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After Earth

  • Informationen zum Film
  • After Earth

  • Originaltitel:
    After Earth
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Abenteuer
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2013
    Kinostart Österreich:
    07.06.2013
    Kinostart Deutschland:
    06.06.2013
    Kinostart USA:
    07.06.2013
    Verleiher Österreich:
    Sony Pictures
    Verleiher Deutschland:
    Sony Pictures
  • Inhalt
  • Vor 1000 Jahren ruinierte die Menschheit ihren Planeten und eine globale Evakuierung brachte alle Erdenbürger tief in den Weltraum zur neuen Heimat Nova Prime. Dort jedoch wurden viele von den einheimischen Kreaturen, den Ursas, brutal verfolgt und abgeschlachtet. Die Ursas riechen menschliche Angst, ansonsten sind sie blind. Militärmann Cypher Raige (Will Smith) war der erste, welcher das Phänomen des „ghostens“ beherrschte und sich mittels totaler Angstlosigkeit einen Vorteil gegenüber den Biestern verschaffte.



    Um Anschluss an seinen Teenager-Sohn Kitai (Jaden Smith) zu finden, beschließt Cypher seinen Jungen auf eine Tour durchs All mitzunehmen. Beim unerwarteten Eintritt in ein Asteroidenfeld stürzt das Schiff jedoch auf einem begrünten Planeten ab – der Erde. Während Cypher schwer verletzt wird, muss sich Kitai als einzige Hoffnung auf Rettung der beiden durch die gefährliche Landschaft schlagen. Und hat der Ursa, welchen sie mit an Bord ihres Raumschiffes hatten, ebenfalls überlebt?

  • Filmkritik

  • M. Night Shyamalan ist in Ungnade gefallen. Nach seinem genialen Überraschungserfolg und mittlerweile populärkulturellem Klassiker THE 6th SENSE („Ich sehe tote Menschen!“) lieferte der indische Drehbuch-Autor und Regisseur mit dem Alien-Farmer-Drama SIGNS, Superhelden-Thriller UNBREAKABLE und Amish-Horror THE VILLAGE drei Fronten verhärtende Mystery-Werke, bevor er sich mit Storytelling-Versager LADY IN THE WATER und Endzeit-Absurdum THE HAPPENING selbst ins Abseits der Werbetrommel und Filmförderer schoss. Heute steht sein Name maximal im Kleingedruckten. Auch mit AFTER EARTH wird er seinen Ruf nicht genesen können, jedoch das Vertrauen auf bessere Zeiten stärken mit offensichtlich grandiosem Gespür für visuelle Balance und ästhetische Bildkompositionen, sowie einprägendem Szenen- und Spannungsaufbau.

    After Fear. Stets selbst das Drehbuch für die eigenen Filme schreibend, wurde Shyamalan bei seinem neuen Projekt AFTER EARTH von Hollywoods Traum-Familie Smith angeheuert, um gemeinsam mit Gary Whitta eine Geschichte von Mister Will Smith höchstpersönlich in Drehbuch-Form zu bringen und auf dem Regie-Stuhl Platz zu nehmen. Smith vereint in seiner Erzählung gleich zweierlei: zum einen überlegte er sich eine vom Homo Sapiens befreite und völlig rehabilitierten Erde als grünen Menschenfeind, imaginiert krasse Temperaturstürze und weiterentwickelte (Raub-)Tierarten. Andererseits malt er sich einen neuen Heimatplaneten aus, der ebenso bedrohlich mit den einheimischen Ursas aufwartet, welche Jagd auf angsterfüllte Menschen machen. Böse Geister also, die sich an der Furcht laben. Außer man wird selbst zum „Ghost“ und überwindet nicht nur den Urinstinkt des Fliehens, sondern auch den Gedanken der Hilflosigkeit. Interessante Ansätze also die Shyamalan auf erzählerisch und darstellerisch mäßige, aber ästhetisch beeindruckende Weise auf 100 Minuten verdichtet.



    The Smiths and Scientology. Dieses Herzensprojekt der Scientology-affinen Familie Smith war schon im Vorfeld bei hysterischen Meinungsteilern aufgrund dieser im Nachhinein jedoch völlig unbegründeten Gleichsetzung von Filmemachen und Religionspropaganda in Ungnade gefallen. Weder eindeutig noch aufdringlich lässt sich die Scientology-Lehre in AFTER EARTH wiederfinden, ganz anders als beispielsweise im absurden Travolta-Trash BATTLEFIELD EARTH aus dem Jahr 2000. Wer nun enttäuscht ist, der oder die kann sich ja Gedanken machen über die immerwährende disneysche Hetero-Romanze, Hollywoods filmische Militär-Aufmärsche und der megapopulären Selbstjustizverherrlichung an der Superheldenfront. Manche wollen aber auch einfach nur unterhaltsame Geschichten erzählen.

