Chronicle - Wozu bist du fähig?

  • Informationen zum Film
  • Chronicle - Wozu bist du fähig?

  • Originaltitel:
    Chronicle
    Genre:
    Action, Thriller, Sci-Fi, Drama
    Produktionsländer:
    USA, UK
    Produktionsjahr:
    2012
    Kinostart Österreich:
    20.04.2012
    Kinostart Deutschland:
    19.04.2012
    Kinostart USA:
    03.02.2012
    Verleiher Österreich:
    Centfox
    Verleiher Deutschland:
    20th Century Fox
  • Inhalt
  • Mit Sicherheit hat sich Andrew ein wesentlich schöneres Leben verdient. Seine Mutter hat Krebs im Endstadium und ihre Lebenserwartung geht gegen Null. Sein Vater schlägt ihn regelmäßig, wenn dieser etwas getrunken hat. Und in der Schule bezieht er Prügel von den Jungs, und von all denen, die auf dem Campus das Sagen haben. Freunde im eigentlichen Sinn hat Andrew keine. Gerade mit Matt hält sich der vom Schicksal gebeutelte Schüler des Öfteren auf. Um seinem Dasein einigermaßen einen Sinn zu geben, beschließt Andrew alles ab sofort für die Zukunft festzuhalten, und kauft sich eine übertragene und viel zu große Kamera. Auch auf die anstehende Party nimmt er dieses monströse Gerät mit. Aber schnell wird er wieder zum Gespött für die Allgemeinheit, so dass sich Andrew wieder zurückziehen muss. Draußen erwartet ihn Matts Freund Steve, der ihn bereits seit geraumer Zeit sucht. Er und Matt haben auf freiem Gelände etwas gefunden, dass sie unbedingt filmen wollen, und daher Andrews Kamera benötigen. Am Ziel angekommen stehen die Drei vor einer Vertiefung aus dem geheimnisvolle Geräusche zu vernehmen sind. Und da die Neugier die Angst besiegt, steigen sie in das Innere des dunklen Lochs.

    Ein Tag ist vergangen und das Abenteuer der letzten Nacht hat seine Spuren hinterlassen. Aber es ist nicht der Alkohol der Andrew, Matt und Steve zu schaffen macht. Vielmehr handelt es sich um das Erlebnis unter der Erde, jenes das Leben der Drei für immer verändert. Denn die Jungs besitzen plötzlich telekinetische Fähigkeiten. Und diese neu erworbenen Eigenschaften werden auf Dauer und mit einem ambitionierten Training immer stärker…

  • Filmkritik
  • THE BLAIR WITCH PROJEKT war der erste Film in dem der Zuseher durch die Kamera der Protagonisten sehen konnte. Nachahmer aus aller Welt gab es viele, sodass man gegenwärtig gar nicht mehr von Trittbrettfahrern sprechen darf. Irgendeinmal war der hier zu schreibende Kritiker sehr vorlaut, als er seine Meinung kund tat und meinte, diese Idee kann nur einmal funktionieren. Nach Filme wie REC, PARANORMAL ACTIVITY, APOLLO 18 und viele mehr, muss diese einst gefasste Meinung nun endgültig revidiert werden. Nun kommt mit CHRONICLE ein weiteres Werk, indem der Betrachter das gerade Gefilmte vorgesetzt bekommt. Für Regisseur Josh Trank war dieser Film das Erstlingswerk, sieht man von seinen Tätigkeiten für die amerikanische TV Serie THE KILL POINT ab.

