Dark Shadows

  • Informationen zum Film
  • Dark Shadows

  • Originaltitel:
    Dark Shadows
    Genre:
    Komödie, Thriller, Fantasy, Mystery, Horror, Drama
    Produktionsland:
    USA
    Produktionsjahr:
    2012
    Kinostart Österreich:
    11.05.2012
    Kinostart Deutschland:
    10.05.2012
    Kinostart USA:
    11.05.2012
    Verleiher Österreich:
    Warner Bros.
    Verleiher Deutschland:
    Warner Bros.
  • Inhalt
  • „My name is Barnabas Collins. Two centuries ago, I made Collinwood my home...“


    Vor 200 Jahren ist Barnabas Collins ( Johnny Depp ) gerade dabei äußerst erfolgreich in das Geschäftsleben zu starten. In seiner Heimatstadt Collinsport / Maine ist er wegen der Entstehung der beruflichen Karriere, sowie dem Aufbau seines gigantischen Collinwood Manor ein vielbeschäftigter Mann. Trotzdem, oder eventuell auch gerade deswegen ist Barnabas bei den Frauen sehr begehrt. Vor allem Angelique Bouchards ( Eva Green ) hat es auf den attraktiven Junggesellen abgesehen. Als die hübsche Blondine ihm ihre Liebe gesteht, sieht dieser dies völlig anders. Barnabas selbst hegt keinerlei ernste Beziehung mit Angelique, denn er hat sein Herz bereits an einer Anderen verloren. Ehrlichkeit währt am längsten, so glaubt der Frischverliebte. Aber da hat er die Rechnung ohne der kühlen Blonden gemacht. Denn diese erweist sich als eine Hexe, und belegt Barnabas ab sofort mit einem fürchterlichen Fluch. Danach verwandelt sie ihn in einen Vampir, und bringt die gesamte Stadt gegen ihn auf. Sie nehmen den Verfluchten in Gewahrsam um ihn letzten Endes lebendig in einem Sarg zu begraben.

    Durch Umgrabungen wird Barnabas per Zufall exakt zwei Jahrhunderte später wieder befreit. Mr. Collins entdeckt eine für ihn völlig veränderte Welt im Jahre 1972 neu. Natürlich führt der erste Weg wieder auf sein Anwesen. Leider ist dieser einst prunkvolle Besitz nur noch ein Schatten seiner selbst. Endlich angekommen trifft er auf seine direkten Nachkommen, die das erfolgreiche Gen der Collins nicht gerade übernommen haben. Die Patriarchin des Hauses ist Elisabeth Collins ( Michelle Pfeiffer ) die ihre Psychiaterin Dr. Julia Hoffman ( Helena Benahm Carter ) gleich mit ins Haus geholt hat. Dazu wohnt ihr diebischer Bruder Roger (Jonny Lee Miller), samt seinem Sohn David ( Gulliver McGrath ) ebenfalls auf dem baufälligen Anwesen. Elisabeths aufmüpfige Tochter Carolyn ( Chloe Moretz ) und Nanny Victoria Winters ( Bella Heathcote ) komplettieren die illustre Runde.

  • Filmkritik
  • Einen Film abseits jeder Normen zu realisieren, und dabei seine unverkennbare Handschrift so einfließen zu lassen, dass Jedermann sofort weiß, wer für diese Arbeit zuständig ist. Wer so ein Tatmerkmal von sich behaupten vermag, ist einer jener Filmemacher, von denen es auf der ganzen Welt nur eine Handvoll gibt. Und nur wenige Regisseure dürfen sich diesen Mantel anziehen, so dass er auch passt. Einer von denen ist Meisterregisseur Tim Burton. Wenn man im Vorfeld nur ein Bild, oder aus einem solchen nur einen Baum, ein Haus, oder eine Figur aus einem Burton Film betrachtet, dann weiß fast ein jeder Filmliebhaber, welcher „Künstler seines Faches“ dafür verantwortlich zeichnet. Tims Spezialität dabei ist, dass er den Beobachter in eine fremde Welt entführen, und ihn bedingungslos in seinem Bann ziehen kann. Skurrilität, Eigenständigkeit par exzellente und zahllose kreative Einfälle in jedem der Werke, geben auch eine Qualitätsgarantie für seine neueste Produktion ab.


    Barnabas Collins: [seeing Alice Cooper] „Ugliest woman I've ever seen.“


    Dieser obere Absatz steht schon in ähnlicher Form in einer anderen Kritik eines Tim Burton Films. Aber es ist einfach Tatsache, dass diese Zeilen die Kunst dieses Filmemachers aus subjektiver Sicht am besten beschreiben. Und um endlich zum eigentlichen Thema zu kommen, ist mit DARK SHADOWS ebenfalls ein Werk entstanden, welches sich nahtlos in die Reihe der außerordentlichen Arbeiten eines Tim Burton einfügt. Vor allem in der ersten Stunde unterhält der Film wegen der skurrilen Geschichte ungemein, und sorgt unentwegt für einer unglaublichen und witzigen Sequenz nach der anderen. Die Situationskomik aus der Geschichte geboren, bedient das Publikum mit jeder Menge guter Laune, und die Zeit vergeht dabei wie im Flug. Tim Burton lässt seinen Hauptcharakter zwei Jahrhunderte „schlafen“ um diesen dann auf eine für ihn völlig fremde Welt loszulassen. Dabei wird jede Veränderung die zwischen dem 18. Und dem 20. Jahrhundert passiert ist, dank der gefinkelten Story, mit viel Witz auf die Schippe genommen. Als Beispiel, wir wollen hier ja nicht zu viel verraten, hat sich in diesem Zeitraum die Haarlänge der Männer wesentlich verlängert. So wird Gaststar Alice Cooper vom Protagonisten Barnabas Collins gerne Miss Alice Cooper genannt. Auch wundert er sich immer wieder warum Mädchen mit 15 Jahren und gebärfreudigen Becken noch keine Mütter sind…


