Prometheus - Dunkle Zeichen

  • Informationen zum Film
  • Prometheus - Dunkle Zeichen

  • Originaltitel:
    Prometheus
    Genre:
    Action, Sci-Fi, Horror
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2012
    Kinostart Österreich:
    09.08.2012
    Kinostart Deutschland:
    09.08.2012
    Kinostart USA:
    08.06.2012
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Inhalt
  • „2 years, 4 months, 18 days, 36 hours, 15 minutes“


    Weyland Industries vergab vor mehr als zwei Jahren den Auftrag eine Forschergruppe mit dem Raumschiff PROMETHEUS quer durchs All zu schicken, Ziel ist der Planet LV - 233, der möglicherweise der Ausgangspunkt aller Ursprünge des menschlichen Lebens ist. Nachdem die Besatzung die gesamte Reise im tiefen Schlaf verbrachte, sah in jener Zeit der Androide David ( Michael Fassbender ) nach dem rechten. Nun sind sie knapp vor dem Ziel angelangt, und die Aufwachphase kann beginnen. Mit an Board sind die Forscher Elisabeth Shaw ( Noomi Rapace ) und ihr Partner Charlie Holloway ( Logan Marshall Green ) die überzeugt sind, dass genau dieser Planet alle Antworten über den Beginn der Menschheit geben kann. Neben der Gruppe von Wissenschaftlern ist auch Meredith Vickers ( Charlize Theron ) zugegen, die von Weyland Industries die Verantwortung übertragen bekam. Nach einem Meeting der gesamten Besatzung wird nach der Ankunft auf diesem Planeten umgehend mit der Erforschung von LV - 233 begonnen. Und nach wenigen Stunden können auch schon einige Fragen, die im Vorfeld gestellt wurden, beantwortet werden. Schnell wird auch festgestellt, dass diese Expetition nicht die Erste ist, die auf diesen Planeten stattfindet.

  • Filmkritik
  • Bei Regisseur Ridley Scott denkt der Filmliebhaber gerne an seine frühen Werke zurück, mit denen er die Kinolandschaft gleich mehrere Male revolutionierte. ALIEN, BLADE RUNNER, BLACK RAIN oder THELMA & LUISE sprechen dahingehend eine mehr als deutliche Sprache. Danach wurde es um den Meisterregisseur nicht leiser. Im Gegenteil, wurde doch sein Film GLADIATOR aus dem Jahre 2000 mit mehreren begehrten Filmpreisen ausgezeichnet. Aber viel häufiger vergeudete Ridley sein Talent, indem er sich mit für ihn mittelmäßigen Geschichten aufhielt. WHITE SQUALL, TRICKS oder A GOOD YEAR dürfen gerne als Beispiele für diese nicht gerecht werdenden Produktionen genannt werden. Nun, mehr als 30 Jahre später, begibt sich Ridley wieder auf alten Pfaden und präsentiert mit PROMETHEUS ein Werk, auf welches wir sehnsüchtig gewartet haben. Die Erwartungshaltung war riesengroß als bekannt wurde, dass Ridley Scott wieder einen Film a la ALIEN inszeniert. Ob PROMETHEUS, wie Gerüchte im Vorfeld vermuten, in direkter Verbindung mit den ALIEN Teilen stehen wird, dass werdet ihr in diesem Review nicht erfahren. Schließlich ist die Neugier etwas was die Vorfreude am Leben erhält. Vielmehr, und dass darf an dieser Stelle gerne als Aufforderung herhalten, darf PROMETHEUS auf keinen Fall versäumt werden.


    „PROMETHEUS has landed“


    Denn Ridley führt uns wieder in die Vergangenheit zurück. Er entführt uns in jene Zeit, in dem das Tempo eines Filmes noch keine so große Rolle gespielt hat. Vielmehr war es damals von einer immensen Wichtigkeit der Geschichte den geforderten Spielraum zur Entfaltung zu geben. Dabei, und dies soll als erfreulicher Nebeneffekt herhalten ist die Tatsache, dass dabei die Atmosphäre wesentlich spürbarer wird. Erinnert man sich an ALIEN oder an BLADE RUNNER zurück, dann wird schnell klar, dass auch diese beiden Werke eher von ihrer Intensität, als von ihrer Geschwindigkeit lebten. Und so geht auch PROMETHEUS vorerst den getragenen Weg. Nachdem der Zweck erfüllt wurde, und sich der Zuseher bereits im Bann des Filmes befindet, nimmt PROMETHEUS Fahrt auf. Die Verantwortlichen denken daran, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden, und mittlerweile neben der Handlung und der Spannung, auch schnellere Schnitte zur heutigen Zeit gehören.

    Visuell zählt PROMETHEUS zum Besten der Gegenwart. Gedreht in einem hervorragenden 3D, überzeugt dieser Sience Fictioner auch aus allen optischen Standpunkten. Sieht man einmal von den vielen dreidimensionalen Filmen für Kinder ab, dann bleiben gar nicht so viele 3D Produktionen, die der Zuseher für länger im Gedächtnis behält. Zugegeben ist und bleibt AVATAR dahingehend das Paradebeispiel für diese „neue“ Technologie. Aber schon knapp dahinter folgt PROMETHEUS, der neben dem stilsicheren Händchen des Kultregisseurs vor allem auf diesem visuellem Sektor überzeugt. Wie AVATAR so ist auch PROMETHEUS so gar nicht auf eine Effekthascherei aus, und lässt keine Waffen oder andere Gegenstände in Richtung der 3D Brillen fliegen, sondern legt den Wert darauf das Bild im Gesamten wirken zu lassen.


