Da der Film von 68 ist war von vornherein klar, dass die Effekte noch nicht so der bringer sind, darauf kam es mir aber auch nicht an. Die Atmosphäre in dem Film, war leider nur teilweise packend, da die Zombies eher wehrlos waren und bis zum Ende nie versucht haben, ins Haus zu gelangen. Die Atmosphäre wurde aber durch das Schwarz-Weiß gerettet, weil in Farbe wäre es irgendwie nur lächerlich gewesen.
Die Zombies an sich waren halt "nur" die 08/15 Zombies, welche langsam sind und durchgehend stöhnen. Netter Bonus war, dass sie Steine oder ähnliches benutzt haben um ins Haus einzudringen. Und hungrig wie immer, wurde auch schön gespeist und dies gut in Szene gesetzt.
Die schauspielerischen Leistungen waren ganz passabel bis gut, wobei ich mir bei der Rolle von Barbara immer noch nicht einig werde. Soweit spielt sie ihre Rolle klasse, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es zuviel des Guten ist und es damit unrealistisch wird. Mit den anderen Rollen bin ich ganz zufrieden, vom "hyperaktiven Pessimisten" bis zum "Coolen", welcher alles im Griff hat.
Die Story ist zwar relativ simpel, jedoch sehr gut umgesetzt, da man die Gründe und alles weitere erst im Laufe des Films erfährt und dies durch den Fernsehsprecher. Die Sequenzen mit dem Fernseher fand ich persönlich top und total authentisch!
Das Ende des Filmes fand ich sehr unterhaltsam, vorallem, da es so abrupt kam und für eine ganz bestimmte Person sehr dumm gelaufen ist.
5/10 Punkten
Inhalt: Barbara und ihr Bruder Johnny fahren auf einen entlegenen Friedhof um das Grab ihres Vaters zu besuchen. Plötzlich werden sie von einem lebenden Toten angegriffen. Während Barbara flüchten kann, fällt Johnny dem Angreifer zum Opfer. Sie flüchtet sich in ein nahegelegenes Farmhaus. Kurze Zeit später trifft Ben dort ein, ebenfalls auf der Flucht vor den Zombies. Bald stellt sich heraus, dass sich noch fünf weitere Leute im Haus befinden und im Keller Zuflucht gesucht haben. Während draussen die Nacht hereinbricht und sich immer mehr der unheimlichen lebenden Toten vor dem Haus scharen, bahnen sich innerhalb der Gruppe ernste Konflikte an. Die Lage wird immer bedrohlicher und die Überlebenschancen scheinen zu schwinden...
Kritik: Was muß man zu diesem Film noch sagen? Ich bin mir recht sicher, daß zumindest alle Horror-Fans älteren Semesters diesen Film kennen. Ob er bei dem jüngeren Publikum ebenso gut ankommt wie bei den älteren, weiß ich nicht zu sagen, er gehört aber definitiv zu den Meilensteinen und Wegbereitern im Horrorbereich!
„Night of the living Dead“ hat den Horrorfilm verändert und eine neue Dimension eröffnet. Zombies gab es bis dahin schon in anderen Filmen, jedoch schuf George A. Romero mit seinem Regiedebut im Jahr 1968 einen bis dahin nie gesehenen Schrecken. Auch wenn der Film kaum explizite Gewaltszenen zeigt, so muß der Streifen in der damaligen Zeit wohl sehr furchteinflößend gewirkt haben.
Romero schaffte es, durch seine Kameraführung, für die damalige Zeit hervorragende Maske (die Zombies sahen im Gegensatz zu älteren Filmen wesentlich bedrohlicher aus), toller klaustrophobische Atmosphäre und einer großen Portion Spannung, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Der „Godfather of all Zombies“ erfand die Zombies zwar nicht, schuf aber den wohl ersten Zombiefilm moderner Prägung. In früheren Filmen kam zwar eine gewisse Gruselstimmung auf (ich liebe die Klassiker ebenso wie die heutigen Werke), doch jetzt war es mehr das Grauen vor den untoten Wesen. Menschen, auch wenn sie Zombies sind, töten die Lebenden um ihr Fleisch zu essen. Soetwas gab es bis dahin nicht. Romero löste 1968 zwar keine Zombiefilm-Welle aus (das kam nach meiner Meinung erst durch seinen „Dawn of the Dead“), doch orientierten sich unbestreitbar viele Regisseure an seinem Erstlingswerk. Zombies konnten sich im Horrorfilm „etablieren“ und gehören auch zu meinen Lieblings-Genres.
Das Großartige an „Night of the living Dead“ ist die dichte und klaustrophobische Atmosphäre, die von Beginn an vorhanden ist. Schon die ersten Szenen auf dem Friedhof, wo in großem Abstand einzelne Gestalten durch die Gegend torkeln, sorgt gleich für eine unheimliche Spannung. Durch geschickte Kameraführung läßt Romero den Zuschauer vorerst im unklaren über die Gestalten. Er nutzte geschickte Schnitte, um die unheilvolle Spannung immer weiter zu steigern. Sofort mit dem Auftauchen des ersten Zombies verdichtet sich dann die Atmosphäre und die Spannung nochmal rasant. Mit sehr geringem Aufwand hat es George A. Romero geschafft, ein Meisterwerk zu schaffen, das auch heute noch sehenswert ist!
Wie eigentlich in all seinen Filmen, so geht auch hier die Gefahr nicht nur von den Zombies aus. Konflikte innerhalb der Gruppe sorgen für zusätzliche Spannung und bringen die Überlebenden ständig in neue Gefahr. Durch die sehr guten Schauspieler, nur die Rolle der Barbara finde ich nicht gelungen, kommen diese Konflikte sehr gut rüber. Die Machtspiele zwischen Ben und Harry Cooper (beide toll von Duane Jones und Karl Hardman gespielt) sind legendär und geben dem Film einen zusätzlichen Kick. Der Fokus liegt nicht nur auf den Zombies, sondern auf den unterschiedlichen Charakteren der kleinen Schar. Die Mischung ist einfach hervorragend gelungen und stellt viele andere Genrebeiträge noch heute in den Schatten!
Auch wenn man die „...of the Dead“ Filme von George A. Romero nicht unbedingt als Reihe betrachten kann (sie sind keine Fortsetzungen im eigentlichen Sinne), werden sie dennoch als solche gesehen. Mittlerweile besteht diese „Reihe“ aus immerhin sechs Filmen, die Romero in einem Zeitraum von 41 (!) Jahren gedreht hat.
„Night of the living Dead“ wurde übrigens in die Filmsammlung des Museum of Modern Art aufgenommen und ist seit 1999 in der National Film Registry eingetragen!
Wer „Night of the living Dead“ mag, dem kann ich das Remake von Tom Savini (1990) ans Herz legen. Für mich ein ganz starkes Remake, das mir in Teilen (die Rolle der Barbara z.B.) sogar besser gefällt als das Original!
Bewertung: Kurz und knapp: Pflichtprogramm für jeden Horror-Fan!
9/10 Punkte
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