Taffe Mädels

  • Informationen zum Film
  • Taffe Mädels

  • Originaltitel:
    The Heat
    Genre:
    Komödie
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    04.07.2013
    Kinostart Deutschland:
    04.07.2013
    Kinostart USA:
    05.04.2013
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Inhalt
  • Die verspannte FBI Special-Agentin Sarah Ashburn (Sandra Bullock) und die burschikose Bostoner Polizistin Shannon Mullins (Melissa McCarthy) könnten nicht unterschiedlicher sein. Doch als sie sich zusammenraufen müssen, um einen skrupellosen Drogenbaron zu erledigen, passiert etwas, das niemand von ihnen erwartet hätte: Sie werden Freundinnen!

  • Filmkritik

  • Vom Regisseur des beliebten Films Bridesmades, mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy verkündet das Poster von The Heat oder Taffe Mädls wie der Film auf Deutsch heißt. Dazu posieren die Damen mit lässigen Sonnenbrillen und Raketenwerfer. Ob die Welt diesen Film benötigt? Von Lethal Weapon bis Hot Fuzz: Das Motiv des ungleichen Ermittler-Duos ist keinesfalls als größte Innovation des Filmgeschäfts zu betrachten.


    Ashburn (Sandra Bullock) ist eine ziemlich gute FBI-Agentin. Wo ihre Kollegen, ja selbst die Spürhunde, aufgeben, hat sie noch den richtigen Riecher. Da sie ihre Triumphe ziemlich überheblich präsentiert, hat sie in den Reihen des FBI allerdings keine Freunde, was ihren Boss auch daran hindert, sie zu befördern. Er knüpft ihre Beförderung an einen letzten Auftrag in Boston. Ashburn packt ihre sieben Sachen, hauptsächlich Trophäen und Auszeichnungen, und macht sich auf den Weg. In Boston gerät sie schnell mit der ordinären und aufbrausenden Polizistin Mullins (Melissa McCarthy) aneinander, die überhaupt nicht einsehen will, wieso sie „ihren“ Fall an das FBI abgeben soll und so werden die beiden gezwungen, zusammen zu arbeiten. Aus anfänglicher Verachtung und einem Konkurrenzkampf werden im Verlauf des Films wahre Partnerinnen und gute Freundinnen.



    The Heat ist Paul Feigs erstes Regie-Projekt seit dem beliebten Bridesmaids. Nach einem Drehbuch von Katie Dippold (Parks and Recreation, Mad TV) gibt sich der Film in aller erster Linie größte Mühe die Gegensätze der beiden Hauptcharaktere in Szene zu setzen und versucht so über einen relativ belanglosen Fall hinweg zu täuschen, bei dem es um die Suche nach einem unbekannten Drahtzieher geht, der überall seine Finger im Spiel hat und der Polizei und dem FBI (und der DEA) immer einen Schritt voraus scheint. Ashburn und Mullins unterscheiden sich in nahezu jeder Hinsicht. Ashburn ist schlank, kultiviert, prahlt mit ihrem hohen IQ, trägt Anzüge und Stiefel mit Absatz, versucht rational vorzugehen und beim „Interview“ den guten Cop zu geben. Mullins ist fülliger, aufbrausend, flucht ständig, gibt sich ihrer Intuition hin, trägt das selbe T-Shirt sieben Tage, stapft in Turnschuhen durch Boston, ist unfreundlich und versucht beim „Verhör“ mit Gewalt und Einschüchterung als böser Cop ihr Ziel zu erreichen. Beide halten ihren Weg jeweils für den richtigen und das führt oftmals zu kuriosen und amüsanten Situationen, die immer wieder auch wirklich lustig sind, was der großartigen Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellerinnen zu verdanken ist. In einer unbedeutenden Nebenrolle gibt es Marlon Wayans (Shorty aus Scary Movie!) zu sehen, der eigentlich nur vor sich hin grinst.


    Neben dem Aufeinanderprallen der zwei völlig unterschiedlichen Hauptcharaktere zieht The Heat seinen Witz oftmals auch aus der enttarnenden Dekonstruktion diverser genretypischen Handlungen. Etwas geschieht, was man so in anderen Actionfilmen, Thrillern und Krimis als besonders lässig oder stilsicher verkauft bekommt und die Charaktere von The Heat kommentieren eben diese Handlung als peinlich, ungünstig und unangenehm. Besonders actionreich ist The Heat dabei aber nicht geraten, der Film lebt einzig vom Zusammenspiel zwischen Sandra Bullock und Melissa McCarthy, die sich hier ihren peinlichen Auftritt in Hangover 3 wieder ausbessert.



    Fazit:


    The Heat ist eine kurzweilige Krimikomödie, die neben bewährten Motiven wie den beiden völlig unterschiedlichen Partnern auch gelegentlich amüsante Dekonstruktionen gängiger Genrekonventionen liefert. Dass diesmal Frauen ruppig und hart ermitteln dürfen, ist im 21. Jahrhundert durchaus angebracht, wenn auch sonst vieles altbekannten Mustern folgt. Aus handwerklicher Sicht ist der Film solide und mit einem Soundtrack voller fetziger Songs untermalt. Es mag nicht jeder Witz zünden und die eigentliche Story ist vernachlässigbar, aber das Zusammenspiel von Sandra Bullock und Melissa McCarthy macht aus The Heat 117 durchaus amüsante und unterhaltsame Minuten.



     


     

  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
    Johannes Mayrhofer
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Komentare (1)

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Wenn eine Inhaltsangabe in 3,5 Zeilen abgehandelt werden kann, dann ist dies ein untrübliches Zeichen. Taffe Mädels hat in Sachen Story nicht viel zu bieten. Ok, eine gewisse Situationskomik könnte das Ganze noch einigermaßen retten....

Tut es aber nicht. Diese Komödie ist nur für hartgesottene Komödienfreaks erträglich. Dem Rest steht für die Spiellänge von zwei Stunden eine harte Zeit bevor. Das Hauptproblem ist wahrscheinlich, dass die Chemie der beiden Protagonisten zur keiner Zeit stimmt. Die rohe Dicke muss sich in Gags baden, die sich ständig wiederholen. Und Sandra Bullocks Neorosen hat man auch schon mindestens einmal zuviel gesehen. So bleibt ein Film der bestenfalls ein bis zwei Lächler zu bieten hat. Leider nicht mehr...

geschrieben am 17.07.2013 um 04:02 Uhr #1

 

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Buddy Komödien sind in Hollywood nichts Neues. Doch wenn man 2 Frauen auf die Menschheit loslässt, ist dies schon was anders. Vor allem wenn Sandra Bullock und Melissa McCarthy hier versuchen auch noch einen Drogendealer zu fassen, ist eins klar, p...

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geschrieben am 16.11.2013 um 13:08

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ø Wertung: 6,8/10 | Wertungen: 9 | Kritiken: 1