    „Tell me, future dweller, what is the year?“


    Wollen wir DARK SHADOWS mit anderen Tim Burton Filme vergleichen, um ihn womöglich so besser einschätzen zu können, dann wird eines sofort auffällig. Burtons neuester Streich ist in keiner Sparte der Beste geworden. Er ist nicht so detailliert erzählt wie ein ED WOOD, nicht so überdreht wie BEETLE JUICE oder MARS ATTACKS!, optisch keineswegs so begeisternd wie ein ALICE IM WUNDERLAND, nicht so ernst wie ein SLEEPY HOLLOW oder BIG FISH, und in keiner Weise für Genrefans gemacht wie ein SWEENEY TODD. Aber es darf ohne zu zögern darauf hingewiesen werden, dass DARK SHADOWS sich in jedem Bereich in einer Skala weiter oben aufhalten würde. Tim Burton ist es gelungen mit einer gewissen Konstanz zu punkten. Es wäre sowieso vermessen einem Regisseur dieser Klasse inszenatorisch irgendetwas vorzuwerfen. Aus diesem Gesichtspunkt hat sich auch DARK SHADOWS die im ersten Absatz besprochene Qualitätsgarantie wahrlich verdient.


    „Are you stoned or something? - They tried stoning me, my dear. It did not work.“


    Auch wurde schon erwähnt, dass vor allem die erste Stunde sehr für das gute Endergebnis verantwortlich zeichnet. Das nun Folgende könnte man als mäkeln auf höchstem Niveau bezeichnen, aber die restliche Lauflänge hält nicht ganz den Standard. Denn zum einen nützt sich diese Situationskomik ein wenig ab, und zum anderen verlässt das Drehbuch den sicheren Pfad um ein wenig Dramatik mit ins Spiel zu nehmen. Und diese Dramatik zündet nur im geringen Maße, sodass so mancher Zuseher sich wieder das Skurrile und das Komödiantische zurückwünscht. Ein zweiter Makel fällt wohl nur den intensivsten Burton Fans auf. Da fast der gesamte Film in den 70er Jahren spielt, wurde vermehrt auf die Musik dieser Zeit gesetzt. Und zugegeben passen die Songs von T-Rex oder Black Sabbath wunderbar ins Szenario. Aber hat man als Tim Burton einen Komponisten wie Danny Elfman in der Hinterhand, und weiß mit welch Kompositionen er Filme aufwertet, dann wären mehr unverkennbare Elfman Melodien vermutlich doch die bessere Variante gewesen.


    „A woman doctor... what an age this is?“


    Ansonsten gibt es wahrlich nichts zu kritisieren, denn dieser Tim Burton Film bietet wie gewohnt wieder das volle Programm. Wie üblich dürfen in diesem Projekt auch wieder seine „Lieblingsakteure“ als ziemlich schräge Charaktere partizipieren. Johnny Depp als Barnabas Collins drückt dieser Rolle in vertrauter Weise seine Persönlichkeit auf. Helena Bonham Carter darf mit einer ebenfalls dankbaren Rolle, immerhin versucht sie als Psychiater den wirren Barnabas zu therapieren, für spektakuläre Situationen. Wie die beiden, so passt auch der Rest der Besetzung, Eva Green als Hexe ist hier noch extra hervorzuheben, hervorragend in Tim Burtons „magische“ Welt. Wenngleich mit DARK SHADOWS unter Garantie nicht der beste Burton Film aller Zeiten gelungen ist, so kann man ohne zu zögern von einem typischen Burton Film sprechen. Wenn das nicht genug ist…

  • Wertungen
  • Story
    3,5
    Musik:
    4,0
    Unterhaltung:
    4,0
    Anspruch:
    3,0
    Darsteller:
    4,0
    Gesamt:
    4,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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BILDER ZUM FILM

Komentare (2)

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Hm, bisher konnten Burton/Depp-Kooperationen immer bei mir punkten, aber hier bin ich noch nicht sicher. Bei einem guten Preis und einer schön gestalteten BD würde ich aber sicher schwach werden, ohne den Film vorher gesehen zu haben.

geschrieben am 20.07.2012 um 11:00 Uhr #2

dieser streifen ist für mich die bis dato schlechteste zusammen arbeit von depp und burton

geschrieben am 18.07.2012 um 21:11 Uhr #1

 

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Userkritiken

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Oh Oh was lieferte denn Tim Burton hier ab, 2012 scheint nicht sein Jahr zu sein, mit seinem Stammschauspieler Johnny Depp, nahm sich eine Alte TV-Serie an, "Dark Shadows" war ihr name. Ein Vampir erwacht nach 200 Jahren und erlebt merkwürdige Dinge...

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geschrieben am 26.12.2012 um 13:30

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ø Wertung: 6,6/10 | Wertungen: 23 | Kritiken: 1