    Father and Son. Einen glaubwürdigen Beziehungs-Konflikt liefert das Vater-Sohn-Bündnis in zumeist totaler gegenseitiger Abhängigkeit auf Leben und Tod. Der furchtlose Kriegsheld Cypher – gespielt von einem unnatürlich angespannten Will Smith – kommt schon nach kurzer Zeit seinen gebrochenen Oberschenkel scannend und daran herumoperierend im hintergründigen Supervisor-Sessel zum Sitzen. Sein Sohn Kitai will dem tapferen Vater und Kriegsheld nacheifern. Dargestellt wird er von Wills real-life-Ältestem Jaden Smith, der schon als kleines Kind in DAS STREBEN NACH GLÜCK sein Talent an der Seite des Papas beweisen durfte. Die beiden harmonieren als Vater-Sohn-Gespann. Jadens leichtes Over-Acting rührt von der emotionslastigen Rolle her, welche von verständlicher Panik über unaufhaltsame Wut bis hin zur totalen Furchtlosigkeit reicht. Etwas verloren, aber immerzu charismatisch schlägt sich Smith Junior durch dieses einfallsreiche Großprojekt und trägt es mit etwas Hilfe des erfahrenen Vaters an sein Ende – in echt und in AFTER EARTH.



    Sattes Grün statt wüstem Ödland. Nach dem wohl komprimiertestem Voice-Over-Prolog der Filmgeschichte, der seiner Hintergrundgeschichte sicher nicht gerecht wird und das Publikum überfordert und fragend („War das jetzt der Trailer?“) in die Zukunftsvision wirft, beginnt der wirklich coole Teil von AFTER EARTH – das Überleben auf der Erde. Diese ist bedeckt von lebhafter Natur und Gott sei Dank leben auch die Wale noch (da hat uns STAR TREK IV nämlich etwas anderes gelehrt). Gräser, Tiere, Wälder und ein grantiger Vulkan machen die 100 Kilometer lange Reise des Jungen zum Notfall-Sender des Raumschiffs zu einem visuellen Erlebnis. Auch wenn die Erden-Tierwelt rund um Pavianherden und Riesenadlern im Gegensatz zur Flora äußerst mittelmäßig bis enttäuschende CGI aufweist, ist diese meist in so spannende Action-Szenen verpackt, dass ohnehin der Fokus auf den sich zu verteidigenden Hauptcharakter liegt.


    Großer Pluspunkt: Wundervoll eingesetzte Streicher- und auch Klaviermusik von James Newton Howard.


    Fazit:
    AFTER EARTH ist Geschmackssache. Nach reichlich kurzem und erklärungsschwachem Over-the-top-Intro fasst dieses einfallsreiche Abenteuer-Drama Fuß auf unserem rehabilitierten Ex-Heimatplaneten. Will und Jaden Smith liefern in diesem Familienprojekt keinesfalls die Performance ihres Lebens, doch mimen sie ein realistisches und spannendes Vater-Sohn-Gespann. Ihren Überlebenskampf weiß M. Night Shyamalan zuerst mit Logiklöchern zu versehen, um diese dann eigenhändig wieder mit gefühlvollen Kameraschwenks, toller Inszenierung visionärer Technik und terrestrischen Überraschungen zu kaschieren. Shyamalan und die Smiths schaffen eine faszinierende und frische alte neue Welt mit einer kräftigen Portion Pathos.


  • Wertungen
  • Story
    2,5
    Musik:
    4,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    3,5
    Darsteller:
    3,0
    Gesamt:
    3,0
    Verfasst von:
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BILDER ZUM FILM

Komentare (2)

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100% agreed!

geschrieben am 05.06.2013 um 23:28 Uhr #2

Das klingt sehr gut^^

geschrieben am 05.06.2013 um 23:24 Uhr #1

 

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Userkritiken

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was ist nur aus Will Smith geworden ? früher habe ich seine filme noch im kino geguckt. irgendwie gefallen mir seine filme immer weniger.
so wie es aussah, versucht er die ganze zeit seinen sohn groß rauszubringen, denn Jaden Smith hat hier die gr...

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geschrieben am 11.10.2013 um 17:45

Gute 6.5/10 Punkten! Er ist zwar kein Meilenstein der Genrefilmgeschichte, aber auch kein Totalausfall wir manche behaupten. Es gibt eine einfache, aber nett getrickste Story und Visuell ist er sehr schön anzusehen! Es wird eine ruhige, dialoglastig...

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geschrieben am 09.08.2013 um 17:12

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ø Wertung: 5,6/10 | Wertungen: 15 | Kritiken: 2