für Murro entscheiden hat, denn dieser schafft es, an die visuelle Opulenz des ersten Films anzuknüpfen. Bombastisch inszenierte Schlachten, in Slow-Motion spritzendes Blut und eindrucksvolle Meeresschlachten machen 300: Rise of an Empire zu einem optischen Feuerwerk. Die Inszenierung ist rasant, nervenaufreibend und bietet wenig Verschnaufpausen, ein Schlachtenfilm wie man ihn nicht allzu oft im Kino sieht. Vom aufwändigen Prolog bis zum groß angelegten finalen Kampf schafft es, 300: Rise of an Empire den Zuseher zu fesseln und in die blut- und schweißgetränkte Schlacht einzubinden, wobei die ausnahmsweise einmal angebrachte 3D Technik dabei auch einen wesentlichen Teil beiträgt. Ein Fest für die Augen ist der Film also schon.

    Das Drehbuch, insbesondere die Dialoge, lenken aber oft durch ihre Hölzernheit und Verwendung von Floskeln und Klischees von der Größe der Bilder ab, Anstöße zum Denken bietet der Film daher leider nicht viele und wer nach historischer Genauigkeit sucht, wird sich in Noam Murros Werk sicher nicht wiederfinden. Jedoch stellt sich auch die Frage, ob 300: Rise of an Empire dies überhaupt anstrebt. Wenn Snyders 300 historisch bis ins kleinste Detail akkurat gewesen wäre, hätte man daraus auch nicht den bildgewaltigen Epos machen können, den man heute kennt. Murro nimmt hier historische Ereignisse und Personen zum Anstoß, um daraus einen actionreichen und groß inszenierten modernen Sandalenfilm zu machen.

    Mit Schauspielern wie Eva Green (herrlich als nach Rache durstende Artemisia), Rodrigo Santoro, Len Headey und Sullivan Stapleton wurden auch Darsteller gefunden, die sich gut in das Bild der Antike einfügen, dass Zack Snyder im ersten Film erstellt hatte. Der Hauptdarsteller Sullivan Stapleton erinnert mit seinem starren Blick und der sonoren Stimme teils an Russell Crowe, wirkt jedoch teilweise übertrieben, sodass man eventuell in nächster Zeit Parodien erwarten könnte, wie auch Gerald Butler sie nach 300 über sich ergehen lassen musste.
    Produktionsdesign und Kostüme fügen sich perfekt in die Vision des Regisseurs ein, die Kostüme sind detailreich und originell, die Städte mit der erwarteten Opulenz und Großartigkeit gestaltet.



    Die Kamera stammt von Simon Duggan, der 2013 vor allem durch seine Kameraarbeit zu Baz Luhrmanns The Great Gatsby positiv auffiel und in 300: Rise of an Empire mit ähnlichem Weitblick dabei ist. Als Komponist kehrte Tyler Bates diesmal allerdings nicht zurück und man entschied sich für den niederländischen Musiker Junkie XL. Zwar kommt die Musik diesmal ohne Elliot Goldenthal-Plagiat aus, man hat jedoch auch den Eindruck, dass der Film auch ohne originelle Ideen in Sachen Musik auskommt, Junkie XLs Score bleibt eintönig und ohne besondere Merkmale. Wer sich bei Hans Zimmer schon über angebliche Einfallslosigkeit beklagt, wird mit Junkie XL eines besseren belehrt.


    Fazit:
    Noam Murros 300: Rise of an Empire ist ein gelungenes Sequel, dass mit gewaltigen Bildern und großartig inszenierten Schlachten durchaus überzeugen kann. Intelligentes Erzählkino ist der Film vielleicht nicht gerade, wer sich aber auf eine 1 ½ Stunden lange bombastische Augenweide einlassen will, wird mit dem Film seine Freude haben. Wer hier einen Historienfilm mit detailgenauer Recherche erwartet, sollte dem Film eher fern bleiben, aber wem Zack Snyders 300 gefallen hat, wird bei der Forstsetzung sicherlich voll auf seine Kosten kommen.


  • Wertungen
  • Story
    3,0
    Musik:
    2,0
    Unterhaltung:
    5,0
    Anspruch:
    2,5
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Phil Heron
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Komentare (5)

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Oh, dann werd ich mir den Kinobesuch wohl nochmal überlegen...

geschrieben am 08.03.2014 um 09:55 Uhr #5

2/5 hätt ich ihm gegeben. Allerhöchstens eine 2,5.

geschrieben am 08.03.2014 um 02:47 Uhr #4

Wow, Jo.... was würd das denn in Zahlen heißen?

geschrieben am 07.03.2014 um 12:30 Uhr #3

Uninspirierter Aufguss, der, obwohl er eigentlich viele Elemente aus dem ersten Teil kopiert, trotzdem Nichts so gut hinbekommt. Der Soundtrack, den Phil hier kritisiert, ist IMO noch das beste an dem Film. Vor allem mit der Zeitlupe kann Murro weit nicht so stilsicher umgehen, völlig belangloser Blödsinn (auf und abgehen) wird in Zeitlupe gesetzt, bei der Endschlacht gibts dafür kein einziges Mal Slowmo, alles in allem wirkt der Film fast schon wie eine Parodie auf Snyders Stilistik... wobei sich auch Herr Snyder durchaus schämen kann, weil sich die pathosgetränkten Sprüche des Drehbuchs an Schwachsinn kaum überbieten lassen. Ich bin ziemlich enttäuscht.

geschrieben am 07.03.2014 um 09:56 Uhr #2

Sprich: noch so ein hübsches Nichts wie 300

geschrieben am 26.02.2014 um 21:01 Uhr #1

 

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geschrieben am 28.06.2015 um 16:07

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geschrieben am 07.03.2014 um 11:09

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