11-11-11

  • Informationen zum Film
  • 11-11-11

  • Originaltitel:
    11-11-11
    Genre:
    Thriller, Horror
    Produktionsländer:
    USA, Spanien
    Produktionsjahr:
    2011
    Kinostart USA:
    11.11.2011
  • Inhalt
  • Seit seine Frau und sein Sohn im Feuer ums Leben gekommen sind, plagen den Schriftsteller Joseph Crone ( Timothy Gibbs ) schlimme Albträume. Sein zusätzliches depressives Verhalten zwingt in dazu, sich in den eigenen vier Wänden zu verschanzen. Erst als er sich zu einer Gruppentherapie überreden lässt, und er ein Tagebuch über seine Fortschritte anlegt, scheint der erfolgreiche Autor von Billig Romanen wieder auf die richtige Spur zu kommen. Die Visionen, welche sich immer um Geistergestalten handeln, nehmen jedoch nicht ab. Als er eines Tages bei einem Autounfall nur knapp dem Tode entrinnt, entschließt er nach Barcelona zu reisen um mit seinem Vater, der mittlerweile mit dem Tode ringt, Frieden zu schließen. Auch mit Samuel ( Michael Landes ), der ihm seit der Kindheit fremd ist, und sich gar nicht wie der eigene Bruder anfühlt, möchte er alle Streitigkeiten begraben. Joseph fällt seit geraumer Zeit auf, dass ihm die Zahl 11 immer wieder begegnet. Auch während der Reise nach Europa bekommt er diese Bezifferung des Öfteren vor das Gesicht. Schon bald erkennt der Schriftsteller, dass am 11.11.11 um 11.11 Uhr ein dramatisches Ereignis stattfindet, welches nicht nur sein Leben für immer verändern wird.

  • Filmkritik
  • Wenn Regisseur Darren Lynn Bousman für ein Genre bekannt ist, dann sind es mit Sicherheit Horrorfilme, die mit relativ geringen Mitteln finanziert werden. Sein Erstlingswerk IDENTITY LOST wurde im Jahre 2001 mit ganzen 50 000 Dollar finanziert. Bekannt machte den Filmemacher aber erst sein zweiter Spielfilm, der vier Jahre später in unsere Kinos kam. SAW II mit knapp 4 Millionen inszeniert, spielte weltweit 150 Millionen Dollar ein. Dieser Erfolg konnte seinen Bekanntheitsgrad enorm steigern, sodass Darren auch den Zuschlag bekam, SAW III und SAW IV zu realisieren. 2008 entstand mit REPO! THE GENETIC OPERA ein Horror Musical, welches durch eine spezielle Handschrift bestach. Zudem waren die inkludierten Songs derart rockig gestaltet, sodass nicht nur Musical Fans, sondern auch Liebhaber schnellerer Musik auf ihre Kosten kamen. Darren letzter Film vor 11 - 11 - 11 ist ein Remake des Genre Klassikers MOTHER`S DAY, in dem Rebecca De Mornay die Hauptrolle spielte.


    Zu Beginn von 11 - 11 - 11 scheint alles auf einen respektablen Horror Thriller zu deuten. Der Filmemacher lässt sich Zeit seinen Hauptcharakter in das Geschehen einzuführen. Mit viel Geduld wird der Spannungsbogen gezogen, und seine Geschichte erhält genügend Rahmen um sich zu entfalten. So lange das Publikum auf die Reise geführt wird, und nicht weiß was das „Restprogramm“ zu bieten hat, bleibt dieser Genre Film auf dem richtigen Weg. Aber umso mehr das inhaltliche Puzzle seine Formen annimmt, umso weniger bleibt das Interesse an dem Film haften. Ab dem Moment, als 11  - 11 - 11 die Katze aus dem Sack lässt, wird er langweilig. Denn viel zu häufig hat man diesen Fortgang, beziehungsweise die Auflösung schon in anderen genreähnlichen Werken gesehen. Was letztendlich ganz gut begann verläuft in weiterer Folge im Sand, und wird letztendlich zu einer ziemlichen Enttäuschung.


    Dass dieser Horrorthriller nicht gänzlich in ein Debakel gerät liegt an Darren Lynn Bousman, der zum einen auch ein gutes Händchen für „blutarme“ Filme besitzt, und zudem durch seine klare Linienführung zumindest für ein gewisses Niveau sorgt. In der ersten Stunde erlangt 11 - 11 - 11 sogar eine anregende Atmosphäre, die durch die Unwissenheit und folglich wegen der Neugier des Betrachters eine positive Komponente darstellt. Doch leider hält Darren Lynn Bousmans Werk diese spürbare Intensität nicht über die gesamte Strecke durch. Wegen dem völlig falschen Schnitt, und noch mehr wegen dem ziemlich schlechten Drehbuch, dessen Finale völlig uninspiriert und einfallslos wirkt, erleidet 11 - 11 - 11 schon fast so etwas wie einen Schiffbruch. Da helfen im Gesamten auch die respektable erste Halbzeit, die relativ sehbare Optik, und der sehr düstere Score nicht mehr viel wenn man, so wie in diesem Fall, eine Produktion so zu Ende bringt.


    Für die Verantwortlichen muss 11 - 11 - 11 aus finanzieller Sicht ein einziges Desaster darstellen. Keine Ahnung wie viel dieser Horrorfilm gekostet hat, auf IMDB oder auf Boxofficemojo.com konnten keine Produktionskosten gefunden werden. Aber dieses Werk schaffte es in ganz Amerika in sage und schreibe 17 Kinos, und hielt sich ganze vier Tage auf dessen Leinwände. Daher beliefen sich die Einnahmen auf satte 32 000 Dollar. Auf der restlichen Welt ging es ein wenig besser. Immerhin kamen knappe 6 Millionen auf das Konto. Bleibt daher zu hoffen dass durch die DVD / BluRay Einnahmen, sowie für die Fernsehrechte ein wenig Geld in die Kassen kommt, um einigermaßen den Schaden in Grenzen zu halten. Für uns bleibt zu hoffen, dass Darren mit dem „Ausrutscher“ leben kann, und beim nächsten Projekt wieder zur alten Stärke findet.

  • Wertungen
  • Story
    1,5
    Musik:
    3,0
    Anspruch:
    2,0
    Spannung:
    2,5
    Darsteller:
    2,5
    Gesamt:
    2,0
    Verfasst von:
    Richard Lammel
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Userkritiken

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11-11-11

Darren Lynn Bousmand hat eigentlich einen ziemlich beeindruckenden Karrierestart hingelegt. Sein Skript zu seinem Film "The Desperate", mit dem er entweder richtig ins Filmgeschäft einsteigen, oder, im Falle eines möglichen Flopps, sich...

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geschrieben am 26.11.2012 um 21:06

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ø Wertung: 5,3/10 | Wertungen: 4 | Kritiken: 1