    CHRONICLE ist wegen der ausgefallenen Story ein Werk geworden, das diese Stilistik, alles durch eine Kamera im Film zu zeigen, völlig in den Hintergrund drängt. Sogar vergisst der Zuseher wegen der dauerhaften Brisanz mit Fortdauer sogar gänzlich diese Machart. Der Inhalt verrät zu Beginn nicht zu viel, sodass der Spannungsbogen detailliert gezogen werden kann. Fast ist man geneigt zu sagen, dass CHRONICLE harmlos startet und erst im Verlauf diese Gefahrlosigkeit verliert. Zudem darf das Publikum letzte 15 Minuten erwarten, die man so schnell nicht mehr vergisst. Die zu spielenden Charaktere wurden mit unverbrauchten Gesichtern besetzt. Dane DeHaan ( Andrew ), Alex Russel ( Matt ) und Michael B. Jordan ( Steve ) konnte man hauptsächlich nur in TV Produktionen bestaunen. Dieser Schachzug, junge und völlig unverbrauchte „Neulinge“ einzusetzen, tut diesem Werk ungeheuer gut.

    Ein gröberes Manko wird dem geübten Kinobesucher während dem Sehen sicher auffallen. Aber dieses Dilemma, welches im direkten Zusammenhang mit dem Spezial Effekten steht, kann sehr schnell aufgeklärt werden. Diese Produktion ist für amerikanische Verhältnisse eine ziemlich Günstige geworden. Mit bloß 12 Millionen Dollar wurde CHRONICLE ins Leben gerufen. Und bei dieser geringeren Budgetierung sind etwaige Schwächen mit Sicherheit zu verzeihen. Die Umsatzzahlen aus aller Welt beweisen, dass die Fans von CHRONICLE über diese Mängel hinweg gesehen haben. Immerhin konnte Josh Tranks Werk bislang knappe 125 Millionen Dollar einspielen. Und mit den Einnahmen aus den DVD/BluRay – Fernsehrechten wird ein satter Gewinn übrig bleiben. Den Verantwortlichen sei dieser Umstand angesichts dieses Ergebnisses vergönnt.

    Fazit:
    CHRONICLE besitzt einige Eigenschaften, die viele genreähnliche Filme nicht vollbracht haben. Zum einen lässt er den Besucher seine entstehende Unbehaglichkeit spüren, indem er die anfängliche Harmlosigkeit in eine dramatische und sehr ernst gewordene Intensität umwandeln kann. Zudem gelingt es dieser Produktion einen Film zu realisieren, der wesentlich mehr thematisiert als sonstige handelsübliche Superheldenfilme es können. Und zu guter Letzt wirkt dieses mittlerweile so häufig angewandte ( durch die Kamera im Film ) Verfahren dank dem gelungenen Drehbuch nicht störend. Leider verhindern so manche missglückten Effekte, sowie ein kleiner geschichtlicher Stillstand im Mittelteil der Story, ein noch besseres Endergebnis. Trotzdem sollte man CHRONICLE auf keinen Fall versäumen.

  • Wertungen
  • Story
    4,0
    Musik:
    3,0
    Unterhaltung:
    3,5
    Spannung:
    4,0
    Darsteller:
    3,5
    Gesamt:
    3,5
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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BILDER ZUM FILM

Komentare (2)

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Ich bin ja mit dem Mockumentary-Stil immer schnell zu beeindrucken - so hatte ich auch mit diesem Film jede Menge Spaß. Ich teile aber auch im Nachhinein die Kritik einer bekannten deutschen Filmkritik-Seite, dass der Film sich nicht genügend Zeit nimmt, um die Wandlung des Hauptcharakters glaubwürdig darzustellen.

geschrieben am 20.07.2012 um 11:02 Uhr #2

Wird bei Gelegenheit geguckt.

geschrieben am 18.07.2012 um 20:04 Uhr #1

 

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Userkritiken

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'Chronicle'... nach dem Inhalt zu beurteilen klingt dies erstmal nach einer 0815 Superheldengeschichte made in Hollywood. So kann man sich täuschen. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man hier nie und nimmer auf eine Hollywoodproduktion schlie...

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geschrieben am 20.04.2012 um 10:27

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ø Wertung: 7/10 | Wertungen: 23 | Kritiken: 1