    „I am Meredith Vickers, and it is my job to make sure you do yours“


    Bei der Besetzung wurde von den Verantwortlichen ein eigentlich unüblicher Weg eingeschlagen. Zwar wurde mit Charlize Theron ein Kassenmagnet engagiert. Diese durfte aber zur Überraschung gar nicht für die Heldenfigur herhalten. Vielmehr kommt die Rolle der Meredith Vickers kaum über eine Nebenfigur hinaus. Als Protagonistin darf Noomi Rapace ihr Konterfei in die Kamera halten. Sie gilt als eine der kommenden Stars in Hollywood. Der große Durchbruch gelang Noomi in der MILLENIUM Trilogie, in der sie als Lisbeth Salander eine unvergessliche Performance ablegte. In PROMETHEUS wird Noomi den Erwartungen gerecht, wenngleich die Rolle als Elisabeth Shaw nicht den Stellenwert besitzt, wie etwa eine Sigourney Weaver in ALIEN verkörpern durfte. Die zweite nennenswerte Rolle bekam Michael Fassbender, der als Androide einen ziemlich zwiespältigen und dadurch einen unvorhersehbaren Charakter mimt. Michael beweist in PROMETHEUS erneut, dass er momentan zu den angesagten Darstellern der Gegenwart zählt.


    „How far would you go to get your answers?“


    Wenn man das Haar in der Suppe suchen will, dann wird man als Liebhaber aller alten Werke des Meisterregisseurs bei PROMETHEUS nicht wirklich fündig. Wegen der alten Zeiten wegen hätte man eventuell einen Vangelis als Komponisten einsetzen können um ein etwaiges BLADE RUNNER Flair zu verstärken. Zudem hätte das Drehbuch dem weiblichen Hauptcharakter mehr Substanz geben können, um so an die unvergessliche Ripley in ALIEN zu erinnern. Aber allein die Tatsache dass Filmemacher Ridley Scott wieder einen Film „alten Formates“ dreht, sollten wir die Genrefreaks einfach nur dankbar sein, und PROMETHEUS, so wie er ist, einfach nur genießen.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,5
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,5
    Spannung:
    4,5
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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BILDER ZUM FILM

Komentare (9)

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Ich hatte keine großartigen Erwartungen und das traf es genau. Es wirkt ein bisschen, als hätte man einem B-Movie Autor ein state of the art Team zur Verfügung gestellt. Die technische Umsetzung ist äußerst gelungen, die Bilder imposant und die SchauspielerInnen solide. Demgegenüber stehen nicht nachvollziehbare (großteils sehr flache) Charaktere, zufällig aneinander gereihte Spannungsbögen und im Endeffekt ergibt sehr wenig bis nichts davon Sinn.
Andererseits erfüllt der Film seinen Zweck. Ich hab mich teilweise köstlich amüsiert (wobei ich daran zweifle, dass die Szenen zum lachen animieren sollten) und er bleibt definitiv im Gedächtnis. Ein guter Film ist dennoch was anderes. Und ja, ich mag Ridley Scotts alte Filme.

geschrieben am 17.08.2012 um 10:00 Uhr #9

gestern gesehen!
und ich fand ihn sehr unterhaltsam!

geschrieben am 12.08.2012 um 18:36 Uhr #8

Also ich war ein bissl enttäuscht. Fand ihn eher durchschnittlich mit ein paar Längen. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass meine Erwartungen einfach zu hoch waren.

geschrieben am 11.08.2012 um 07:42 Uhr #7

Hoffe der Film hält was er verspricht.
Die Meinungen /Kritiken die ich bisher las waren sehr gespalten.
Aber angeschaut & eine eigenen Meinung gebildet wird definitiv!

geschrieben am 18.07.2012 um 21:49 Uhr #6

erwarte ihn auch schon sehnsüchtigst

geschrieben am 18.07.2012 um 20:33 Uhr #5

Will ihn unbedingt sehen!

geschrieben am 18.07.2012 um 20:01 Uhr #4

Freu mich auch schon in endlich zu sehen.

geschrieben am 18.07.2012 um 05:15 Uhr #3

Kanns kaum erwarten bis der endlich ins Kino kommt.

geschrieben am 17.07.2012 um 21:09 Uhr #2

ich bin auf den film so gespannt schon :) kann einfach nicht mehr warten

geschrieben am 16.07.2012 um 15:25 Uhr #1

 

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Gespannt war ich auf diesen Blockbuster. Würde er mich wie 'The Dark Knight Rises', gemessen an seinen Vorgängern, doch eher kalt lassen? Nolan war wirklich schon einmal besser, daher habe ich all meine Hoffnungen in Ridley Scott gesetzt. Was ich ...

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geschrieben am 13.08.2012 um 20:27

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Community Wertung:

ø Wertung: 8,1/10 | Wertungen: 39 | Kritiken: 1